Sommerradtour 2020 -Teil 2

Schon wieder sind zwei stressige Arbeitswochen und en faules Wochenende „in Familie“ vorbeigeflogen. Die Idee, die erste Hälfte für sich schon einmal hochzuladen war wohl ncht verkehrt.

Tag 6

Dies würde der Anfang von Rückweg. Dieser sollte morgen aber über das Timmelsjoch führen. Dadurch war die Route für heute weitgehend festgelegt: Durch das Bader- und Pustrtal wieder hinunter an den Eisack, flussaufwärts nach Sterzbibg ubd von dort über den Jaufen ins Passeiertal, wenn möglich noch hinauf bis Moos.

Nach dem guten Frühstück mit interessierter Unterhaltung mi der Wirtin von der Pension Merisana kam ich noch früh genug los.
Die lange Abfahrt durch das Badertal war mit dem Velomobil ein Genuss. Wo es nur eine Straße gibt, da spielt auch keine Rolle, wenn mann auf dem Wahoo nur den Track und keine Karte angezeigt bekommt.
Dafür wude die Orientierung in St. Lorenzen dann schwieriger. Die Hauptstraße führt hinter er Kreuzung durch einen Tunnel und ist für Fahrraäder gesperrt. Es war ziemlich viel Verkehr und nicht mehr so steil bergab, wie kurz zuvor und daher veruchte ich den Tunnel am Fluss entlang zu umgehen und gelangte zurück in die völlig falsche Richtung. Leute fragen. Der Radweg gehe dort und dort entlang. Das fühlte sich total falsch an. Immerhin gab es da einen Kaffee- in der Bierrutsche. Dann noch einmal, lansam dem Track folgend- und es ging doch. Hinter dem kurzen Tunnel war die Hauptstraße für mich auch ein lange Strecke gut befahrbar und ich kam wieder gut voran.

Kurz vor Mühlbach dann ein Abzweig, ein blaues Radwegschild und eine Imbissbude. Ist der Radweg für mich benutzungspflichtig- es sah fast so aus. Alo erst einmal das Tagsgericht inhalieren. Draußen schoss- auf dem radweg jemand auf einem Rennrad vorbei ud schaute auf das Velomobil- Gabi?
Und richtig- sie hatte eine Trainingsrunde gedreht und sich gewundert, ob es plötzlich zwei weiße Milane in Sütrol gäbe. So konnten wir noch einen Kaffee zusammen trinken, ein selfie mit Rädern aufnehmen und dann geleitete sie mich noch bis ins Eisacktal hinunter auf dem Radweg. Da war ich mit dem Velomobil nicht so endig, wie sie und hatte ohen Ortskenntnis in Mühlbach den Radweg auch ein paar Mal wieder verloren.

Nach Sterzing hinauf war es relativ flach. Ich hatte in den letzten Tagen zunehmend Probleme mit der Schaltung gehabt und mmer wieder mit der Einstellschraube am Drehgriff herumprobiert- ohne befriedigendes Ergebnis. Nun, bevor das Klettern wieder ernst werden sollte, nahm ich mir die Zeit und schraubte auch hinten am Schaltwerk an den Anschlagsschrauben herum. So fand ich eine Einstellung, mit der ich alle Gänge wieder sicher schalten kann, auch und gerade den ersten auf dem großen Kettenblatt, der vorher nur sehr unzuverlässig zu bekommen war, und mit einem Kettengeräuch nur in den beiden längsten Gängen, also jenweits von 60 km/h. Eine gute Lösung. Das Eisacktal bergauf benutzte ich anfangs den Radweg. Der ist dort aber nicht ganz drchgängig, sodass ich bschnitte auf der Straße fahren musste. Dann wieder von dort auf Feldwege mit Schwerlastverkehr von einer Kiesgrube gelitet wurde. Bis ich dazu keine Lust mehr hatte und beschloss, weiter auf der Straße zu bleiben. Nicht weit vor Sterzing stand ein Lieferwagen, der mich kurz zuvor überholt hatte an der Straße bei einem Jeep der Carabinieri.
Und wenige Minuten später hielten die mich an. Ausweis bitte. Dann kammen sie nach einigen Minuten wieder aus ihrem Fahrzeug, man habe sich beschwert, gefährlich …. Aber mehr als ein Hinweis, ich solle doch lieber auf dem Radweg… kam nicht. Ich versprach, es mit dem Radweg bei nächster Gelegenheit noch einmal zu versuchen und alles war wieder gut.
Inzwischen war ich auch wenige km vor Sterzing, der Track ging sowieso auf dem Radweg entlang und die Kartendetails waren auch wieder da (offebar von der geladenen Österreichkarte). So fuhr ich südlich um sterzing herum und kam kurz vor dem Beginn der Passstraße noch an einemSchnellrestaurant vorbei. Noch einmal Kaffee und Apfelstrudel vor der härteste Etappe des Tages. Und schön drinnen sitzen und nicht draußen in der prallen Sonne!

Nun denn, genug zu trinken hatte ich dabei, ein paar Brote, die Notverpflegung mit Riegeln und Gels war an Bord: packen wirs!
Die Straße hätte in der Sonne gelegen- führt aber über eine weite Strecke durch Wald und liegt somit im Schatten. Der Anstieg war für mich gut zu packen, sehr gleichmäßig und die Straße meit ausrechend gut. Relativ weit oben war eine Baustelle mit Wechselampel und mehr als 1 oder 2km Schotter. Bei meinem Tepo bergauf passierten mich mehrere Konvois, die durch Ampelphasen zusammengewürfelt waren. Dann kam die Versuchung, in Kalch einzukehren- aber es lief ja gar nicht schlecht. In meinen Verschnaufpausen reichte mir das Wasser aus dem Trinksack und der Nachmittag lief ja auch weiter.
Schließlich oben!

Und dann wieder hinab! Auch auf der Passeier- seite ist der Jaufen ein schöner Pass! nach 1000hm begannen die Bremsen zu schwächeln, sodass ich in einer Kehre rausfuhr und einige Minuten wartete, bs die Hitze, die von den Radkästen ausging abgeklungen war.
Zwischen 18.00 und 19:00 Uhr war ich in St Leonhard und nahm gleich den Anstieg nach Moos in Angriff. Unterwegs habe ich einmal bei booking geschaut, ob ich etwas vorbuchen könnte, aber da war in Moos selbst gar nichts verzeichnet und Umwege mit ein paar hundert extra Höhenmetern zu irgendwelchen Luxushotels wollte ich nach Möglichkeit vermeiden. Also erst einmal in den Ort hinein und dort fragen.
Der Mooserwirt, war dann die Empfehlung: schniekes modernes und pfiffiges Restaurant/ Café und Pizzereia, wo die Einheimischen en masse ihr Essen abholten.
Einen Tisch bekam ich, der Chef wurde angerufen, ein Zimmer würde ich demnächst auch beommen, also konnte ich in Ruhe mein Abendessen bstellen und beginnen. Sehr schön!

Tag 7

Heute also sollte es das Timmelsjoch hinauf und das Ötztal hinunter.

Erst einmal Frühstück.

Das Wetter ist schon einmal vielversprchend
Der Mooserwirt in Moos: Top-Empfehlung!

So gestärkt packte ich halb nun die letzten Sachen in den Vogel unnd wurde von einem Einheimischen angesprochen. Ich wisse schon, dass die Straße im Ötztal nach einem Murenabgang unpassierbar sei?

Das Timmelsjoch rauffahren und wieder zurückmüssen war keine akzeptable Vorstellung. Also mit der Gemeinde in Sölden telefoniert. Doch es gebe einen steilen, unbefestigten Fußweg von ca 35 min an der zerstörtn Straße vorbei. Nein für Fhrräder sei das nichts. Und Angaben zum Zustand und der Möglichkeit ein Velomobil dort zu schieben natürlich auch nicht.

Change of Plans
Passeier hinunter bis Meran. Etschtal hinauf. Reschen. Inn hinunter bis ich wieder auf dem Track wäre. Müsste sich im Zeitplan machen lassen.

Die Abfahrt durch das Passeiertal bis Meran war ein Rausch. Bis hinab ganz schön steil, also für mich heute auch ganz schön flott. Sollte ich einmal hochfahren müssen, denke ich hoffentlich daran, VIEL Zeit einzuplanen!
Durch Meran hindurch habe ich es eigentlich ganz gut gefunden. Am Ortsausgang war die, dort recht steil anstigende, Straße für Fahrräder auf einmal gesperrt. Das brachte mir eine Irrfahrt über das Gelände der Brauerei Forst ein. Scgließlich traf ich auf den Etschtalfahrradweg.
Der führt in 7 Serpentinen hinauf zum Trautmannsdorfer Thronsessel. Hier spielte ich mit einem etwas beleibten Rennradler Fangen. Oben wollte er gern ein Foto von mir machen. Das war meine Chance, auch einmal eines von mit im Milan mit aufgstelltem Lukendeckel zu bekommen.

an der letzten Radweg-Serpentine bei Trautmannsdorf

Bis Mals blieb ich dann weitgehend auf dem Radweg. Unittelbar am Fluss, fern der Straße mit dem Verkehr und ziemlich gut zu fahren.

Auch die Technik ohne zu viel Firlefanz auszusteigen, wenn ich mit aufgeklapptem -deckel unterwegs bin, habe ich verbessert. Es ist ja gar nicht nötig, das Scharnier wieder einzufädeln. Ich kann den Decke schließlich auch ganz lösen und neben dem Velomobil ablegen oder anlehnen. Bei Wiederanbringen muss ich darauf achten, dass der Deckel weit genug vorne ist, da er sonst mit dem Lichtknubbel kollidiert.

Der erste Versuch, einen Gasthof zu finden endete in Vetzan vor verschlossenen Türen. Aber in Schlanders gab es im zweiten Anlauf ein geöffnetes Rasturant. Ich bestellte meine Pasta. trank mein Weizen. Trank noch ein Weizen. Keine Pasta. ess hat wirklich üer ein halbe Stunde gedauert, bis das Essen kam. Ausgeruht und gestärkt ging es dann weiter.

Ab Mals auf der Straße. Es war nicht mehr soo viel Verkehr unnd ließ sich ganz gut fahren.

Oben angekommen machte ich dnn den Fehler, am Reschensee wieder auf den Radweg abzubiegen. Dieses nmotivierte steile auf und ab mit den vielen, teils engen und unübersichtlichen Kurven ist für Rennräder und Mountainbikes ja schön und gut, aber ich hatte darauf irgendwie grade kein Lust.

Dann kam noch eine rasante Abfahrt als Belohung. 20km fast ganz ohne überholt zu werden, weil ich genauso schnell unterwegs war, wie die Autos- very nice.

In Pfunds am Oberinn war die Hauptstraße einmal meh für Fahrräder verboten. Bei dem Versuch auf Nebenstraßen auszuweichen lernte ich die Beschilderung von Inntalradweg kennen. diesem würde ich bis zur Einmündung des Ötztals folgen, o ich wieder auf meinenfür Velomobile optimierten Track stoßen würde. Erst einmal merkte ich aber, dass ich fü heute eigentlcih genug gehabt habe und beschloss, den nächsten besten Gasthof für die Übernachtung aufzusuchen.

Die Gelgenheit ergb sich dann im Gasthof in Tschupbach. Die Wirtsfamilie saß draußen in der Abendsonne. Klar ein Zimmer sei frei (besser gsagt: alle Zimmer waren frei) Ich bekam eines. Der Vogel wurde ausführich betrachtet und durfte zu den EBike, SUVs und Quads in die Garage. Und ich bekam deftige Hausmannskost un ein paar Bier.

Zwar hatte ich das Timmelsjoch immer noch nicht bezwungen, aber ein ganz ordentliches Tagwerk hinter mir und war immer noch im Zeitplan.

Tag 8

Heute wollte ich die Alpen verlassen und bis kurz vor Augsburg zu Petra, meiner alten Schulfreundin kommen.

Der Inntalradweg war mir ja inzwischen bekannt. Die malerische Streckenführung nutzt vorhandenen Wirtschaftswege stark wechselnder Qualität, innerorts auch Nebenstraßen, unbefestigte Wege entlang des Inn, angereichert mit steilen Rampen und grandiosen Aussichten.

In Landeck gab es eine Kaffeepause mit Apfelstrudel.
Danach im eigentich langsa breiter werdenden Tal immer noch die eine oder ander Schikane auf dem Radweg…

Nach gut 50 km war dieser Spuk vorbei. Auf Nebenstraßen führte mich mein Track rasch wieder nach Telfs hinein. Bestes Wetter verhieß Mittagshitze auf dem Anstieg vor Mittenwald. Warm war mir sowieso schon. Da kam mir de rImbiss grade recht: Ein halbes Hähnchen, keine Pommes und zwei gekühlte köstliche Dosen Limo bei netter Unterhaltung mit dem Wirt.

Nun denn. Die Pappelallee aus Telfs hinaus flog rasch dahin, dann links ab in den Hang. Hier fehlte der Wald. Mein Wahoo maß bis zu 33°C, steil war es auch. Ich brauchte viele, lange Pausen ist fast jedem Schattenplätzchen, das sich fand um dort hinauf zu kommen!

und dann- ja was ist das denn für ein Karre?! Das musst ih mir näher ansehen, auch wenn der Morgan 3-wheeler in der Sonne geparkt war. Die Fahrer machten genau so große Augen und zückten auch gleich ihhre Kamera. Dreiräder unter sich;

Endlich oben. Rasch nach Mittenwald hinuntergestürzt, in einer kleine Gruppe originaler, alter Fiat 500. In Mittenwald dan kein Eis (die Schlange war zu und zu lang) sondern nebenan zwei Stücke Torte inhaliert. Nach Garmisch machte der Track noch einmal einen Schlenke über die Hügel und Nebenstraßen. Dann lief es aber gut hinuntr Richtung Augsburg, sodass ich noch im Hellen bei Petra und ihrer familie eintraf und die Reste des Ofengemüses mit viel Genuss verdrücken konnte.

Tag 9

Heute erst einmal ausgiebeges Sonntagsfrühstück mit Petra und ihrer Failie. Die Jungs waren sehr am Velomobil interessiert. Vor dem Aufbruch also noch Probesitzen und eine Proberunde um den Block. Bis nach Hause waren es noch 700km, aber die Berge lagen hinter mir und es ging mir gut! Heute gerne 200km bis zum Main war der grobe Plan.

Es lief gut, durch Augsburg kam ich gut hindurch bzw. herum. Nachmittags mit dem üblichen Hüngerchen wieder bei einem Italiener eingekehrt. Wieder dauerte es endlos lange, bis das Essen kam, immerhin war der Kellner gut drauf und machte nette Kommentare dazu. die große Außenterrasse war aber auch gut voll.

