Flèche Allemagne 

dievelonauten

Der Fleche Allemagne 2017 zur Wartburg in Eisenach startete in diesem Jahr bei uns in Lotte. Mit von der Partie waren Heiner, der auch im letzten Jahr schon die Sternfahrt nach Belgien mit uns gemacht hatte, Norbert, den wir von anderen Brevets kennen und Holger, den wirbei den Sternfahrten zur Mitte Niedersachsen kennen gelernt haben.

Die Aufgabe des Fleche Allemagne bestand darin, dass mindestens 370 km in 24 Std.auf dem Radzur Wartburg anzureisen waren, wobei mehrere Kontrollstellen absolviert wurden. Ca 200 Teilnehmer in70 Teams aus allen Teilen Deutschlands starteten am Samstagmorgen. Da wir mit den Velomobilen an den Start gingen, absolvierten wir die Hin- als auch die Rückfahrt auf eigene Achse, also waren es am Ende 720km.

Zum Glück waren die Wetterverhältnisse optimal, nur Nachts wurde es bei Temperaturen um des Gefrierpunktes ungemütlich kalt und ausgerechnet um diese Zeit hatte Heiner einen Kettenabwurf, der aber glücklicherweise ziemlich zügig behoben werden…

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Der Härtetest: BRM 600 Weserbergland

Di Generalprobe für LEL sollte das 600 km Brevet im Weserbergland sein.

Vorgeschichte:
Im April fragte ich beim Räderwerk an, dass ich Sturmvogel vor LEL gründlich durchsehen lassen wollte. Außerdem waren noch ein paar Sachen an- und umzubauen. „Schön, dass Du dich so früh meldest“- Aber dann wurden mehrere Mitarbeiter krank und Jens und Helge hatten wenig Zeit .
Immerhin, der NACA-Duct, die Wartungsklappe und der Unfallschaden wurden von Jens gemacht und Helge hatte die Schaltung wieder so eingestellt, dass auf dem kleinen Kettenblatt 3 (DREI!!!) Gänge fahrbar sind.
Die große Inspektion fiel aber schon hinte runter, wie ich schon bei der Probefahrt bemerkte, al die Bremsen noch genau so schlapp eingestellt waren, wie ich sie übergeben hatte. Und mein geiles neue Fernlicht musste ich auch im Karton wieder mitnehemen.

Vor dem Start:
Der sollte um 21:00h erfolgen, den Nachmittag verbrachte ich in Hessich Oldendorf in einem netten Café und dann bei Uwe Krohne im Garten, wo ich den Reserveichtakku noch einmal ein Stündchen an die Steckdose legen konnte. Uwe plauderte gerne und erbaulich aus seinem langen und intensiven Randonneursleben- und warum es optimal sei seine (in der Szene ja berüchtigten) mit Steigungen gespickten Brevetes zu fahren- dann kann Dir bei Paris-Brest-Paris nichts mehr passieren. Wenige als 1000hm auf 10km sei ja eigentlich gar kein richtiges Brevet.
So nach und nach trudelten auch die Mitfahrer ein. Insgesamt waren wir 14 Starter in Großenwieden, zeitgleich starteten auch Fahrer in Gießen und Leinefelde.
In dem Gewusel blieb dann der Werkzeugbeutel- mit dem Reserveakku, aber auch fast allem anderen in Großenwieden liegen. 😦
Immerhin hatte ich die Stirnlampe schon herausgenommen, also dabei.
Und bei dem privaten Stress der letzten Wochen blieb unter anderem bei der Suche von Dingen in der jeweils anderen Wohnung auch mein Garmin in Bonn liegen. Alsokonnte ich ausprobieren, ob die neue Kombination aus Handynavigation mit Brouter und OSMand mit der großen Powerbank funktioniert und durchhält.
Und der linke Vorderreifen, der immer noch tubeless ist, verliert immer noh Luft. Also auch die schwere, große Standluftpumpe eingeladen.