Von hier aus ging es dann noch einmal rasant hinab ins Maintal und am Marktplatz von Ochsenfurt (drei Tage später würde die Hochzeit in Osnabrück stattfinden) fand ich wieder ein einfaches Quartier.

Mission accomplished.

Tag 10

Noch 500 nach Hause mit Mittelgebirge-Profil im Odenwald und am Vogelsberg. Wäre doch gut, die Anstiege, vielleicht bis auf den letzten bei Kassel heute abzufrühstücken, damit es morgen flach nach HAuse gehen kan?!

Aufbruch in Ochsenfur um kurz vor 9.

Vor dem Start beim Bäcker noch den Tagesproviant besorgen…

Am Main entlang lief es super. Würzburg ging auf dem track und mit guten Beinen auch ohne Verdruss.

Maintal

Dann kam bei Gemünden der Abzweig ins Sinntal mit Burgsinn, Mittelsinn und Obersinn, aber ganz ohne Unsinn und der erste Anstig desTages. Vorher, wohl noch in Obersinn in der Eisdiel in der Sinngasse ein- genau, ein Eisbecher und ein doppelter Espresso. DerWirt dort hat die effizientesten Coronmeldezettel, die ich bisher gesehen habe: Groß wie ein Kreditkarte, Handynummer als wesentliche Angabe.

Dnn war der Tag rum, 250km waren auf der Uhr und das Thema Nachtquatier stand an. In Naumburg schaute ich nach einem Hotel, fand es auch, aber die machten grad selber ein paar Tage Urlaub. Die Alternative war der Campingplatz. Dort gab es feste Quartiere und Vakanzen. Ein Glück!
„Ich emfehle Ihnen die Villa Sonnenschein! Da haben Sie eine eigene Toilette.“ 75€ lagen im oberen Bereich meiner Übernachtungskosten auf dieser Tour, ohne Frühstück. Aber ich hatte ein Bett, die Empfehlung zum Imbiss in der Stadt von einem interessieten Mitcamper war gut.

Tag 11

Schlussetappe! Noch einmal über ein paar Hügel und dann flach ab Paderborn durchs Münsterland nach Hause!
Kurz nach sieben schon aufgebrochen, aber nach 200m erst einmal Frühstückspause beim Supermarktbäcker in Naumburg.

Noch eine Abfahrt (die mit der höchsten Geschwindigkeit, 98km/h) hinunter nach Niederntudorf. Als das Schild mit dem 8% Gefälle kam wurde es leider kurvig und das Ortsschild kam in Sicht, somit blieb die Gechwindigkeit insgesamt unter 100.

Oben auf der Egge war eine große Baustelle für die Energie der Zukunft

Es lief gut und zum Abendbrot war ich bei meine rLiebsten zu Hause.

Am nächsten Tag feierten wir eine schöne Standesamtliche Trauung mit live-Übertragung an die Corona-bedingt fehlenden entfernteren Verwandten, aber das ist eine andere Geschichte.

Fazit

Geht doch!

Der Wechsel von Besuchen und spontanen Übernachtungen passte mir gut. Herzlicher Dank an alle, Familie und Freunde, die mich so herzlich willkommen geheißen haben!

Die Amerikatour hätte tatsächlich so klappen können!

Reifenpannen: 0
sonstige Pannen: die lästigen Kettenabwürfe von der vorderen Umlenkrolle beim Hochschalten vorn. Im Gebirge war es häufig. In den fünf Wochen seitdem ist es nicht mehr passiert. Die Öltücher liegen aber noch hinter dem Radkasten. Immerhin kann ich die Kette jetzt ohne auszusteigen mit der rechten Hand wieder auflegen. Jens‘ Versuch, ein Gummi einzukleben, um den Ketteneinlauf enger zu machen, hat leider nicht funktioniert.

Was hat nicht gehalten?
Der Nylonstab zur Verstellung des NACA Ducts. Provisorische Abhilfe mit Klebeband hält.
Der Schaumgummiblock zu hintren Abstützung des Sitzes. Die povisorische Abpolsterung mit meiner Sitzmatte ist flacher, dadurch wurd de Sitzposition noch Flacher/ tiefer und ich bekam eine Druckstelle mit blauem Fleck über den Schulterblättern, besonders links. Das war auf die Dauer unangenehm- und langwierig. Hier muss sich das Räderwerk noch etwas einfallen lassen.
Der Übersetzungsberiech der Schaltung ist gut für mich, so wie er ist. Mit 70 und 34 Zähnen auf den vorderen Kettenblättern zusammen mit der 11-fach Kassette von 11 bis 46 Zähnen kann ich unten langsam auch steilste Wege erklimmen und oben heraus bis 80km/h mittreten. Bei 70 das erste Mal runterzuschalten kommt gut! ABER: Unter Last springt die Kette (und sie ist noch nicht ansatzweise gelängt! Ich habs mit der Rohloff-Lehre nachgemessen) vorne über. Offenbar braucht sie eine gewisse Vorspannung, die der Kettenspanner bei der extremen Spreizung dr Kettenblätter nur auf dem größten Ritzel aufbringt. Dadurch bin ich am BErg zum schleichen verurteilt. Auf dem kleinen Kettenblatt hochschalten geht nu am Ende einer Steigung, wenn ich mit wenig Kraft hochdrehen kann, bevor ich auf das große schalte. Vor einem ehten Transkontiinentalrennen muss hier konstruktiv noch etwas geschehen.
Die Taglichtfunktion des dicken BuM Scheinwerfers im sefety-Modul hatte sich schon vor der Tour verabschiedet. So zieht das Licht immer maximal viel Strom aus dem Akku. Die Versuchung, in verkehrsarmen Abschnitten Strom zu sparen ist also wieder da. Auch hier muss das Räderwerk noch einmal ran.

Was hat gut funtioniert?
Totzder extremen Spreizung der Kettenblätter geht nicht nur das runter- sondern auch das raufsschalten vorne eigentlich zimeich zuverlässig. Mit dem kleine Vorbehalt, dass, wenn es nicht gleich klappt die Kette gelegentlich so n Schwingung kommt, dass sie von der vorderen Umlenkrolle fällt.
der Aufsteller für die Battle mountain Haube: leicht, einefach, sehr wirkungsvoll. Bis 45km/h hält das zuverässig, zumindest wenn es nicht windig ist.
Die Spureinstellung. Der zweite satz Vorderreifen hat inzwischen 5000km runter, ds Profil it runter und due Lauffläche flach, aber sie haben noch Gummi drauf. (Der erste Satz vor dem Nachstellen der Spur war nach 2500km runter)
Das Fahrwerk. Mein neuer GT ist ja extrem hochbeinig eingestellt, sodass ich im Alltag praktisch nie meh mit den Fußhubbeln aufsetze. Und dabei brettere ich heuet auf dem Arbeitsweg geradeaus über Stellen hinüber, für die ich mit dem MK2 022 Zickzackwege im Kleinhirn abgespeichert hatte. Sicherlich ist der Schwerpunkt dadurch etwas höher, die Kurvengechwindigeit im Kreisverkehr ist dennoch ganz gut. Ich habe dort auch bei trockener Straße das gefühl, dess er eher etwas ins driften kommt, als da sBein zu heben. Andererseits will ich den Grenzberich dort ja gar nicht dauernd antesten.
Die Bremsen. 90 Trommeln mit Kühltürmen hab die Passabfahrten gut weggesteckt. ene Kühlpause am Jaufen nach 1000 kurvenreichen Höhenmetern am Stück. Keine Störgeräusche aus den Lagern. prima!
Wie die Kraft auf die Straße kommt. Neben dem geringeren Gewicht fühlt sich der MK5 gegenüber dem Sturmvogel (MK2 mit einlaminiertem Carbontretlagermast) deutlich direkter an. Ich fahre ihne ohne Ventisitmatte. Oben hinten am Beckenkamm entwickeln sich inzwischen Druckschwielen an den Kontaktpunkten. Hier habe ich während der Tou ein dünnes Polster angeklebt. Seitdem klingen die Bechwerden trotz weiterfahrens ab.
Das Licht bei Nacht. Die hohe Scheinwerferposition leuchtet die Straße gut aus. Das Lechtfeld umfast zu beiden Seiten auch die Areale, die mit maximalem Lenkeinschlag ereichbar sind. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass der Lichtkegel an der Außenkante des Rückspiegels gebrochen wird, sodass der Spiegel immer hell erscheint. Echte Scheinwerfer von hinten sind in diesrLichtfläche aber immer gut zu erkennen. Man muss und kann sich dran gewöhnen.

Ende (einen Monat nach dem Abschluss der Tour!)

Die nächste Tour wird, wenn ich gesund bleibe und Corona nicht wieder explodiert im September die 1000 du Sud– mit dem Wolf.

Sommertour 2020 -Teil 1

Seit 1 1/2 Jahren waren sechs Wochen Juni und Anfang Juli 2020 als Urlaub eingereicht und fest für die Amerikatour verplant.

Der neue Milan sollte im Sommer 2019 fertig werden, dann wurde doch das Frühjahr 2020 daraus. Zeit sich aneinader zu gewöhnen und ggf. noch Anpassungen vorzunehmen.

Da entwickelt sich die Corona-Pandemie bereits und mir war vor der offizieen Absage klar, dass das TABR in diesem Jahr nicht stattfinden könnte.

Was tun mit dem langen Urlaub (während dem mein Liebst weiter arbeiten musste)?
Mein Angebot, die mittleren beien Wochen doch zu arbeiten wurde vom Arbeitgeber dankbar angenommen. Diese Freizeit wurde auf Anfang September verschoben und wird mich hoffentlich in Frankreich sehen.

In der ersten Phase lag ein Teil des Stadtradelns in Nordhorn und die SauBerland Superrandonnée war mein Einstieg in dieses Event mit dem Wolf.

Nun war also eine Velomobiltour fällig, die Bluebird und mich wirklich auf die Probe stellen würde: Bergtauglichkeit? Durchhaltevermögenüber mehr als 3 Tage? Einstell- und Änderungsbedarf?
Also in die Berge. Nette Menschen besuchen. Ein neuer Anlauf auf das Timmelsjoch (1982 hatte ich am (Sonn-)Tag davor einen Lagerschaden am Zahnkranz und keine Zeitreserve. Vor 10 Jahren war ich nicht fit genug.) Und pünktlih zur standesamtlichen Trauung unserer Tochter wieder zu Hause sein!

Der Plan

Tag 1 Samstag 27.06. Rommerskirchen Bad Wildbad ca. 400km 3700hm
Tag 2 Sonntag 28.06. Bad Wildbad Hüfingen zum Enkelkind, nur 130km 1800hm
Tag 3/4 Montag 29.06- Dienstag 30.06. Hüfingen – Brixen ca 400km via Fernpass und Brenner
ca. 410km 6250hm
Tag 5/6 Mittwoch 01.07. – Donnerstag 02.07. Seiser Alm, Grödner Joch, Jaufenpass bis Moos
bis Sterzing ca. 158km 4990hm
Tag 7/8 Freitag 03.07. – Samstag 04.07. Timmelsjoch, Oetztal, Mittenwald, Kissing
ab Sterzing ca.300km 7765hm
Tag 9-11 Sonntag 5.7. – Dienstag 07.07. Kissing – Nordhorn, ca. 700km 5450hm

Tag 0

Freitag gegen Mittag konnte ich absehen, dass ich pünktlich Feierabend machen könnte. Da ich an den Abenden davor das wichtigste fertig gepackt hatte, beschloss ich die lange erste Etappe abends schon einmal anzuknabbern. In der Mittagspause buchte ich ein Hotelzimmer in -bad Hönningen.
Nach der Arbeit also in die Wohnung, schnell etwas gegessen und den Vogel fertig gepackt. Kette ölen und Luftdruck kontrollieren blieb dadurch auf der Strecke, aber er lief ja 😉

Die Chefin vom Park- Hotel ist extragegen 21:00h noch einmal ins Hotel gefahren, um mich aufzunehmen. Der Vogel wurde in eine Garage sicher verwahrt. Geduscht. Gegen 10 dann ausgegangen, gibt es etwa noch etwas zu Essen? Gleich nebenan ein großer Biergarten.
Mit Glück und zureden bekam ich immerhin noch ein Bier.

Tag 1

Wer später kommen darf, mag nicht gleich wieder Extrawünsche bei den Frühstücksmodalitäten und Zeiten äußern. Frühstück ab 8:00h war mir eigentlich zu spät. aber ich bekam alles, was ich abends zuvor auf der Wunschliste angekreuzt hatte und war um 9:00h wieder unterwegs (Also hatte der Aufbruch am Vorabend mir keinen Zeitvorteil verschafft, eher im Gegenteil). Um die Zeit wäre ich ich auch bei dem vorgeplanten Start um 5:00h in Hönningen durch gewesen.
Nachts hatte es geregtnet, nun war es wieder trocken, es ging über noch etwas vertrautes Terrain bis Neuwied. Durch die Breveterfahrungen mit der Rheinbrücke fand ich die Auffahrt zum Radweg auf Anhieb.

Dann linksrheinisch weiter bis Koblenz

weiter linksrheinisch an den Perlen des Mittelrheins vorbei, Loreley, Rheinpfalz bei Kaub, bis Bingen

von Bingen an der Nahe entlang und dann durch die Pfalz nach Worms. Hier ging es schon mal etwas bergauf und war sonnig und warm, sodass ich zum erstem Mal den Lukendeckel auf seinen Fuß stellte und offen mit windschnittigem Sonnendach fuhr. Ging gut, macht Spaß und ist auch bis ca. 45 km/h problemlos zu fahren.
Vor der Abfahrt nach Worms konnte man schon den Odenwald sehen. Und da oben hatte ich nach mehrfachen umbeantworteten anrufversuchen in beide Richtungen Den Besuch bei meinem Freund Benny und seiner Frau Tebarik bestätigt: Wir gehen davon aus, dass Du bei uns pennst!“- „Nein, ich muss/ will noch BAd Wildbad.“ “ Oh! aber gegrillt wird trotzdem“.

Sehr gern! und vorher geduscht und umgezogen auch.
Nicht nur eine lohnende Pause sondern auch ein sehr netter, lange überfälliger Besuch! Danke Euch beiden!

Natürlich wurde es ziemlich spät, bis ich dort eher nach, als um 18:00h wieder loskam.

der Neckar mit der Brüke, deren Fahrradweg fürs Velomobil schwierig zu befahren ist.

Gut gestärkt fuhr es sich aber gut. Bei Karlsruhe führt mein Track das Pfinztal hoch. Es wurde langsam dunkel und schon einmal abschnittsweise richtig steil. Die rasanten Kurven hinab zu Enz kannte ich schon aus dem Auto und das Enztal hiauf ließ sich bei sehr wenig Verkehr gut fahren.
Den Abzweig, die Alte Steige hinauf habe ich im Dunkeln verpasst, wollte aber die Ehrenrund durch die Stadt mit den Biergärtnern nicht drehen und habe so verkehrswidrig die Bismarckstraße stat der Uhlndstraße genommen. Die ist möglicherweise NOCH steiler ???

Feierabend!

Tag 2

Ausschlafen, gemütlich Frühstücken und mit den lieben Gegenschwiegern in Bad Wildbad plauschen. Meien Klamotten waren alle sauber und schon wieder trocken (ich hatte gestern ja beide Garnituren durchgeschwitzt!).
Meine Sibensachen einpacken ging dann schnell und weiter.
Gut 100 km, das Enztal rauf (wie wird sich das fahren?!) und dann tendeziell wieder bergab zur Enkeltochter, maximal 4 1/2 h war die optimistische Erwartung.
Nun, erst einmal ging es die Alte Steige steil weiter hinauf in den Wald. Vielleicht nehem ich beim nächsten Mal doch den Umweg durch die Stadt.
Das Enztal fuhr sich dann gar nicht so schlecht. Nur ganz oben bei der Sommerrodelbahn im Poppeltal wurde es steil. Dafür gab es auch ein bisschen Kühlwasser von oben.


Tendetiell bergab war dann doch ganz schön anstrengend. In Seedorf hatte ein Gasthof an der Straße geöffnet- und dann brauchten die über eine halbe Stunde für einen Eisbecher, grrrr.

Als ich erst einmal In Villingen Schwenningen war, ging es dann wirklich rasch bis Hüfingen. Charlotte freute sich und die Tagesetappe fand ihren Ausklang beim Bad im Kofenweiher.

Tag 3

Montag Morgen, der erste Tag, an dem der Kindergarten Charlotte wieder haben wollte, Caro und Joe müssen arbeiten: um 9:00h war ich unterwegs in die Alpen. Bis Brixen 400km, Fernpass und Brenner in der zweiten Hälfte. Also wollte ich erste einmal Strecke machen. Auf der Bundesstraße die Donau entlang lief es auch richtig gut, durch Tuttlingen ging so und dann ging es erst einmal hoch. Die Wirtschaftswege neben der Straße waren leider nur zum Teil gepflastert. Die Idee, diese auch dort zu benutzen, wo die Straße nicht für Fahrräder gesperrt war, fand ich im Nachhinein schlecht.
Am Vortag war mir der Nylonstab rausgefallen, mit dem die Öffnung des NACA-Ducts, der Lüftungsklappe im Lukendeckel, geregelt erden kann. Wir hatten versucht, das Teil wieder einzukleben und auch noch eine Schlaufe aus einem Nylonfaden mit eingeklebt. Das hielt aber, leider und erwartbar nicht lange.

Das Allgäu war so hübsch, wie immer. In Altusried gabs ein nachmittäglichliches Mittagessen mit im Garten gepflücktem salat und kleinen Erdbeeren beim Nachtisch.
Nun wurden auch die Aussichten imposanter.

In Pfronten gab es noch einmal einen Kaiserschmarrn. Stärken und Planung für den Rest des Tages. Auf dem Höhenprofil waren noch drei Zacken in der Nähe und dann der Brenner auszumachen. Den ersten dieser Anstiege wollte ich heute noch schaffen. Das müssten noch etwas mehr als 30 km sein bis Lermoos. Und wie schnell ich dort sein würde- keine Ahnung. Mit booking.com fand ich das Sporthotel Unser Loisach, machte ein Zimmer fest und fuhr los. Anfangs lief es richtig gut im Tal, der Pflichtradweg war leier streckenweise Mountainbike-pflichtig. Der Anstieg ging dann auch irgendwie- es ist schon gut ein Ziel vor Augen zu haben. Von meinem Zimmer hatte ich eine grandiose Aussicht auf das Zugstpitzmassiv. Das Rad stand sehr gut in der großen Garage. Nach dem Duschen gab es an der Bar noch eine Wurst- und Schinkenbrotplatte und zwei Feierabendbier. ein guter Tag.

Tag 4

Gut geschlafen, gut gefrühstückt. Im Hotel gibt es eine Werkzeug- ud Wartungsecke. Die Kette geschmiert.
Um halb neun gings los. Fernpass. Die Steigung ging ganz gut. Einiges an Verkehr, aber nicht kritisch.

Und schnell wieder herunter. Käffchen und Apfelstrudel in Nassereith.

Weiter über den nächsten Anstieg ins Inntal, zum ersten Mal durch Telfs. Dann ein Stück am Inn entlang nach Innsbruck. Der Stadtverkehr war echt lästig.
Als ich endlich durch Innsbruck durch war, ging es gleich steil bergauf. Die Startkanzel der Skisprungschanz blieb bald zurück.

Die Nebenstrecke über die Ellbögen nach Matrei war wirklich steil, die Sonne schien auf mein schräges Verdeck und irgendwo bekam ich Lust auf ein Eis. Aber es war Dienstag und da hat man in der Gegend Ruhetag. beim Bärenwirt war immerhin die Tür auf. Aber nur den Junior an der Rezeption und niemad im Restaurant. ber die Toilette durfte ich benutzen- vielen Dank dafür!
Zwishendurch wa eine Straßenbaustelle mit Wechselampel und einspurigem Verkehr über das ungepflasterte Straßenbett. Die Jungs haben natürlich nicht schlecht geschaut. In den Alpen war der sehr stereotype erste Kommentar zum Velomobil fast immer: „So etwos, ja dös hob i ja noch nie g`sehn!“ Ein junger Prachtkerl von einem Straßenbauer hatte ein paa Fragen, der Plausch war sehr nett. Über den Brenner- heut noch?! Was den Fernpass bist heut auch schon gefahren??? „Für mich bsit Du der WILDESTE!“ Was für ein Kompliment!

Schließlich fand sich noch en Gasthof mit nicht abgeschlossener Eingangstür. Auch wenn die Logiergäste nur vergessen hatten, diese wieder zuzusperren. Als die Chefin vorbeikam, bekam ich auch meinen Kaffee und mein Eis.

und das Höhenprofil versprach, dass das schlimmste für heute geschafft sein sollte. Nach Matrei ging es ein bisschen hinunter und dann auf der Bundesstraße mit mehr Verkehr abe meist auf dem großen Kettenblatt hinauf zum Brenner.

endlich oben!

Da oben habe ich noch das letzte mitgebrachte Brot verzehrt und mich dann auf die rasante Abfahrt nach Brixen gemacht. Lange Strecken über 50 und 60 km/. Vmax des Tages mit 91,8 auch nicht schlecht.
Meine Freunde Gabi und Herrmann traf ich, als sie mit ihren Stadträdern nach Hause kamen kurz vor ihrer Wohnung an. In normaler Kleidung statt im Fahrraddress htte ich sie ja fat nicht erkannt ;-)))
Dusche, Waschmaschine, leckeres Essen, gute Gespräche beim Wein… Herzlichen Dank für den wunderbaren Abend und die Gastfreundschaft!

Tag 5

Um auf die Seiser Alm zu kommen muss man aus dem eisacktal ein anzes Stück nach oben. Mein Track führte über Kastelruth, doch Gabi riet mir entschieden davon ab: zu viel Verkehr, Tunnel- da wrde sie NIE mehr langfahren. Sie empfahl stattdessen das schmale Strässchen von Atzwang hinauf nach Völs. Nun ja der Anfang sei schon ziemlich steil …

Das erste Stück ging also am Eisack entlang bergab, an Klausen vorbei bis Atzwang, meist auf dem Radweg.

Ich hatte dafür keinen Track und wurde etwas nervös, ob ich nicht vielleicht vorbeigefahren wäre. Aber dann kamen die angekündigten Wegmarken: ein Holzbrücke, eine rostige Stahlbrücke, noch eine Holzbrücke- also über den Fluss, unter der Autobahn durch und – HALLO- das war wirklich steil!

In Völs angekommen hab ich einen klassischen Brunnen mit dünnem Wasserstrahl in einen ausgehöhlten Baumstamm eine willkommene Abkühlung gefunden.
In Seis hätte ich ja gerne einen Kaffee genommen, aber an meiner Route gab es nur einen Espresso im Pappbecher aus einem Kiosk, sonst hatte mal wieder alles zu.
Der folgende Anstieg auf die Seiser Alm war erneut steil, aber nicht mehr soo schlimm. Außerdem fuhr ich in einer Wolke und bekam etwas freundlich fein zerstäubtes Kühlwasser von oben.

Stolz oben angekommen fand ich in Kompatsch die kleine Huber Schwaige und bekam noch einen Platz und ene leckere Suppe, feines Gulasch mit Klößen und diesen Nachtisch. Zunächst wurde ich belatschert, wie gefährlich das doch alles sei, mit dem kleinen Ding. Vor dem Aufbruch konnte ich nur mit äußerster Mühe den angebotenen Schnaps ausschlagen und zu meinem Wiederaufbruch strömte die ganze Mannschaft nach draußen und filmte und fotogafierte, was das Zeug hielt. Während der Pause konnte ich schon einmal die Zusammenfassung der ersten Zageshälfte bestaunen.

Also weiter über die Alm, wie schon 1982 und versuchen bei der Saltria den Fahrweg hinab nach St. Christina zu finden. Der Busfahrer an der Saltria war mürrisch und wollte mich über Kastelruth schicken. Wanderer wiesen mir dann den richtigen Weg. Und er war mindestens so schlecht, wie erwartet/ befürchtet. Immerhin ging es fast nur bergab, sodass ich es langsam rumpeln und rollen lassen konnte. Den kleinen Gegenanstieg habe ich dann komplett geschoben.
Das Haus, in dem wir vor Jahren eine Ferienwohnung hatte jetzt nicht nur die Lastenseilbahn vom Parkplatz für das Gepäck, sondern offenbar einen Personenaufzug bekommen. Zum Kaffe und Apfelstrudel war ich dann in Wolkenstein. W-LAN gab es dort auch, so dass ich die Kaffeepause um eine erste Abendmahlzeit verlängerte und bis 18:00h dirt hocken blieb um die Familienvideokonfernz zu Ehren von Johannes 30. dort mitzumachen.

Da draußen mit dem Verkehrslärm verstand ich aber nicht so viel von dem Familiengewusel. Und mir wurde kalt. Und das Grödner Joch harrte auch noch meiner. Immerhin hatte ich mir, wieder über booking.com ein Quartier in Kolfuschg organisiert.
Kurz vor der Passhöhe verschwand ich wieder in einer Wolke. Der Dunst war aber so dünn, dass teils die sonnebeschienen Steilwand der Sella hindurchschimmerte. Ein unwirklicher, schöner Anblick, der aber auf meinen Bildern kaum zu erahnen ist.

Das Helle oben links ist nicht Wolke sondern Berg!!!

und dann war ich oben! Die Abfahrt mit den vielen Serpentinen macht auch mit dem Velomobil Spaß, die Bremsen haben das auch brav mitgemacht, fingn nur etwas an zu quietschen. Und dann brach die Wole auf und gab diesen wunderbaren Blick mit dem Regenbogen frei!

Die Pension Merisana hatte ich ausgesucht, weil sie günstig war. Das Haus war aber sehr geschmackvoll modern renoviert, das Zimmer gemütlich, das Bad groß. Die Wirtsleute sehr sehr angenehm und der Fahrrad/ Skiraum zu ebener Erde neben dem Haupteingang mehr als groß genug für meinen Vogel. Auf dem Rückweg vom Nachtmahl dann noch der Mond hinter der Sella. Schön, schön schön!

Superrandonnée SauBerland Achterbahn

Warum macht man so was?

Nun bei Brevets bis hin zu PBP und LEL ist meine Antwort: weil ichs kann.

Das TransAmBikeRace, das ich eigentlich momentan bestreiten wollte: weil ich glaube, dass ich es – mit ein bisschen Glück- jetzt mit fast 60 noch können könnte.

Superrnadonnées mit echter Langstrecke und massig Höhenmetern sind noch einmal eine andere Nummer. Und geht das mit einem Liegerad? Hier also die Antwort: weil ich wissen will, ob ichs kann!

Die SauBerland Achterbahn
ist eine offiziell zugelassenen Superrandonnée vor der Haustür, erstellt von Andreas Roeschies. Teilstrecken sind mir aus seinen Wuppertaler Brevets bekannt. Man fährt alleine (oder in der Kleingruppe), die Kontrollen sind geschickt plazierte Fotokontrollen, kurzum Corona-tauglich.
der Name setzt sich aus Sauerland und Bergischem Land zusammen, wo ein großer Teil des Tracks verläuft und Achterbahn erklärt sich durch das unentwegte auf und ab von selbst.

das Rahmenschild blieb irgendwie zu Haus

Ich bin ja erst spät- 2015 mit 54 Jahren zum Randonneur geworden. Und ohne Liegerad ist mir das – für mich!- nicht vorstellbar. Mit Sturmvogel war meine erste Liege auch gleich ein Velomobil. Mit dem Fuego hatte ich schon Brevets bis 400km bestritten. Einer der Gründe den AT1 von wolf&wolf zu kaufen, war der Traum, damit auch SRs (Superrandonnées) wie „Belchen satt“ oder gar die „1000 du Sud“ angehen zu können. Diese neue Strecke bietet somit die Möglichkeit eines Selbsttests ohne Fernreise.

Los gehts!(?)

Donnerstag (Fehlplanung, das Stadtradeln Nordhorn fängt doch erst am Freitag an) 10:00h hatte ich bei der Anmeldung als Starttermin angegeben. Dienstag und Mittwoch hatte ich überwiegend mit Packen, Rad optimieren und mentaler Vorbereitung verbracht. Das Rad ins Auto. Das Gepäck ins Auto. Nur den Beutel mit u.a. den Ladekabeln draußen lassen, um Uhr und Handy auf der Autofahrt nach Wuppertal noch aufladen zu können- dies hat auch geklappt. Aber als ich pünktlich in Wuppertal stand- war der Beutel, in dem auch Portemonnaie, Ausweise, Führerschein waren- zu Hause. Zum Glück reichte der Sprit noch für die Rückfahrt! Dann ein Blick auf die Wetterkarte und der Beschluss, den Start auf Freitag zu verschieben, dann eher früh morgens los. Dann würde es nur an einem Tag nass und nicht an zweien.

Jetzt aber!

Diesmal ist wirklich alles dabei.
Das Startforto unter der Uhr am Bahnhof W-Oberbarmen. Nach 60 Stunden müsste ich also Sonntag 18:30 im Zel sein.