Also einige Hypotheken im Gepäck…

Start um 21:00, bis Rinteln schön flach, also einmal kurz an allen RRlern vorbeigekommen.
Dann ging es zu den ersten beiden Kontrolle schon einmal 300m bergauf und bis zur Kontrolle in Korbach nach ca 150 km auch überwiegend in dieser Richtung weiter. Langsam wurde es dunkel, dann sternenklare Nacht ohne Mondlicht. Nach einem  erfahrer (steil bergab, grrr) fiel dann die Kette voren ab, also auspacken, Finger schwärzen uns beim Suchen nach den Öltüchern musste ich feststellen, dass alles Werkzeug am Start geblieben war. Also hoffen, dass alles heile bleibt.
Von da zur nächsten Kontrolle in Gießen (Ankunft 9:00 Uhr) war die Tendenz wieder bergab, mit einigen Zwischenanstiegen. Wunderschön war erst die sternenklare Nacht und dann der heraufziehende Morgen eines schönen sonnigen Tages.

Nah der Kontrollstelle in der Hohschule durfte ich dann meinen Jüngsten aus den Federn klingeln. Dusche, Klamotten durchwaschen, Frühstück mit Ommelette, Tee und Kaffee.
Und dann weiter an vielen Burgen, Ruinen und Hügeln vorbei. Nicht ohne bei einem Fahrradladen wenigstens noch ein Paar Reifenheber mitzunehmen um im -fale eines Falles die Reserveschläuche auch montieren zu können.

Nächste Kontrolle am Autohof Malsfeld. Dort wollte ich etwas essen und trinken und setzte mich ins Rastaurant- dort hatte man die  gelben Brevetkarten noch „nie gesehen“- ebenso, wie ein Velomobil. Dieses war mit einer gelben Farbe besonders für Hunderte kleiner Prachtkäfer attraktiv, denen es dann auch egal war, ob sie ein -Stückchen daneben auf den Fahrer plumpsten, wenn der wieder einmal mit aufgeklapptem Lukendeckel die Steigungen hinaufkauchte. Und sie dann immer wieder mit seinem Schweiß zu einer klebrigen Masse vermengte.

Bis Leinefelde ginge es immer wieder steil und lang bergan, anstrengend aber machbar. Da ich die Karte von Thüringen noch nicht aufs Handy geladen hatte, navigierte ich nun doch nach Uwe Krohnes Streckenbeschreibung – und bin immer no überrascht,wie einfach undentspnnend das Navigieren auf diese Art und Weise ist!
Bis- kurz vor der als gefährlich, besonders nachts, angekündigten Steilen Abfahrt nach Bad Sooden- Allendorf die Kette wieder herunterfiel, diesmal aber hinten zwischen Ritzel, Radkasten und Nabe eingeklemmt.
Just da holte mich ein Gruppe Randonneure wieder ein. Einer lieh mir sein Multitool und damit konnte ich die (neue !!!) Wartungsklappe abmontieren, das Hinterrad ausbauen und alles soweit wieder zusammenpuzzeln. Hat aber auch ein Stündchen gekostet. Vorsichtig weiter, schalten geht wieder , erster Gang ist der, der die meist Zeit benutzt und immer immer wieder eingelegt wird.

Nach der Abfahrt kamen wieder Ansstiege und in Heiligenstadt nach gut 400km und 24 h eine verlockende Tankstelle für ein Eis und einen doppelten Espresso.
Nur 15 km später, aber schon im Dunkeln die Kontrollstelle in Leinefelde, wieder in einer Tankstelle. Dort traf ich einen Randonneuer, der mit vier anderen in Gießen gestartet, und die Runde somit andersrum fhr. Er sagte etwas von „noch zwei Pässe“- meine Biene hatten dazu keine echte Meinung. Und dan fielen mit immer wieder die Augen fast zu. Sodass ich gegen 23:00h, als ich am Hotel in der Teistungenburg vorbeikam, kurzerhand ein Bett und ein Bier buchte und am nächsten Morgen um 5:00h weiterfahren wollte. Naja um 5:15 bekam der Nachtportier mich wach und um halb sechs war es schon wieder hell.
Und nach etwas warm fahren lief es auch richtug gut. Bergab- klar das macht ast immer Spaß, aber auch bergauf lief es wieder ziemlich gut!

Der Zeitplan bis 13:00h ließ keine großen Verzögerunegn mehr zu, aber ich war nochh optimitisch.