Auf bekannten Straßen geht der Track aus der lauten Industriestadt zunächst Wupper- aufwärts hinaus ins Grüne. Ich bin wach, entspannt und fühle mich gut. Es läuft.

erste Pinkelpause
Das Wetter: durchwachsen, noch trocken
die weiteren Aussichten: eher trüb
Erstes Kontrollfoto 7:36h ca. 17km

Also gleich weiter. Die erste Abfahrt genießen. Achtung der Abzweig von der Hauptstraße im Tal in das kleine Nebensträßchen kann nur einen steilen Anstieg bedeuten: hinauf nach Rumscheid! das ging in den letzten Jahren mit Sturmvogel und Fuego auch schon deutlich mühsamer. Ohne brennen in den Oberschenkeln und ohne Absteigen zur zweiten Kontrolle.

entlang der Ennepetalsperre
Über die Staumauer
Roadkill: es gibt (gab?) noch (einen) Feuersalamander im Bergischen Land
ich hab die Sonne gesehen!

Kontrolle 2 Rumscheid, Etappe ca. 22km, Ankunft 8:50h

Auch die nächste Etappe nach Menden kannte ich schon aus mehrere Brevets. Schön, wenn man sich beim Vorbeifahren erinnert, wo man einmal einen falschen Abzweig genommen hat. Meist bergab, trocken; easy. Kaffepause in der Tankstelle, die Bedienung wie immer sehr nett.

Kontrolle 3 Tankstelle Menden. Etappe ca. 30 km Ankunft 10:27

Hinter Menden kam ein Stück, das ich noch nicht kannte, sanft gleichmäßig bergauf im Hönnetal nach

Etappe ca. 12 km; Ankunft 11:25h
Steiles Tal sanfter Anstieg der Straße ;-))

Die nächste Etappe führt zunächst weiter relativ gutmütig bergan, als Tourist hätte man auch einen Abstecher als Höhlenforscher machen können.

Langsam zieht es sich zu, erste Tropfen von oben

Eine geile Abfahrt nach Werdohl hinunter, unten Stau und viel Verkehr, zunehmend auch die schweren LKW, die zum oder vom Steinbruch fuhren, der 5. Kontrolle

Etappe 5, ca. 21km lang. Ankunft 12:38h

Weiter ordentlich rauf, nach Plettenberg runter, dahinter in Serpentinen wieder hinauf nach Sundern. Kurz davor gab es dann ernsthaft „von oben“ und meine schon den ganzen Tag eher zu dünne Kleidung macht mich nicht mehr warm. Eine längere Pause hatte ich mir verdient, aber ich braucht 3 (DREI) Heißgetränke, bis ich nicht mehr bibberte.

Etappenlänge ca. 29km. Ankunft um 14:17h.


Hier nahm ich schon einmal mit H. aka @fafnir Kontakt auf, der angeboten hatte, ab Frankenberg /Eder ein Stück mit mir gemeinsam zu fahren. Der Wetterbericht sagte, es werde gegen 17:00h aufhören zu regnen. Das war mir zu lang. Also – buchstäblich- alles angezogen, was ich dabei hatte und hinaus in den Regen. An der nächste Kreuzung dann das:

Ketteriss der erste, nach Entfernen eines Doppelgliedes ging der erste Gang noch. Hielt aber nicht, nach 1,5km musste noch ein Glied dran glauben und damit war das 50er Ritzel nicht mehr fahrbar.

Zusammengefasst: Sundern war echt blöd!

Als ich endlich wieder loskam, war es fast 17.00h und wie bestellt klarte es auf. Nur dass ich die steilen Stellen auf den schönen kleinen Wegen jetzt schieben musste.

Die nächste Etappe nach Andreasberg (sic!) war Achterbahn pur, rauf und unter durch schöne Gegend. Das Wetter wechselhaft aber nicht mehr so viel „von oben“. Andreasberg erreichte ich noch im Hellen um 21:03.

kräftig „von oben „
Etappe ca. 45 km Ankunft 21.03h.

Dann ging es in die Nacht. Die nächste, relativ lange Etappe nach Affoldern am Edersee brachte nur eine gemächliche, stetige Steigung und danach eine ebenso lange Abfahrt. Dabei wurde es dann wieder ziemlich frisch. In Korbach lag gegen Mitternacht eine geöffnete ARAL-Tankstelle fast am Weg. Zwei Tische waren rot gekreuzt, der größte nicht. Eine heißgemachte Frikadelle und einen großen Milchkaffee bekam ich schnell. Mitleid gabs gratis dazu. Aber als ich anfing, die Frikadelle zu verzehren … (Corona!) Ich habe ein bisschen lamentiert, mir den Toilettenschlüssel geben lassen und in der Zeit die Frikadelle heruntergewolft. Den letzten Rest Kaffee konnte ich dann quasi im Aufbrechen herunterspülen.

Vollmond hilft dem Randonneur
wenns nicht regnet ist es nie ganz dunkel. Pinkelpause- irgendwo
Affoldern: Etappe ca. 77km. Ankuft 01:35h am 6.6.

Auch die Strecke nach Frankenberg ist vom Profil unproblematisch: einmal lang rauf und dann wieder lang hinunter. Auf dem Bahnsteig habe ich den/einen Fahrkartenautomaten mit oder ohne Zeitangabe nicht gefunden.

Einerseits der gute Mond,
andererseits beginnt die Dämmerung
Etappe ca. 33km,
Ankunft 03:54h.

Weiter ging es mehr oder weniger stetig bergauf, mit zunehmender Morgendämmerung bis Medebach.

Etappe ca. 22km. Ankunft 05:21h.
Kirchturm von Medebach in der Früsonne

Hier hatte zum Glück einer der Bäcker schon auf. Nach einer Ansprache „Wir haben hier Regeln!“ und dem Eintrag in die Gästeliste konnte ich pausieren, frühstücken, aufwärmen, verproviantieren- himmlisch!

Erst um 7:44 startete ich wieder das Wahoo. Eigentlich gut gestärkt und etwas ausgeruht kam jetzt der Anstieg um höchsten Punkt der ganzen Tour zum Kahlen Asten. Ohne den ersten Gang wurde die mehrspurige Bundesstraßen zur Schiebestrecke.

Die Idee, mit Verringern der Kettenumschlingung die Kette funktional zu verlängern funzte auch nicht. Der Versuch unterbrach immerhin das langweilige Schieben, zählte aber insgesamt rückwärts.

die Ruhr unmittelbar nach der Quelle; hätte ich ohne das Schild so nicht erkannt;-)
Etappe ca. 22km. Ankunft: 9:54h. Über 2Stunden! Aber auch 640 Höhenmeter.
Rasch hinab , ca. 12km, Ankunft 10:24

Hier habe ich etwas gevespert. Der Mensch von dem Grundstück interessierte sich sehr für mein Rad, erzählte von den neuen E-bikes von seiner Frau und sich, den Schwierigkeiten im Hochsauerland und dann mit Kindern!- Rad zu fahren- sehr nett!

Weiter ging es wieder auf und ab in Richtung auf den ominösen Radwegweiser nach Eschenburg. Kurz nach 12:00h Samstags, also schon nach dem offiziellen Ladenschluss sah ich in Bad Berleburg links einen Fahrradladen, wo draußen ein Kunde beraten wurde: zu einem E-bike natürlich ;-). Ich zog also rüber und bat um die nein nicht letzte aber nötige Ölung meiner Kette- und die Empfehlung für leckere Pasta. Die Minute bis zum Öl wurde etwas länger, weil auch noch ein Helm verkauft werden wollte und dann, dann: UNGLAUBLICH! Das Rad läuft ja wieder! Davon gingen zwar die Schmerzen in beiden Knien und das beginnende, noch schmerzfreie (und bis zum Verschwinden drei Tage später auch schmerzfrei bleibende) Knirschen in der linken Achillessehne nicht weg. Aber adäquater Druck aufs Pedal wurde wieder mit adäquatem Vortrieb belohnt, welch ein Segen!
Die Restaurantempfehlung war geschlossen, also gab es Bolo in einem Döner/Pizza/Nudel/alles Platz. Kaum hatte ich Platz genommen, tobte draußen ein Platzregen nieder, als ich aufgegessen hatte, war der Spuk vorbei. Dort erhielt ich ein Nachricht von fafnir, er sei in Haiger! Nun, ich noch nicht, textete ich zurück, aber er wollte mir wohl entegen kommen.

Auf und weiter also. In Bad Laasphe wurde ich in einem Kreisverkehr von einem entgegenkommenden Rennradler freundlich gegrüßt. Der wendete und entpuppte sich als- genau fafnir, nicht auf seinem M5 high racer, sondern auf seinem alten Koga Miytata- Renner. Schon eine andere Silhouette, als gewöhnt ;-).

erst einmal Pause, Kaffee, Waffeln, Eis und Randonneurslatein. Vor- und Nachteile von Liegrädern und Rennrädern durchhecheln… Wobei fafnir im Moment zurück aufs Rennrad drängt, weil schmerzendes Sitzfleisch, Nacken Schultern und eingeschlafene Körperteile für ihn derzeit dazugehören, um ihn in der Schar der Randonneure vollwertig integriert sein zu lassen.
Wie oben schon gesagt: ohne Liegerad wäre ich spät berufener gar kein aktiver Randonneuer, sondern würde, vielleicht, davon träumen.

Zusammen als bald weiter, mit Begleitung bis Haiger, wie schön!

Der Wegweiser steht genau an der Kreuzung, an der ich mir das vorgestellt hatte.Strecke ca. 42km, Ankunft 16:03

Nun kam erst einmal ein biestiger steiler Anstieg: schieben. aber das auf und ab verging in Gesellschaft sehr angenehm. das Wetter wurd wieder richtig gut. In Haiger bog fafnir nach Hause ab und überließ mich dem Anstig zum Autohof. Länger und steiler und länger und länger, als gedacht. Gibt es dort velleicht ein Fernfahrerhotel?

Abzweig Autohof Haiger Burbach, Etappe ca. 35km, Ankunft 18:31h. Eigentlich ja zu früh zum Übernachten, aber was kommt dann???

Immerhin habe ich dort mein erste warme Abendmahlzeit eingenommen und nach einem Hotel in der Nähe gesucht. Fündig wurd ich in Burbach (wie in Haiger Burbach, NICHT das Burbach der nächsten Kontrolle) im Hotel Bechtel: günstig, gute Preis Leistung, lecker Essen mit großen Portionen. Das Rad kam in die Garage und ich bekam gezeigt, wie ich am nächsten Morgen ohne jemanden zu bemühen mich vom Acker machen könnte.

Die Aufzeichnungen der Uhr sagen, ich habe über 5 Stunden geschlafen. Jedenfalls stand der Wecker auf 3:00h und ich habe alles wieder eingepackt, was nicht hinter dem erst nach dem Ankommen und auspacken und zum Trocknen aufhängen zugezogenen Vorhang versteckt war (die Handschuhe und der Merino-Buff). Das Wetter war schön vorhergesagt, also habe ich eine Schicht nicht angezogen und saß um 3:43 wieder auf dem Rad. Erneut in einer frischen Vollondnacht, noch im Dunkeln

der erste Anstieg zurück zum Track im Mondlicht

Zunächst ging es deutlich bergauf. Die Pause hatte mir und insbesondere den schmerzenden Gelenken sehr gut getan. Die Knie zwickten noch, ich konnte aber deutlich mehr Kraft aufs Pedal bringen und so ohne zu Überziehen Steigungen wieder hinauffahren, die ich am Vortag hätte schieben müssen. (Ein paar Schiebestücke waren dann doch noch dabei). Wie mir fafnir gestern auf den Weg gegeben hatte: wenn ich früh genug aufbreche (check!) und mich ranhalte, kann ich das noch im Zeitlimit schaffen.

Auf den Anstieg folgten gefühlt eine geile Abfahrt auf die nächste. Es saust runter, mal gerade, mal mit Kurven und Serpentinen- geil! Aber mir wurde wieder richtig kalt.

unterweg wieder so ein Vollmond-
Sonnenbild von links nach rechts. Oh du schöner Westerwald!

Etappe ca. 41km. Ankunft: 06:25h.

Die nächste Etappe führte zunächst rasant zur Sieg hinunter nach Wissen. Die Kontrolle war dann aber auf dem anderen Ufer wieder in der Höhe in Birken-Honigsessen (was für ein schöner Name!) Auf der eigentlich ausgestorbenen Straße fuhr ich Zusatzmäander , also im Zickzack bergauf, um fahren zu können und nicht schieben zu müssen. Da eine helle Fahrradklingel hinter mir! Eine Fru auf dem E-Bike fährt mühelos an mir vorbei. Als ich später am Ortsschild in der Sonne etwas esse, kommt sie wieder zurück. Sie war wohl beim Bäcker, der in Ortsmitte so früh morgens schon geöffnet hat, Gelegenheit für einen doppelten Espresso und frischen Zuckerkuchen für den Proviant.

Hier das Ortschild schräg von der Seite, sonst wäre es im Gegenlicht nicht lesbar gewesen. Etappe ca. 10 km. Ankunft 07:30h.

Die nächst Etappe wäre früher zu Ende gewesen, als ich gedacht hatte. Daher bin ich am Ortseingangsschild von Seifen tapfer steil bergauf vorbeigefahren, mein Track ging ja noch viel weiter. Oben, an der kleinen Kreuzung ein Dilemma: zurück zum eigentlich richtigen Schild- nö! Geradeaus wo der Track langführt ist KFZ-Verkehr gesperrt, also vielleicht auch kein Ortsschild? Also erst einmal mit dem Rad relativ flach nach links: Feldweg, kein Schild. Dann zu Fuß nach rechts. Serpentinen hinab ins Tal, ein Ortsschild! Aber ein Foto mit Bidon und Warnweste statt Fahrrad, muss vielleicht auch einmal reichen?

Dann zurück zum Fahrrad aufgestiegen und weitergefahren. Nach 100m dann die Gelegenheit:

Etappe ca. 11km. Ankunft ca. 8:45h.

Nun ging es noch einmal anspruchsvoll auf und ab hinauf zur Nordhelle. Und ich dachte bei mir, es könnte vielleicht noch klappen mit dem Zeitrahmen, aber sicher ist es nicht. In Nordhellen, einem kleinen Dörfchen hatte ich meine Flaschen leergetrunken. Am Ende des steilen Weges hinab habe ich am letzten Haus geklopft (Hühner im Garten, wunderbare Blumen, Hausschlüssel steckte außen, aber keine Klingel und ließ mir eine Flasche mit Kraneburger nachfüllen, für den letzten Anstieg auf die Nordhelle mit nur einem Buchstaben weniger. Das zog sich, erst auf der kleinen Motorradverseuchten Straße hinauf, dann rechts in den unbefestigten Waldweg. Jetzt muss es aber doch bald mal kommen. Pustekuchen: noch 9km sagt das Wahoo. Drauf erst einmal Pinkelpause und eine Hand voll Kekse! Schließlich war der Weg zum Gipfel wieder asphaltiert, aber im letzten Teil heute zu steil für mich, noch einmal etwas geschoben

Etappe ca. 50km, Ankunft: 13:00h.

Die Hütte war geöffnet, Zeit für ein deftiges Mittagsessen, Flaschen auffüllen, nach 30 min. gings weiter. Die Abfahrt auf der breiten, gut ausgebauten Straße: ein Rausch. Der Gegenanstieg durch den Wald nach Herscheid: wieder zum Schieben steil!

Etappe ca. 5km, Ankunft 13.47h.

Noch zwei Etappen. Die nächste das klassische Auf und Ab. Dann die Bahntrasse hinauf nach Lennep, stetig aber lang? die kannte ich wieder von den Brevets der letzten Jahre- aber nur in der Gegenrichtung bergab. Es könnte also wirklich sehr knapp werden!

Etappe ca 21km, Ankunft 15:23h. Noch/ nur noch 3 h bis zum Limit!

Auf der letzten Etappe war es nicht mehr weit und nicht schwer bis zum Beginn der Bahntrasse in Ohl. Hier hatte Andreas schon mit Süßigkeiten und Stempel für die erste Etappe eines Brevets auf uns gewartet. Und nun? Lief es bis Wipperfürth, nein bis Hückeswagen einfach nur genial! Der Tacho wagte sich in verwegene Bereiche um die 30 km/h und es ließ sich eine echte Zeitreserve erwarten! Dann kam der Anstig nach Lennep, auch hier lief es, ohne Krampf und Kampf. Aber es meldete sich ein Hüngerchen. Also: letzte Pause, sonniges Fleckchen am Wegesrand und den Zuckerkuchen aus Birkenhonugsessen niedergemacht! Dann ging es zügig bis oben und auf mir noch unbekannten Wegen auf großen, lauten, verkehrsreichen Straßen nach Remscheid immerhin hinab bis zum letzten, schon von Andreas als steil zugegebenen Abstieg nach Cronenberg. Für mich also wieder mit ein paar Schiebeeinlagen.

Endlich und doch plötzlich am Ziel!‘
Etappe ca. 44km. Ankunft 18:02h. Fast eine halbe Stunde Reserve! ;-)))

Ziellos am Ziel (Foto recht, kein Besuch der Tanke notendig, also dort auch kein Kaffee oder Eis) Kein Schwein nimmt Notiz von der vollendeten Leistung …
Jetzt noch zurück zum Start/ Auto. Hätt ich mir mal dafür auch einen Track gemacht, ich finde Wuppertal unübersichtlich. Also nach dem Weg gefragt, steil wieder hinabgetürzt. An der Stadthalle erst einmal Tante Google konsultiert, ob rechts oder linksrum im Tal. 9km, >1h. Mühsam.

Das Auto erricht, eingepackt, umgezogen und nach Hause gefahren, müde wurde ich unmittelbar vor dem Ziel.

Fazit:
Eine Superrandonnée, Liegerad und ich kann tasächlich passen. Ich bin ziemlich zufrieden!

Du sollst nicht am falschen Ende sparen/geizig sein: Kettenschlösser einbauen, wenn Du sie schon hast! (zum hundertsten Mal!)

Besonders bei hochgebirgigen Tracks: wenn der Wetterbericht nicht optimal ist: verschieben!!!

für die 1000 du Sud anmelden (wie sagt fafnir so schön: wenn du es fährtst, ist dir der Respekt sicher, auch wenn Du das Zeitlimit reißt- und die Chance darauf ist ziemlich groß!

Vorher bekommt der Wolf ein kleineres Kettenblatt und einen Lenker mit längeren Handgriffen.

Der Weg vom Ziel zurück zum Start gehört auch mit b-router gerechnet und aufs Wahoo geladen!

Die Strecke in Portionstracks von Kontrolle zu Kontrolle findet Ihr hier. (bald)

gestatten, ich bin Bluebird, der neue

Mein neuer Milan GT MK 5 004, der erste in der „superlight“ Ausstattung.

Vor über zweieinhalb Jahren habe ich beim Räderwerk einen neuen GT in aktueller Version bestellt, mit dem ich dann in diesem Jahr an TABR teilnehmen wollte, dem TransAmericanBikeRace, das natürlich, wie so vieles im Coronajahr nicht stattfinden kann.

Bluebird ist über 5kg leichter, als Sturmvogel. Außerdem habe ich eine direktere Kraftübertrgung mit dem Becken auf den Sitz und kann viel effizienter treten.
Sturmvogel und ich waren ja oft schon flott unterwegs, aber mit Bluebird geht das alles noch enmal ganz anders ab.
Von Düsseldorf nach Nordhorn ca 3,5 ststt 4,5 Stunden ist schon enorm!

Das „Tattoo“ ist übrigens von Henning, im Velomobilforum @HenningT und unter info@velomobil.net erreichbar.

STURMVOGEL „entflogen“

Am 24.10. wurde das Velomobil gege 18:30 in Düren hinter dem Ärztehaus von Kindern oder Jugendlichen „ausprobiert“ und nicht wieder zurückgegeben.

Darauf wurden sie im Bereich der Kölner Landstraße noch einmal gesehen.

Seitdem habe ich keine Info mehr über meinen treuen Vogel.

Wenn Du dies liest, weil Du diese Webseite auf dem Velomobil gelesen hast- bitte schreib mir einen Kommentar!

update: er ist wieder da!

ein halbes Jahr später rief mich jemand aus Düren auf dem Handy an: in der NAchbarchaft werde gerade eine Garage ausgeräumt und da stehe so ein gelbes Ding…

Die Leute hatten im Oktober mein Flugbltt im Supermarkt mit dem Handy fotografiert und im April das Bild mit meiner Mobilnummer wiedergefunden!

Gerne habe ich den Finderlohn überreicht, die Polizei ließ mich den Vogel erst abholen, nahm in dann doch noch für einpaar Tage in Obhut- von der Staatsanwaltschaft habe ich noch nicht gehört.

Er ist schon etwas ramponiert: die Burschen sind mit der Hutze eingebrochen und haben sich dann vielleicht einfch nicht mehr getraut ihn zurückzustellen. Vielleicht erfahre ich das ja noch einmal.

Demnächst wird er jedenfalls wieder hergestellt, als Zweitvelomobil, am Ertwohnsitz und / oder für den Winter.

BRM 600: die Vierländertour oder der Pannenkönig ist zurück

Wuppertal als Startort ist in dieser Saison für mich ja ziemlich gesetzt. Den 600 kannte ich noch nicht. Er liegt, typisch Wuppertal, früh in der Saison und bietet die Chance, die Qualifikation für PBP schon Mitte Mai abzuschließen.
Andreas hatte für die Kontrolle zur Halbzeit eine Übernachtungsmöglichkeit mit Verpflegung, Dusche und der Möglichkeit eines Bag drops angeboten, was ich gerne gebucht habe.

Mein Plan war, eine Mehrtagestour unter Brevetbedingungen zu fahren, um mich an mein Fernziel TABR 2020 hernzuarbeiten. Konkret also Freitag Anreise von Stolberg nach Wuppertal (120km), Samstag und Sonntag je ca. 300km des Brevets und Sonntag zusätzlich möglichst noch im Hellen starten und nach Stolberg zurückradeln.

Dadurch, dass ich für Montag von der Arbeit zu einem Einsatz nach Düsseldorf abkommandiert wurde habe ich Sturmvogel am Donnerstagabend in Düren in der Praxis stehen gelassen.
An den vergangenen Tagen hatte ich bereits die gerissenene Speiche links vorn ersetzt, die Kette gekürzt und die Schaltung so eingestellt, dass jedenfalls bei der Probefahrt im Flachen VIER Gänge auf dem kleinen Kettenblatt funktionierten- das hatten wir noch nie.
Der leistungsstarke Spannungswandler auf 12V war von @Titanwolf auch wieder angekommen und so war ich, bis auf die ruppig ansprchende Bremse links guter Dinge, dass an dem Vogel alle technischen Systeme für eine lange Tour gerüstet sein sollten.

Als ich Donnerstagabend daran ging, die Tracks auf mein Wahoo zu überspielen kamen von Hajo @Jostein noch seine velomobilspezifischen Änderungsvorschläge- dafür ein dickes Dankeschön!

Freitag früh musste ich also nur noch die Packliste abarbeiten, die Päckchen in die Tasche stecken und mit Bus und Bahn nach Düren zur Praxis fahren. Dachte ich mir so. Der Umstieg vom einen auf den anderen Bus ging noch. Die Umsteigezeit zum Zug in Eschweiler war mit 800m Laufstrecke, orientieren und Behelfsbrücke zum Bahnsteig zu kurz für mich. Der Zug fuhr schon los, als ich gerade oben war. Grrr. Da wusste ich wieder genau, warum ich den muskelbetriebenen Individualverkehr so schaätze. Nun konte ich immerhin vor dem Regen geschützt den ersten Teil des Reseproviants verdrücken.

So ginge es also kurz nach 13:00h in Düren und nicht gegen 10:00h in Stolberg endlich los. in Merzenich war die Schule aus und dort war ich vorher noch nicht durch gefahren, nette Kommentare gab es da!
Hinter Merzenisch konnte ich dann auf der Rückroute von Andreas‘ 300er einscheren und es zunächst auf dem highspeed-Radweg zwich A4 und ICE-Trasse richtig laufen lassen. Köln am Nachmittag war mit viel Verkehr besonders blöd zu fahren, die Leverkusener Brücke habe ich diesmal gut gefunden ud die Balkantrasse lief wirklich gut bergauf, auch wenn das von Opladen bis Lennep schon ein ziemlich langer Anstieg ist! Gegen 18:00h war ich in Wuppertal im Hotel. @Norfiets, den ich dort gegen 17:00h getroffen haben wollte, war aber auch noch unterwegs.
Wir haben zusammen im Wuppertalen Brauhaus gespeist und und uns auf dem Fußweg zurück zum Hotel gewundert, wie viele Polizeiautos dort auf einmal mit Blaulicht unterwegs waren.

Um 6:00 in der früh dann der Transfer zur Bäckerei zum Start, dort gefrühstückt. Vier Velomobile am Start, außer @Hajo, @Norfierts und mir auch noch @I-S-MS im roten df. Die VM-Variante der Strecke führt schon auf dem Hinweg über Lennep und die Balkantrasse nach Opladen. Ingo, der so ähnlich schwer ist, wie ich hängte sich an Hajo dran, dass mustte ich mir nicht geben und bin in Ruhe als letzter oben in Lennep angekommen, die anderen außer Sicht.
Der Track durch Leverkusen zur Rheinbrücke war diesmal sehr zügig und einfach und lief viel besser, als die sonstigen Varianten- will ich mir merken! Kurz vor der Brücke stand Norbert und flickte. Linksrheinisch fanden wir normalsterblichen Velomobilisten uns dann zusammen und fuhren immer mal im Konvoi. Ich hatte den Eindruck, dass sich Ingo dabei zu manchem Zwischenspurt hinreißen ließ, vielleicht ist er aber auch einfach konditionell stärker, als ich. Immerhin konnten Norbert und ich ihn mehrfach wieder überholen, wenn er einen Abzweig verpasst hatte und wenden musste.
Vor Pulheim war ich selbst in einer ähnlichen Situation: eine Gruppe Rennradler kam von links auf dem Originaltrack und bog vor mir auf die Straßen ein. An der Ampel am Orteseinagng hatte ich sie gerade überholt und zog bei gün geradeaus davon. Leider habe ich die Ortsumgehung nicht ganz benutzt sondern versucht, in der Ortsmitte wieder auf den Track zu gelange. Dadurch geriet ich in das Gewirr von Umleitungen und Baustellen. Die Treppe zur Unerführung unter der Bahn hat mir zum Glück eina anderer Randonneur targen geholfen …
Selten habe ich so gelacht, wie in Grottenherten: Wir wurden gerade von einer ganzen Karawane von Mercedes- Cabrios der letzten 40 Jahre überholt, Ingo hatte sich wieder an die Spitze gesetzt und am Ortseingang bog der Track rechts von der Staraße auf einen schmalen Rumpelweg ab. Ing natürlich geradeaus…
300m später wusste ich, dass er es eigentlich sogar richtig gemacht hatte: ich fuhr auf ein Stopschild zu um die Straße zu überqueren und musste ein paar SLs und einem roten df Vorfahrt gewähren. Aber statt nun links auf den Track einzubiegen fuhr Ingo wieder full speed gerade aus. Wie gut dass ich schon lag, sonst wäre ich vor Lachen kollabiert ;-)))

Hinter Gangelt waren wir drei Velonauten wieder zusammen und fuhren in NL fast alle ziemlich brav auf den Radwegen – für meinen Teil immer da, wo die auch für Mofas vorgeschrieben sind.
Der Käptn der Maasfähre interissierte sich sehr für die Velomobil. Auch wenn ich ihn nicht gut verstand, wollte er wohl wissen wieviel Diesel der Milan so verbraucht 😉
Auf dem letzten Stück vor der Kontrolle am trubeligen, vollen Markt in Eisden konnten wir uns schon einmal an die Deichpfade gewöhnen.
1/2 h Pause mit Kaffee, viel Wasser und zwei Stück Kuchen und weiter gings. Fast. Mit meinem Bordwerkzeug konte ich @AndyGodlike noch helfen, den klappernden Ständer an seinem Faltrad wieder festzubekommen.

Es folgte Andres dritter Track, zunächst an der Maas bzw. dem Albertkanal entlang nach Lüttich. Eigentlich lief es da großartig und ich war ein kleines bischen schneller, als die beiden anderen und verlor sie zwischendurch ganz aus dem Rückspiegel. Es lief gut, bis auf Hacourt, wo die Auffahrt wegen Bauarbeiten gesperrt war und ich ein ganzes Stück auf Nebenstraßen gefahren bin und immer wieder versuchte, auf den Uferweg zu kommen 😦
Vor Lüttich zeigte mei das Wahoo dann nur noch den Track und keine Straßen und Wege mehr an. also blieb mir nur mit hoher Auflösung und Auferka´samkeit für die ausgeschilderten RaVels zu fhren und so kam ich auch ziemlich glatt durc die Stadt. Und begenete , von hinten kommend, wieder @norfiets und @I-S-MS.