Dann war ich fast in Osterode (da hatten die Velonauten beim Flèche schon pausiert- da fiel mir die Kette wider hinten ab. Eine alte Dame fragte, ob sie mir helfen konnte und ich durfte mir einen Schraubenzieher aaus der Werksattt holen, wenn ich noch etwas bräuchte, sollte ich ihre- benfalls schon weißhaarige Tochter fragen.
So ging die Reparatur relativ schnell vonstatten, die kettenschwarzen Hände wurden mit Persil und Spüli wieder sichtbar gemacht und einen Tee mit wirklich netter Unterhaltung bekam ich auch noch….

Jetzt aber los!  Ostrode war sehr schnell erreicht und am Anstig zum Haus Harderode fiel mir die Kette noch einmal ab. So war ich schließlich zielcih erschöüft wieder in großenwieden und war heilfroh, bei Uwe die Brevetkarte noch abgeben zu können.

Fazit:
Fast 7.000 Höhenmeter auf 600km- kann ih derzeit auch mit dem Velomobil.

Bei den Abfahrten haben sich die neuen Vorderräder mit den Kühltürmen auf den Bremstrommeln wirklich gelohnt!!!
Eine Inspektion oder Wartung VOR dem Brevet bleibt, wie zu erwarten war, ein  Muss.
Navigation mit dem Handy kann gehen! Das Routing geht auf diese Art und Weise ähnlich, wie im Auto- aber viel schneller, als in meinem Benz!

Navigation nach gut ausgearbeiteten Routenplänen kann aber um vieles entspannter sein, als mit allen Elektronika.

Wenn der Vogel fit ist, kann LEL gut klappen, aber Zeitdisziplin bei den Kontrollen ist wichtig. Wenn die Pausen dort immer wieder (wie jetzt) 30 min länger dauern, als vorher geplant, schmilzt das ZEitpolste brutal schnell zusammen.

Tolle Strcke, großartiges Brevet, das härteste, was ich bisher gefahren bin!

Dickes Dankeschön an alle Organisatoren, von mir besondera an Uwe Krohne!

BRM 300 Berg. Land -revisited

Gestern hatte ich wieder einen  freien Feitag- heute einen Termin in Bonn, also Tag für eine Farradtour.

Eins der Hauptprobleme am Leben mit Zweitwohnsitz ist für mich, dass die Dinge , die man spontan braucht, „immer“ in der anderen Wohnung sind. Das gilt insbesondere für Sport- und Fahrradutensilien.
Als mir die Idee kam, die Westerwaldrunde -mit der Liege statt dem Velomobil- noch einmal in Angriff zu nehmen, war schönster Sommer- so wie heute fast wieder. Da macht einem das Fehlen von Reserveklamotten, Trinkrucksack, Regenjacke … nicht so viel aus.
Die Wettervorhersage war dagegen grottig.

Das Wetter hielt sich ausnahmsweise an die Vorhersage …

Also mit der Bahn nach Andernach und dort wieder auf den Track einsteigen.

Die Telefonkonferenz am Morgen dauerte viel länger als erwartet- wurde der Himmel währenddessen etwas heller?

Auf dem Weg zum Bahnhof Mehlem- Regen
Bei Ankunft in Andernach, eine Stunde später als erhofft- Regen.
Bis zur großen Pause in Neustadt/ Wied konnte ich meiner Liebesten texten, es habe nur einmal geregnet- durchgängig.

Also: LEL- Vorbereitungs- Brevet der besonderen Art, homebrew:
Wie viel schlechtes Wetter kann ich vertragen. Und dann noch auf der offenen Liege?
Oben lang (Winter Softshell) unten kurz (Wnderhose) ganz unten Shimano Sandalen mit handgestrickten Wollsocken- da der Regen nicht wirklich kalt war ging das erstaunlich gut.
Also nach Neuwied, dann Richtung Isenburg und dann rauf nach Stromberg- geht doch. Und ich wusste ja auch, welche Fotos ich beim letzten Mal NICHT gemacht hatte.

Leichter, als beim letzten Mal- kein Wunder, der Milan wiegt das doppelte und die erste Hälfte hatte ich mir heute ja nicht gegeben.
Strva sagt, dass ich bei allen Klettersegmenten gestern deutlich schneller war, auf den flachen Segmenten bin ich mit dem Milan natürlich viel schneller geflogen.
In Stromberg hätte ich den großen Carport am Ortseingang DOCH für meine Pause nehmen sollen- so wurde es das Bushäuschen in Nauort. Regen- und Windgeschützt, kalte Pellkrtoffen an Fleischwurst (was so noch im Kühlschrank war) und wenig Apfelsaft. Dafür brauchte ich in Ransbach-Baumbach keinen Abstecher zum Chinesen. Den Schlenker durch Montabaur fand ich viel besser. An der Kreuzung war der nasse asphalt so glatt, dass mir der Haltefuß wegrutschte- Und als die Fuhre auf der Seite lag lief eine große Pfütze aus dem Sitz- Badewanne. da kommen bald ein paar Löcher rein.