Der Ourthe-radweg, ist, wie von Andreas versprochen sehr schön- eigentlich. auch hier aber „deviation de RaVel“ mit engen, steilen Brückenrampen, auf einer Brücke fühlte ich mich auf der einen Seite hin- und uf der anderen gleich wieder zurückgeschickt. Die Straße war zum Wenden in einem Zug zu schmal und zu allem Überfluss fädelte das rechte Vorderrad auch noch in der Eisenbahnschiene ein, grrr. Kaum saß ich wieder im VM kam Ingo desselben Wegs. Wir veließen diesen schrecklichen Ort dann auf der LAndstraße, die eine Flussbiegung abkürzt und somit steil bergauf führt. Auf halber Höhe hatten wir dazu keine Lust mehr und fuhren auf einem Sträßchen wieder Richtung Fluss hinunter. Dort ging es auf dem Uferweg auch wiedr besser. Bis auf die Stelle, wo der RaVel unscheinbar rechts hinter enem Zaun weiterführt, während der Weg mit Gefälle geradaus zu führne scheint, auf das Privatgelände des lokalen Tauchclubs mit einer unscheinbaren aber gemeinen Bodenwelle. Die halbnackten Jungs auf der Aussichtsplattform hatten jedenfall ihre Unterhaltung an dem Tag.

Das wieße Rössl zur nächsten Kontrolle in Remouchamps schloss gerade, als wir ankamen. Eine lohnende Pause von einem Stündchen war ja dran. Dazu passte, dass es gerade anfing zu regnen. Dass es aber 40min dauerte, bis die Bestellung mit Fritten und Cheeseburger in der Frituur auf der anderen Straßenseite fertig wurden ist nur schwer nachvollziehbar. Da hier auch Konttrolle des 400er Brevets auch Twisteden war trafen wir mit @Rene und @tomacino noch Liegeradler zum angeregten Plausch. Norbert werkelte an seinm Milan herum, ihm war das Kettenleitrohr kaputtgegangen und führt zu langwierigen, schmierigen Reparaturbemühungen und neuen lauten Fahrgeräuschen für den Rest der Tour.

Bis kurz vor Binsfeld ging es jetzt spürbarer bergauf. Als Norbert und ich an der Tankstelle an der Grenze zu Luxemburg ankamen, hatte der empfohlenen Supermarkt schon zu, also keine Nachprovianterung. In der Abenddämmerung (und damit später, als zwischendurch erhofft) kamen wir in Binsfeld an, wo auch Norbert noch eine Schlafgelegenheit übernehmen konnte.
Etas später trudelte auch Ingo wohlbehalten ein. Wir beschlossen am nächsten Morgen um 2:00Uhr wieder aufzubrechen.
Mein Schlaf wurde noch dadurch verkürzt, dass meine powerbank, die eigentlich noch fast voll sein sollte, die angeschlossenen Geräte nicht lud und die Ladestadanzeige nicht mehr anzeigte. Der Versuch sie mit dem Anschließen an eine Steckdose selbst zu resetten gelang- zum Glück!

2:00h früh Start. Hat geklappt, alle drei Velonauten da. Ein paar hundert m weiter stand ein Rettugswagen mit Blaulicht, ein eiteres Einsatzfahrzeug gespensterte noch durch die Nach auf uns zu.

Das Wahoo wollte erst nicht so richtig mit der Fahrtrichtung rausrücken, weil noch nicht wach, das ließ sich aber mit ein paar m zu Fuß einpegeln.

Straße downhill. Ich war letzter und doch der erste, der den Abzweig in den kleinen Wirschaftsweg nahm. @Norfiets und @ I-S-MS waren erst einmal vorbeigerauscht 😉 Hier dreht es aber auch bald wieder bergauf, ziemlich sogar. Vorne die Kette abgeworfen, also aussteigen. Schwupps hatten mich die beiden wieder einkassiert. Nein nein, keine Hilfe, ich bin ja gleich wieder flott. Pustekuchen! Als die Kette vone wieder aufliegt stellt sich heraus, dass sie auch hinten zwischen Ritzel und Speichen klemmt. Also Hinterrad ausbauen. Und das Schaltwerk ist dabei dauernd so merkwürdig im Weg. Also abmontieren. Zum Radeinbau wieder auf das kleinste Ritzel schalten. Nun mach schon! Achso! Also nee, ne? Heute hat es mich mit der Schaltwerksfeder erwischt. Und nun?
Im Forum hatte doch gerade jemand von einer Notreparatur berichtet. Was habe ich denn dabei? Ersatzschläuche! Zwei in 26″ und viele in 20″- also muss einer der kleineren dran glauben. Blind im Heck herumtasten- was könnt als Widerlager dienen? Da, etwas rundes! Gleich hab ichs in der Hand, die Schaumstoffrohrabstützung zwischen Radhaus und Karosserie trägt nicht. Etwas weiter vorn ist was metallisches, wahrscheinlich Sitzabstützung oder Hinterradschwinge. Zu weit weg! Also mit dem Messerchen den Schaluch aufgesäbelt , da oben herumgeschlungen (wenn das Mistding so schlecht rutscht wird hoffentlch wenigstens nachher der Knoten halten ?!)  Zwischzeitlich musste ich mich auch noch mal ernsthaft in die Büsche schlagen. Und schließlich fing es an zu regnen. Über eine Stunde auf der Straße gesessen. Die Jungs waren weit weit weg und nur Ingo hat die Abfahrt aus W etwas verschoben um mir beim Ankommen Gesellschaft zu leisten. Dabei war ich mit so vielen Dingen beschäftigt, dass ich das gar nicht würdigen konnte. Danke dafür, es tat trotzdem gut!

Es folgte  nach steilen Serpentinen bergab im dunkeln Niesel die erste Baustelle auf der Brücke über die Our. In der Morgendämmerung einmal die Stufe vom Bürgerteig auf den verfestigten neuen Unterbau, 50 m schieben- kein Problem. Sogar ein Dixiklo war da! Bald in Echternach, da wars schon hell. Ein Parkplatz mit Ticketautomat fand sich auch und weiter. Nach Bitburg erst auf dem Kurztrack sanft bergauf. Der Schlauch tut seinen Nebenjob erstaunlich gut, die ersten drei Gänge schalten fast normal, dann muss ich eine Raste zusätzlich drehen und nummer 5 und manchmal  6 kommen mit der Zeit auch noch. Also immerhin alle Gänge nach unten rum und bis fast 50km/ kann ich treten. Wenn das so bleibt, ist das Ziel erreichbar.

Interessant, wie sich der mentale Fokus vom optimal die Körperkräfte einsetzen zu Dankbarkeit dafür verschiebt, dass man überhaupt fahren kann und wie es dem Rad dabei geht.

In Niederweis verpasse ich mal wieder den Einstieg in den Bahnradweg, das bringt ein paar Strafhöhenmeter. Aber dafür Bahradfahren , mmhh!
Kurz danach hätte ich gleich bei Wolsfeld auf der B257 bleiben sollen!

In Bitburg Tankstellenstop mit Frühstück. Ziemlich rasch weiter.

Und dann, dann kam die herrliche Abfahrt ins Kylltal mit den ominösen Baustellenschildern. und dann die Baustelle. die meinten es ja wirklich ernst it der Straßensperrung! Der quergestellte Bagger mit dem davor angehäuften Matschehaufen kam schon sehr unfreundlich rüber. Ein freundlicher Randonneur hatte wenigstens das jenseitige Absperrgitter offen gelassen.  Ingo und Norbert berichteten, dass sie das u zweit so eben überwunden haben. Aber allein entwickelt man halt Kräfte. Den Vogel oben auf dem Dreckahaufen ablegen, genau auf der Erde und nicht auf der Raupenkette des Baggers. Über die konnte ich dann klettern und den vogel auf der anderen Seite wieder runterziehen. Das Heck schnitt über 10 cm tief in die Matsche ein. Und dann konnte es weiter gehen!

Das Kylltal gemächlich bergauf fuhr sich angenehm. Am Ortseingang von Gerolstein eine Tanke, die Gelegenheit für Kaffe und eine Eis. Jakob, der lokale Alki kriegte sich gar nicht wieder ein und war so ungläubig über unsere Tour, dass ich ihm die Brevetkarte vorlegt. Dann wurde ich auch noch geduzt…

In Blankenheim Mittagspause mit Pasta und dann hinunter Rihtung Köln!

Auf der anderen Rheinseite kam ich mit eineigen Randonneuren in ein Gewitter mit Starkregen. Sehr schlechte Sicht, aber relativ wenig Verkehr. Die streckenführung war bemerkenswert einfach und verkehrsarm, Chapeau, Andreas!
Bis Schlebusch hörte der Regen dann endlich auf. Diese Variante aus dem Dhünntal nach Blecher rauf kannte ich noch nicht, auch das werde ich mir für die Zukunft merken!

Etwa ab der Abfahrt von der Rheinbrücke war en besorgniserrregendes Klappern/ Schlagen im Fahrwerk vorne nicht zu überhören, besonders, wenn es langsam und ohne Druck rollte. Die Lenkung hatte kein zusätzliches Spiel. Die Räder schienen fest. Es fuhr. Also weiter zumindest bis Wuppertal. wieder einmal Balkantrasse und dann – so langsam und vorsichtig wie noch nie- die Abfahrt nach Wuppertal. An der Einfahrt zum Sportplatz macht sich Ingo gerade auf und kam, wie schon erwähnt noch einmal mit mir hinunter- netter Kerl!

Mit dem unbekannten Fahrwerksproblem hatte ich keine Lust in die ANcht hinein nach Stolberg zu fahren. Ich verabrdete, Sturmvogel im Sportlerheim stehen zu lassen und holte ihn am Montag nach der Arbeit mit dem Auto ab.

Inzwschen weiß ich, dass eine Pufferscheibe der rechten Spurstang zerbröselt war und schließlich abgefallen war, so dass die Spurstange ca. 5 mm Spil in Längsrichtng hat und das zum Hin- und Herschlagen nutzt. Ein Fall fürs Räderwerk!
Außerdem haben sich noch einmal zwei Speichen verabschiedet.

Fazit:
Die Qualifikation für Paris ist tatsächlich schon geschafft!
Gut dass die Problem an Schalt- und Fahrwerk jetzt und nicht auf dem Weg nach Paris auftraten.
Es gibt Bereiche, die ich noch nicht selber repariert und gewartet habe. DAS muss sich vor der Amerikatour im kommenden Jahr unbedingt ändern. Dafür muss ich mir auch noch einmal Gednken über mitzuschleppende spezielle ersatzteile machen.
Den Rat von @Lutz von ginkgo auf 90mm Trommeln zu wechseln werde ich nicht nur für den neuen Milan, sondern im Rahmen des Werftaufenthaltes in Siedenburg auch bei Sturmvogel nachrüsten.

Mein  neuer Job macht ja viel Spaß- die letzten Wochen waren aber so arbeitsreich, dass dieser Bericht über zwei Wochen brauchte …

BRM 400 Wuppertal „Westfalenland“ revisited 13.04.2019: das Schneebrevet

 

Fast auf den Tag ein Jahr nach dem 400er mit dem Fuego war ich im Sturmvogel wieder am Start. Als einer von 4 (VIER) Velomobilisten. Das Starterfeld war deutlich größer, als im Vorjahr, immerhin konnte man heute die Qualifikation für PBP zu ¾ abschließen.

Ich hatte wieder zwei Nächte im Hotel amical gebucht und wollte an meinem freien Freitag mit dem Rad aus Stolberg, meinem neuen Zweitwohnsitz nach Wuppertal fahren- und am Sonntag nach dem Ausschlafen wieder zurück. Ich rechnete schon damit, mit dem Milan insgesamt schneller zu sein und der Spätcheck-out ist um 1200h.
Zuerst allerdings wollte ich endlich die neue Lichtkanone montieren und – vor allem- anschließen. Richtig herum gepolt! Also unter Ersteinsatz eines Digitalmultimeter und eines Lötkolbens (seit der 10. Klasse nicht mehr benutzt und am vorigen Wochenende zu diesem Zwecke erstanden.
Das sh auch alles ganz vielversprechend aus, bis…
Bei der letzten Rumpelabfahrt auf dem arbeitsweg am Donnerstag hatte sich der Step-up-Wandler, der den Saft aus meinen hochwertigen 7V-Akkus auf die 12V des neuen Bordnetzes bringt und der mit Klettband an der Karosserie befestigt ist, losgerissen. Bei bis zu 65 km/h auf der kurvigen –Rüttelstrecke habe ich ihn ohne hinzusehen wieder festgeklettet- und dabei den Eingangsstecker abgeknickt. Bei den Manipulationen jetzt brach ein Kontakt ganz ab und das wars dann mit Strom und Licht- Mist!

@TitanWolf von dem ich die Akkus zusammen mit seinem genialen Trinitas-Fernlicht gekauft hatte und der mir diesen Wandler für den Betrieb der gesamten Lichtanlage gebaut hatte, hatte mir noch einen zweiten, kleiner ausgelegen Wandler dazugelegt- doch der lag zu Haus in Nordhorn. Zwar fand ihn meine Frau nicht in dem Schrankfach mit den Fahrrad / Velomobilsachen, aber ich war zuversichtlich, das Teil zu finden. Also schnell alle Sachen für das Brevet nicht ins Fahrrad, sondern in eine Wäschekorb gepackt, den Vogel ins Auto geladen und nach Nordhorn gefahren.

Schön, meine Frau an diesem Wochenende doch einmal kurz zu sehen! Das Teil rasch gefunden, der Einbau kappte dann ohne weitere Pannen und fehlerfrei. Gleich @TitanWolf geschrieben.

Gemeinsames Abendessen und dann auf nach Wuppertal. Dort vor dem Lichtausmachen noch @TW’s Antwort mit dem Rat gelesen, mit diesem Wandler die Trinitas nicht mit voller Leistung zu betreiben, damit dem Wandler nicht zu warm wird …

 

Am Start waren die üblichen Verdächtigen versammelt, die üblichen Sprüche über das Velomobilistenoutfit mit kurzen Hosen und dünnem Langarmtrikot.
Zusammen mit @Norfiets und @ I-S-MS übernahmen drei der vier VMs die Führung und bogen dann gleich auf der Hauptstraße von Track ab und das Stück ungepflasterten löchrigen Fabrikhof zu umgehen. Als wir etwa die Hälfte des Anstiegs geschafft hatte kam Hajo @Jostein von hinten und hat ein schönes Bild in seinem Bericht im Rennradforum und bei Strava hochgeladen.
Die Balkantrasse nach Hückeswagen und Wipperfürth hinunter war wie immer schön und im Kleingeschwader noch einmal ein besonderes Erlebnis.