Danach hatte ich en paar déja-vues und erkannte einige Ecken wieder. Auch das Gefühl, dass die Wester(wald)wellen nervig sein können, stellte sich- milder als beim letzten Mal- wieder ein.
In Freilingen, am Feuerwehrhaus nach dem Steilstück aus dem Ort heraus hatte ich das Gefühl, gleich in Roßbach und somit an dem Stück zu sein, wo im April meine Tour zu Ende war, aber da kamen ja nocht etlich Abschnitte, die ich nicht mehr im Gedächtnis hatte:  am Dreifelder Weiher entlang, nach Hachenburg rauf, durch die ätzende Baustelle (der Schotter auf der Liege noch blöder, als im Milan). Frustrierend, wen man dort nach dem ganze Geacker wieder auf Straßen einbiegt, die in wenigen km nach Neuwied führen …

Ja und dann kam Roßbach, den Aufstieg hatte ich ja noch selbst getreten, die Abfahrt dann im lecker warmen Polizeiaute hinter mich gebracht- und an viele der nachfolgenden Abschnitte erinnerte ich mich auch- hier war der Taxifahrer mit mir langgeheizt.

Das idyllische Wiedtal war für mich eine echte Entdeckung, da muss ich noch enmal hin, gern auch mit meiner Liebsten und dem Tandem und viel Zeit.

In Neustadt /Wied wollte ich eine größere Pause machen. Das Streckenprofil zeigte dahinter noch einen großen Anstieg, das Garmin lief schon auf Reserve und ich hatte Hunger.
Ursprünglich war die Idee, Kaffee und Kuchen, aber es war fast 19:00 Uhr geworden, also richtig essen.
Das Restaurant am Sportplatz hatte draußen eine Schirm für Rad und drinnen Platz und zwei Kaminfeuer (auf den Fernsehschirmen). Die Gnocchi ware sehr mächtig, wollten schon nicht richtig runter und saßen mir dann beim Anstieg nach Vettelschoß quer im Magen- wieder was gelernt. Oben ankegkommen verabschidete sich das Garmin dann ganz und so fuhr ich den Schilder nach Neuwied (grrr) und besonders zur Autofähre nach Linz hinterher.

Übrigens. Nach dem Essen regnete es nicht mehr, Wolken und Dunst machten über dem Rheintale ien tolle Stimmung

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Langsam wurd es auch dunkel, ein besonderer Reiz bei der Steilabfahrt nach Linz hinunter. Beim Warten auf die Autofähre fielen noch einmal ein paar Tropfen.

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Den Weg von Remagen kenn ich ja (zum Glück, die Kurven auch am Rheinufer sieht man sonst im Dunkeln oft nicht wirklich gut.

Noch ein romantische Blick auf  Drachenburg und Drachenfels und die Badewanne hatte mich.

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Fazit:

Das Ding hatte ich – immernoch / schon wieder – unterschätzt

Die Antwort auf Rainer Paffraths Frage am Start: Bei dieen Profilen bin ich definiiv einer von den Langsamen

Die Liege braucht neben den Drainagen in Sitz auch vor lngen Brevets auch eine Kopfstütze.

Ein Regentag auf de Rad? Na und irgendwann scheint auch wider die Sonne. Irgendwann etwas trockenes Anziehen rettet den Abend.

Flèche allemagne 2017: die Velonauten on Tour

Am Wochenende vor dem 1. Mai lud ARA zum Flèche Allemagne und viele viele Randonneure hatten sich angemeldet!

Thomas Ritter hatte sich darum gekümmert, dass dieVelonauten eine gut ausgearbeitete Route unter die Räder nehmen konnten und Marita stellte ihr Yoga-Studio zur Übernachtung zur Verfügung damit wir Samstag früh um 8:00 in Lotte aufbrechen konnten.
Da ich aber den Freitag abend noch mit meiner  Liebsten verbringen wollte, mussten Sturmvogel und ich schon um kurz vor 6:00 Uhr im Auto sitzen und kamen dafür pünktlich kurz vor dem Frühstück an.