Nach der 1. Kontrolle, dieses Jahr an bekannter Stelle in Ohl mit einer Frage aus dem Aushang der Gemeindetermine, mit verschiedenen Fragen für die Teilnehmer (Andreas ist ein Fuchs 😉 verabschiedete ich mich erst einmal von @Norfiets, den kommenden Anstieg nach Großfatenrath habe ich als SEHR steil in Erinnerung. Wir kamen dann aber doch ähnlich schnell dort hinauf und sind noch ein Stückchen zusammen gefahren. Hier gab es schon erste Geplänkel mit festem Niederschlag. Witzig ist, dass die Schneeflocken durch den 1cm breiten Spalt unter meinem Visier ins Innere strömen und dort einen wilden Tanz aufführen 😉 .
Als ich bei K2 in Altena ankam, brach @Norfiets jedenfalls gerade schon wieder auf. Ich brauchte nach den ersten Anstiegen aber erst einmal eine Stärkung und brach dann mit @I-S-MS zusammen auf. Nach einer Pinkelpause schraubt ich mich erste einmal allein bergauf- @Fafnir auf seinem M5 kam dann auch noch vorbei. Zwischen Hemer und Menden wurde das Wetter das erste Mal richtig schlecht, @Fafnir erzählte mit von schmerzhaften Einschlägen der Hagelkörne im Gesicht- das konnte ich ja sogar nachvollziehen, weil auch von denen ihren Weg ins Milaninnere finden. Auf dem Haarstrang ging es zunächst wieder, das Visier war wieder durchsichtig. In den Wellen vor Büren hatte ich dann den Eindruck, dass sich dort vorne in Gletscher bildete. Und man kommt so schlecht ran! Das Café Stilbruch in dem historischen Gebäudekomplex links der Hauptstraße fand ich wieder. Es war genauso gemütlich wie letztes Jahr und in 40 min bekam ich zwei paar Schnittchen und zwei Stücke leckeren Kuchen zu zwei Kännchen Tee und einem bleifreien Weißbier für die Elektrolyte.
Jetzt kam das kurze, meist abschüssige Stück zum Trojaner (Grill) in Paderborn- Elsen. Die 30 km klappten tatsächlich in einer Stunde. @Fafnir brach dort gerade wieder auf. Da ich in Büren gegessen hatte trank ich nur ein Anstandsmalzbier und fuhr rasch weiter. Und @Fafnir kam aus der falschen Richtung?! Nun auf dem flachen Stück war er rasch gestellt, überholte noch einmal an einer roten Ampel und war dann erst im Ziel wieder gesehen. Velomobilland mit vielen langen Abschnitten.
Meist weinig Verkehr  aber dann, nur langsam, langsam näherkommend ein grelles Scheinwerferlicht hinter mir. Wieso war @Norfiets noch/ schon wieder hinter mir? Und trank nicht schon längst in Nottuln Kaffee zu Haus?
Einen Anruf meines Sohns konnte ich nicht rechtzeitig annehmen und checkte erst einmal die Lage, a fragte er ob alles ok sei und fuhr erste einmal vor. Kurz danach stand er in einem Waldweg und dann reisten wir bis Witten als Milanenpaar wieder einmal zusammen.
Wir waren um kurz nach 21:00h in Nottuln an der Tankstelle- drei Stunden früher, als vor einem Jahr. Hier musste ich wieder Energie nachfüllen, 2 l Vanillemilch, einen große Milchkaffe, eine Bulette mit Laugenstange und zum Nachtisch, mit der zweiten Vanillemilch noch ein Snickers. Norbert harrte stoisch mit mir aus und ziemlich genau nach den Beantragten 40 min zogen wir weiter. Norberts Schätzung mit Ankunft um 1:00 Uhr erwies sich als sehr optimistisch. Zum einen war die Tendenz jetzt klar wieder bergauf, zum Anderen wurde die Sicht bei erneuten Schauern schlechter. Und tatsächlich wurde der Step-up-Wandler rasch unangenehm heiß, wenn ich doch alles Licht brauchte. Schneeregen um Mitternacht ist keine Situation, bei der ich gerne auf Licht verzichtet, das eigentlich an Bord ist 😦
Irgendwo ging es ein Stück auf einem Fahrradweg ohne begleitende Straße und am Ende war ein Drängelgitter zur Bedarfsampel, um die Straße am Ende zu überqueren. Ich war angegriffen und von dem letzten Stück Bienenstich aus der Heckinghäuser Bäckerei vom Start abgelenkt und bin dort hineingerollt. Es hat hässlich geknirscht und der Gelcoat an Sturmvogels malträtierter Nase hat ein paar Sprünge mehr. Dabei hat er inzwischen doch wahrlich genug street credibility. Nun irgendwann hatte ich mich wieder abgeregt.

Hinter Witten ließ ich @Norfiets frei vorfahren und macht mich an den langen letzten Anstieg. Das Powergel am Anfang wirkte nicht, wie erwartet sondern lag eher quer im Magen. Und dann war ich nicht um 1:00 nicht um 2:00 sondern um 2:40 am Ziel. Als Norbert aus der Dusche kam hatte ich mein Galette à la Andreas schon fast verspeist: „Was machst du denn schon hier!“ ;-))).

Hajo hatte auf Strava schon seine Bilder gepostet, war also gut zu Hause bei Köln eingetroffen. Bald nach mir trudelte @I-S-MS ein und als ich ins Hotel aufbrechen wollte kam auch @Fafnir rein- alle Lieger gut wieder heim, schön!

Erstaunlich früh wachte ich auf und räumte große Teile des Frühstücksbuffets ab. Auf der eigentlich kurzen Autofahrt nach Stolberg musste ich aber noch einmal eine Schlafpause einlegen. Hier angekommen folgte ein ausführlicher Mittagsschlaf, am Nachmittag ein kurzer, langsamer Spaziergan zur Eisdiele.

FAZIT:

War das anstrengend! „>auf Strava
Die Kletterpartien am Anfang habe ich auch im Velomobil gut bewältigt, ohne mich dabei komplett zu verausgaben, aber mit so einem Start sind 400km als Tagwerk mehr, als genug für mich.

Die Rückfahrt im Milan hätte heute, trotz besseren Wetters nur sehr bedingt Spaß gemacht.
300km scheinen also für Mehrtagestouren ein vernünftgeres Tageslimit zu sein- für den Hinterkopf für PBP mit An- und Abreise auf eigener Achse. In der zweiten PBP-Nacht muss ich also eine richtige Schlafpause einplanen!

Zur PBP- Quali fehlt „nur“ noch ein 600er, der ab Wuppertal mit Zwischenquartier in Luxemburg ist laut Andreas schön und nicht zu fordernd, ich bin gespannt. Und als Junibrevet habe ich mich für die große Acht von Lohne angemeldet.

Die Kapazität meiner Akkus reicht für PBP ohne Zwischenladung nicht sicher aus, falls es nachts regnet und die Sicht schlecht wird.
Aber aller Lichter am Milan funktionieren eigentlich so, wie sie sollen. Die Dauerbaustelle seit P-HH vor drei (!) Jahren ist endlich abgeshlossen.

Dank:
an Andreas für die tolle Betreuung und die tagesaktuelle Pflege Deiner Strecke!
an Norbert für die geduldige Begleitung auf der Rückfahrt. Es fühlt sicher immer wieder gut an, mit Dir unterwegs zu sein.

2019#3 BRM 300 Dreiländerbrevet Wuppertal oder drei Tage Radtour

Tracks auf Strava:
https://www.strava.com/activities/2191476374
https://www.strava.com/activities/2199380171
https://www.strava.com/activities/2202468707
https://www.strava.com/activities/2204242292

Mein größtes sportliches Ziel ist aktuell noch weit weg- TABR 2020: dies Rennen quer durch die USA, unsupported möchte ich im Randonneurs-Modus im kommenden Sommer angehen: Ein Jahr später werde ich 60. Jetzt bin ich gesund und fit genug um mir das zuzutrauen: die Idee konkretisierte bei und nach HBK im letzten Sommer, sodass ich einen neuen, leichteren und leichter reparierbaren Milan schon bestellt habe. Aber- HBK hatte 1.500km, TABR hat 4.200 Meilen, also ca. 6.700km, mehr als das vierfache…

Dies ist mein viertes Jahr als Randonneur und ich habe (hier dokumentiert) manchen Fehler gemacht, aus dem ich -hoffentlich- gelernt habe und ansonsten einige wertvolle Erfahrungen auf Brevets gemacht, die mir auch im Alltag helfen.

Die mehrtägigen Erfahrungen sind also als Übungen besonders wichtig. Wie geht es mir unter ungünstigen Umständen bzw. wie gehe ich damit um? Mit schlechtem Wetter? Hunger, Durst/ Dehydrierung wenn der Trinkrucksack leer und Wasser nicht in Sicht ist? Welche Kleidungsstücke sind- bei welchem Wetter?- wirkliche essentiell? Welches Werkzeug und Ersatzteile? Wie memoriere ich vor dem Start, wo was verstaut ist, sodass es während des Brevets nicht verloren geht und hinterher wiedergefunden wird (Autoschlüssel!)

So gesehen ist PBP (Paris-Brest-Paris) der sportliche Höhepunkt dieses Jahres- einerseits- aber auch die Gelegenheit, in diesem Sommer eine noch längere Tour mit guter Infrastruktur zu fahren. Dies Volksfest des Radfahrens möchte ich im Sturmvogel mit funktionierender Schaltung in diesem Jahr genießen. An- und Abreise aus Düren und nach Nordhorn sollen dann aber ebenfalls im Rad erfolgen. Wodurch sich die Route auf fast 2.400km praktisch verdoppelt, immerhin mit 1 ½ Ruhetagen vor dem Start zu PBP und Ausschlafen vor der Heimreise.

Soviel zu den Hirngespinsten und Tagträumen.

Das Velomobil hatte ich am Rosenmontag von Nordhorn nach Bonn überführt. Erstmals funktionierte die von Sinner-Bikes.nl renovierte elektrische Anlage mit Blinkern, piepsenden Blinkerrelais, Trinitas-Fernlicht und Bremslicht- endlich!
Für den 9. März, den Tag des Brevets war stürmischer Westwind und viel Regen angesagt.
Am 8. hatte ich einen freien Freitag und konnte in Ruhe nach Wuppertal radeln. Sie Schaltung nachstellen, Luftdruck kontrollieren und beschließen, dass die Kette noch nicht geölt werden müsste hatte ich schon am Nachmittag zuvor nach Feierabend draußen im Sonnenschein!

Die Strecke nach Wuppertal über Spich, Dellbrück, Odenthal und Burscheid kenne ich inzwischen fast vollständig auswendig. Wie vor einem Jahr besuchte ich eine alte Freundin meiner Familie in Burscheid, wo ich während meiner Jugend gelebt habe.

Im Hotel Amical Wuppertal passte der Milan so gerade eben durch die Tür in den Konferenzraum im Erdgeschoss! Die Empfangsdame war sehr freundlich und hilfsbereit. Ich hatte die Luxusversion eines Einzelzimmers gebucht, mit Obstkorb, Pralinen, Tee und Bademantel gebucht, weil die einfachen Zimmer damals ausgebucht waren. So weit alles hübsch, aber es gab nur kaltes Wasser. Aus Waschbecken UND Dusche. Nun war doch ein kleineres normales Zimmer frei- Umzug im Bademantel und warme Dusche- in diesem Zimmer allerdings besteht die Duschabtrennung nur aus einer Glasscheibe, sodass sofort eine Überschwemmung des gesamten Badezimmers entstand.

@Fafnir wollte eigentlich mit mir zusammen irgendwo Essen gehen, schrieb dann aber, dass der Wartungsrückstand seines Renners sein Anreise verzögern musste.
Bis ich endlich sauber und trocken war, hatte es angefangen ergiebig zu regnen. Daher kehrte ich ohne lange Suche bei einem Griechen in Barmen ein und macht noch einen kleinen Verdauungsspaziergang.
Schön, dass ich einige Sachen im Hotel lassen konnte. Am nächsten Morgen ging es kurz vor halb sieben zur Bäckerei Evertzberg. Selbst Hajo war bei dem angesagten stürmischen Wind mit seinem Milan angereist. Zwei belegte Brötchen und zwei Stücke Streuselkuchen passten DOCH in meine Brotdose!

Vor einem Jahr fand ich die Drängelgitter auf der Bahntrasse in Solingen lästig, meist waren sie zwar –langsam- zu umfahren, aber mehrmals musste ich doch aussteigen. Hajo @Jostein war stattdessen über Lennep und die Balkantrasse und über die Leverkusener Brücke gefahren- so modifizierte ich mir den Track für die erste Etappe. Die Balkantrasse einmal herunter zu rauschen war sehr nett! Und die Anfahrt zur Rheinbrücke mit den Änderungen wegen der Baustelle hatte ich so im Hellen erfahren und konnte sie auf der Rückfahrt leicht wiederfinden. Hier hatte ich voriges Jahr echt gesucht und gekämpft! Und mindesten eine halbe Stunde Zeit verloren!
Hinter der Rheinbrücke war ich schnell bei halbem Wind auf dem originalen Track und bald bei der ersten Kontrolle in Oberaußem. Schnell kam auch das erste Grupetto Randonneure an. Bis ich meinen Kaffee auf hatte waren sie schon wieder los und vor Jülich braucht ich ziemlich lange um diese 5er-Gruppe tatsächlich einzuholen-Respekt!!!

Ich kam viel flüssiger voran, als vor einem Jahr. Das lag nicht nur an dem wärmeren Wetter- das Wahoo funktionierte stabil, wogegen das Garmin 1000 vor einem Jahr mehrfach abgestürzt war und in die Irre geleitet hatte. Der Anstieg aus Vaals zum drilandenpunt kam mir schon giftiger vor. Auch wenn mich hier natürlich die Rennradler wieder eingeholt hatten. Die Frituur im nächsten Dorf hatte –leider- geschlossen. Also Versuch, in Eupen nicht nur einen Stempel, sondern auch etwas Herzhaftes zu Essen zu bekommen. Nach dem ersten Regenschauer bekam ich in der Bäckerei Kockartz zwei Stücke leckere Quiche und hinterher noch ein Stück Kuchen- und einen Stempel in die Brevetkarte-einen kleine Kinderstempel ohne Text oder Adresse. Aber auf der Quittung stand alles,  was ich für die Homologation brauche. In dieser Bäckerei war ich vor einem Jahr schon gewesen- wesentlich später am Tag. Vorher behalten hatte ich nur das italienische Restaurant aus einem der Vorjahre, wo ich sehr unfreundlich und nur auf Französisch bedient worden war.

Der Anstieg aus Eupen war steil, aber gut zu fahren. Die Fahrt über den Ravel7 die Vennbahn ein Gedicht und bald kam ich in Stolberg dicht an meiner neuen Zweitwohnung vorbei. Das Haus in Büsbach sollte jetzt fertig sein. Ich konnte mir einen Abstecher aber verkneifen-es lief gerade so schön. Mein Trinkrucksack wurde langsam ziemlich leer. Grund in Buir in der AVIA-Tankstelle kurz anzuhalten. Toiletten- und Kaffeepause, Wasser tanken und noch eine Frikadelle einwerfen und weiter gings. Kurz vor dem Ende der Strecke zwischen A4 und Schnellbahnstrecke stand auf einemal ein Trecke vor mir auf dem Weg- kein vorbeikommen. Aus dem kaminartigen Auspuff stiegen Rauchwölckchen auf- richtig ein (relativ) neuer und relativ riesigen Modellseines Lanz Bul bul bul bulldog mit einem winzigen Wohnanhänger im Schlepp. Das Gespann macht bereitwillig Platz. Auf diesem schnellen stück gab es neben viel Fast-Rückenwind Wolken  Regenbogen und einen weiteren Schauer. Bis Köln war‘s dunkel. Dank Wahoo und mit etwas Erinnerung ging es diesmal glatt bis zur Rheinbrücke die Fahrt bis nach Opladen und zur Bahntrasse war, auch dank des Übens am hellen Morgen, reibungslos.

Ausgerechnet in Burscheid, am ersten Steilstück fiel die Kette hinten nach innen vom größten Ritzel. Zum Glück regnete es nicht. Bvor ic die Reparatur anging habe ich mich erst einmal um mich selbst gekümmert: etwas drüber gezogen. Bevor die Hände schar z werden die letzte Vorräte gegessen. Getrunken. Dank der Wartungsluke ließ sich das Problem dann leicht beheben und die Schaltung (noch) besser einstellen. Die drei Randonneure, die in diese Zeit vorbeikamen, fragten alle, ob ich Hilfe bräuchte ;-).

Diese Zwangspause hatte also auch einen Erholungseffekt gehabt. So konnte ich zwei der drei Randonneure noch auf der Balkantrasse wieder überholen ;-).

Trotz der Panne war ich über 2 Stunden schneller, als im Vorjahr. Nach Pause und Schnack im Sportlerheim war ich weit vor Mitternacht wieder in meinem Hotel und unter der Dusche.

Nachtrag:
Nach reichlichem Ausnutzen des tollen Frühstückbuffets konnte ich um kurz nach 9:00 Uhr nach Hause starten. Mein B-router-basierter Track nahm einen ungünstig steilen- und ungepflasterten- Aufstieg zur Nordbahntrasse. Auf der Abfahrt zur Ruhr wurde diese dann zunehmen ungeeignet für VM: ungepflastert. Ende Drängelgitter. Minimale Beschilderung. Schließlich Umleitung über einen Schulhof wegen einer Baustelle. Ich hätte doch Andreas‘ W-NOH-Track annehmen sollen.

Dann kam der Ruhrpott mit Ort hinter Stadt hinter Siedlung ohne Ende. Zwischen Castrop-Rauxel und Datteln musste ich mal und keine Hecke, Wald oder Feld weit und breit. Also eine Tankstelle angesteuert. Erst Pinkeln ,dann ein doppelter Espresso. Das junge Mädchen, dass bediente war sehr nett und stellte viel Fragen zum Velomobil. Sie habe aber Problem mit dem doppelten Espresso, wahrscheinlich müsse sie dafür wieder dreimal öfter drücken(?). schließlich bekam ich für 2 € einen vollen Becher Kaffee-artiges Getränk, in Espressostärke. Trotz vieler Tütchen Zuckers hätt ich das fast nicht ganz geschafft!
Derart beschwingt und mit meinem Käse-Schinken- Brötchen von Frühstück unterfüttert ging es beschwingt weiter! Dort habe ich noch einen Spruch gemacht, dass es draußen heller würde.

Im Folgenden wurden die Abstände zwischen den Starkregenwolken immer kleiner. Immerhin war ich auf der Landstraße unterwegs, als es soweit war: Nur noch Sicht durch den schmalen Spalt unter dem Visier, im Rückspiegel (meist) noch erkennbare Scheinwerfer des nachfolgenden Verkehrs. Der Vogel war durch die neu angebrachten Spaltbänder aus dem Segelflugmodellbau deutlich wasserdichter, als bisher und so konnte ich ganz fokussiert auf den schmalen Sichtspalt und meine Befindlichkeiten (zu warm- Reißverschluss etwas auf, zu kalt- RV wieder ein Stück zu, Hunger? Durst?) nach Hause rasen. Irgendwie meditativ!

Als ich um halb vier zu Hause ankam, war ich durchnässt- gefühlt von Schweiß,  nicht unangenehm.
Und gut drauf. Und fit genug, um mit der Liebsten noch tanzen zu gehen.

 

Fazit:
Drei Tage nacheinander ordentlich geradelt.
muss die Kette gekürzt werden?
Ist die eine gerissene Speiche vorn rechts innen Grund zu ernsthafter Sorge?

Spaltband und Überkleben der Dreiecke zwischen Lukendeckel und Kopfhaube machen den Vogel spürbar besser wasserdicht!

Montag wäre ich gern wieder geradelt! (Stattdessen über vier Stunden im Auto zur Arbeit nach Bonn gestanden)

2019 #2: BRM 200 Wuppertal: Bergiges Brevet im Bergischen

 oder nach Rom (ohne Papstaudienz 🙂

 auf Strava mit Bildern: https://www.strava.com/activities/2153850108/overview

Mein Februarbrevet sollte dieses werden. Wenn Andreas schon bergig sagt, muss an sich warm anziehen- im übertragenen Sinne. Bei der Wettervoraussage blieben die wirklich dicken Wintersachen lieber zu hause. Aber Nachtwolf statt Sturmvogel.

Durch Wartungstermine für das Velomobil konnte ich nicht von Bonn aus zum Start fahren, sondern musste früh morgens mit dem Auto in Nordhorn aufbrechen. Ich hatte genug Lampenfieber, um eine Stunde vor dem Wecker wach zu sein und so war mein Nachtwolf das erste Fahrrad, das vor der Bäckerei Evertzberg stand- einmal erster sein, wenn auch vor dem Start 😉

Ein Becher Tee im Auto, ein Milchkaffee zum Frühstücksbrötchen- das sollte ich noch zu spüren bekommen. Immer mehr der Gesichter kommen mir bekannt vor, viel nette Gespräche, dann die Ausgabe der Brevetkarten- Andreas ist für die Engelsgeduld, mit der er jedem der ca. 70 Starter die Details zu den Kontrollen 1 bis drei erklärt, wirklich zu bewundern.
Henrik @Fafnir sah ganz schmal aus, richtig mit eingefallenen Wangen. Er meinte, das sei ein Effekt seines Gewichtstunings und sollte so… . @Hajo war wieder mit dem df au Köln angerollt und somit schon warmgefahren.

Pünktlich um 8:30 rollten wir los, ich hatte eine der vorderen Gruppen erwischt, da konnte ich mich auf dem ersten steilen Stück nach Lennep schön überholen lassen. Erst war es doch noch etwas frisch, aber langsam bergauf macht warm. Auf der Radbahnstrecke nach Marienheide kam dann auch @fafnir von hinten angerauscht, wir fuhren ein Stückchen zusammen, aber am Segelflugplatz in Wipperfürth ließ ich ihn von dannen ziehen. Zum einen seine Aerodynamik. Außerdem musste ich mir in den ersten paar Stunden zu und zu oft ein Versteck hinter dem einen oder anderen Baum suchen…

An der zweiten Kontrolle, am Aussichtsturm in Unnenberg hatten wir ja erst den dritten Anstieg bewältigt. Das Treppensteigen auf den Turm kam mir trotzdem schon als willkommenen Abwechslung und Lockerungsübung für die Beine vor. Wie schön, dass Schnee und Eis bis auf ein paar Reste abseits der Straßen schon weggeschmolzen waren- das hätte alles auch viel mühsamer sein können. So genoss ich die herrliche Rundumsicht- und wunderte mich hinterher, wie gut die ganzen Talsperren im Umkreis in den Tälern versteckt waren. Bei der folgenden Abfahrt holte ich ein paar der Randonneure wieder ein- während ich auf dem Turm war hatte sich der Parkplatz vollständig geleert. An dem wohl steilsten Stück der Route, hinter Bergneustadt rechts hoch nach Beldenberg sparte ich mir meine Körner und schob, bsi es flacher wurde. Ein relativ stämmiger Randonneur, in Rapha gewandet, mit Shorts und freien Waden, biss die Zähne zusammen und quälte sich im Wiegetritt dort hinauf. Er war nur eine Winzigkeit schneller, als ich, aber als ich wieder fuhr lief es bei mir deutlich besser. Er war mein Held des Tages. Auch wenn ich ihn hier erst einmal abhängen konnte, sind wir uns den Rest des Tages immer wieder begegnet. Ihm wäre vielleicht mit einem kürzeren ersten Gang wirklich geholfen ?!.

Kurz vor Rom, oben auf einem Wiesenstück auf einem Bergrücken stärkte ich mich mit einer meine Stullen, und legte mich dabei in der Sonne ins Gras- herrlich. Kurz dahinter ging es wieder steil und kurvig bergab und ich hatte Körner für die nächsten Anstiege rechtzeitig nachgetankt. Vor Rom machte ich ein Bild von der Kapelle, dann aber keines von dem Ortsschild mit mir. Nur ein Portrait von meinem Helden mit dessen Handy. Im Dorf : ein Gasthof mit Rollstuhlrampe zum Vor-die-Tür-fahren. Zwei Randonneure davor in der Sonne. Gechlossen, aber da könnte ich in der Sonne liegen. „Das tue ich doch schon die ganze Zeit!“
Die Trinkflaschen leerten sich rasch, aber ich hatte die Hoffnung auf ein Erdinger in Erdingen. Naja, immerhin durfte auch ich in einer Garage die Flaschen mit Wasser auffüllen. Es hat doch Vorteile wenn auf dem Land Leute am Samstagvormittag ihr Auto waschen ;-))). Nach der nächsten Abfahrt, in Wildbergerhütte war dann ein Getränkemarkt direkt an der Kreuzung. Und irgendwo kurz danach (in Halbhusten?) kam ich an zwei Bäckerautos vorbei. Moment die hielten. Und hatten die Hecktüren auf? Anhalten, zurücklaufen. Kuchen? „Hier kommen heute so viele Radfahrer durch, nein Kuchen ist aus“. Aber vier Quarkbällchen auf die Hand und ein paar Rosinenbrötchen für unterwegs kamen dann doch noch mit.

Den Biggesee entlang zu fahren weckte Jugenderinnerungen an Segelnachmittage vor dieser Kulisse. In Attendorn war die Kontrollgaststätte noch voll mit Randonneuren, das lichtete sich aber ziemlich schnell. Schön, dass es auch Spaghetti Bolo gab. Enorm, wie gut die es mit uns meinten- ich war nicht der einzige der die Portion Pasta nicht schaffte.
Die ließ sich ja gut verdauen- aber das schiere Magenvolumen fehlte am nächsten Anstieg doch für die Atmung. Zwichen Nuttmecke und Himmelmert war die Straße wegen Baumarbeiten gesperrt. Natürlich bin ich an der Absperrung vorbei gefahren, um mal zu sehen, ob man nicht doch … Aber die beiden Jungs waren sehr straight. Einsatz schwerer Maschinen, Bäume fällen. Lebensgefahr, der Maschinenführer hat seine Pause gerade gemacht. Feierabend erst um 19:30.
Da seine heute schon ein paar unbelehrbar Radler durchgefahren :-o. Und sie beide kömne in den Knast wenn jemandem was passiert. Also stünde am unteren Ende inzwischen die Polizei.
Also Umgehung suchen. Google sagt, von „Nussecke“ nach Himmelmert gibt’s  einen Wirtschaftsweg. In echt ein herrlicher Anstieg, nicht allzu steil, mit wunderbarer Aussicht auf die Arbeiten im Tal und dann steil und kurvig auf Löcherasphalt bis zu Straße. Von der Aussicht auf der Staumauer der Oestertalsperre hatte Andreas doch auch etwas erzählt- und wieder recht gehabt- besonders mit den schönen Farben der Abenddämmerung.

Genau, es wurde schon wieder dunkel und damit auch wieder kühler. Die kleine Straße hinter Kierspe, schmal, erst bergan dann in stetem Auf und Ab war trotzdem ein Genuss: Guter Asphalt, durchweg gute Markierung mit Seitenstreifen und Leuchtpfählen, super! Dann kam das letzte Stück Bundesstraßen bis zum Abzweig nach Remlingrade. Dieses Stück bin ich inzwischen drei Mal hoch gefahren und hatte wieder @Fafnir im Ohr: „hier hast Du letztes Jahr geschoben!“- mit dem Fuego. Und heute lass ich den Wolf einfach laufen. Auf dieser letzten Abfahrt ins Tal der Wupper fangen Finger und Füße an zu frieren, aber das Ziel ist ja fast in Sicht.

20:40 bin ich im Warmen, kriege einen Tee, endlich ein Hefeweizen und eine von Andreas köstlichen, reichhaltigen Galettes- es passt schon wieder was rein ;-).

Dank     – an Andreas für die wirklich außergewöhnlich tolle Strecke
– an die Jungs von Wolf&Wolf. Diese Rad ist einfach eine Granate!
– an @Fafnir für die kurzweilige Unterhaltung (s.o.;-)

Fazit:     – geht doch, Beine müde, aber alles gut
-Sonntag und Montag: kein Muskelkater, die Beinpresse bei Kiesers geht (fast) wie immer
– falls der Milan im Sommer eine Grippe habe sollte, hab ich noch ein Rad, mit dem ich PBP mit Genuss fahren kann.

Ausblick: In 3 Wochen Andreas 300er zum Drilandenpunt. Das war 2018 richtig kalt. Hier kommt der Milan zum Einsatz.
13. April Andreas 400er. Auch den kenne ich schon aus 2018 mit dem Fuego. Dies Jahr eher mit dem Wolf, als dem Vogel.
am 18./19. Mai fliegt der Vogel von Wuppertal nach Luxemburg und zurück auf Andreas 600er. Sogar eine Zwischenübernachtung habe ich schon gebucht.
Mit etwas Glück sollte dann die Qualifikation für Paris-Brest-Paris abgeschlossen sein.
Das Junibrevet wird der heimatliche 600er: die große Acht von Lohne. Das ist dann noch einmal ein lohnendes Training. Das Alltagstraining wird sich ab April mit der neuen Stelle und der weiteren Pendelstrecke durch die Voreifel sowieso intensivieren. Im Juli muss ich mir noch ein DIY überlegen.