Ritters Velomobile hatten in der Garage kuschelige Gesellschaft vom Mango+ von Holger Wessels und von schicken Milan SL von Norbert Ploeger erhalten und freuten sich, als Sturmvogel dazustieß und sie aus dem Stall gelassen wurden.

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Holger hatte vier Walkie-Talkies mitgebracht, die sich unterwegs als Kommunikationsmittel sehr bewährt haben. Ich musste mich allerding erst daran gewöhnen und dann auch noch kapieren, dass diese Geräte sich bei Nichtbenutzung  ausstellen und erste wieder eingeschalte werden müssen, bevor die anderen mich auch tatsächlich hören können.

Ich war besonders gespannt, wie es sich mit einem weiteren Milan in der Gruppe anlassen würde. Eine Antwort darauf fanden wir schnell heraus. Als wir nach 40 km kleiner Straßen und Feldwege die Norbert mit seinem ungefederten Hinerrad bremsten und durchrüttelten, hinter Bohmte auf die von Thomas sog. Velomobilautobahn kamen sauste er davon ud versuchte dran zu bleiben.
Natürlich total unvernünftig, am Anfang einer langen Tour so loszuballern, aber es machte so einen Spaß im Duo die 38km in 46 Minuten fast immer >50 zu fliegen- und dann beim Bäcker in Petershagen 20 min Zeit zu haben wieder runterzukommen, bevor die anderen drei auch ankamen. Und es ist noch einmal gut gegangen- wir sind auch auf der zweiten Hälfte der Strecke alle Steigungen gut hochgekommen.

Die nächste Kontrolle war in Barsinghausen bei Verwandten von Thomas, wo wir mit einem üppigen späten Frühstück empfangen wurden. Insgesamt waren wir deutlich schneller, als Thomas vorgeplant hatte, nahmen den Vorsprung aber gerne mit auf die weitere Reise. Irgendwie fühlte es sich für mich immer noch nach Morgens an, auch wenn die Uhr inzwischen die Nachmittagsstunden heunterzählte…

In Alfeld hatte die Pfeffermühle, die uns neben dem Kontrollstempel auch ein warmes Essen geben sollte noch über eine halbe Stunde geschlossen, also suchten wir uns etwas anderes und blieben schließlich in der Eisdiele hängen, denn auch Ristorante Rimini war noch nicht geöffnet.

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Langsam wurde es hügeliger. Bei einer Pinkel- und Einkaufspause in Kalefeld trafen wir noch dieses Pärchen, dass ein Pinotandem ausprobierte. Ich hatte sie vorausfahrend kurz zuvor schon einmal überholt, aber da bogen sie bald ab, sodass die anderen Velonauten sie noch nicht kannten.

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In Osterode am Harz war dann aber endlich doch ein warmes Essen fällig. Nebeneinander war ein Italiener und ein Grieche. Zuerst fielen wir bei dem Italiener ein, nahmen alle sichtbaren Steckdosen mit unseren Ladegeräten in Beschlag und stellten dann fest, dass dieses Etablissenment mehr take-away und Pizzaversand als Restaurant ist und nicht einmal eine Kundentoilette hatte.
Also Umzug zum Griechen nebenan, die Velomobile konnten stehen bleiben (und sorgten da im Ort für eineiges Aufsehen). Lecker und gut. Und Mehrfachsteckdosen für all unseren Elektroladekram!

Danach war es dunkel geworden. An einer Strecke fuhr ich vor und bog von der Bundesstraße ab, weil diese zur KFZ-Staße wurde. Norbert, dessen Garmin nicht geladen hatte und inzwischen ausgegangen war blieb an mir dran. Die anderen nahmen an dem Kreiverkehr dann doch die falsche Ausfaht und bretterten auf der Hauptstraße entlang. Norbert wartete an eine Ecke, währen dich schon auf einem Wirtschaftsweg 150m hinabgerollt war. Zuerst hatten wir mit den Funkgeräten noch Kontakt. Dann kan die Polizei und beäugte Norberts und meinen Milan, während die Verkehrssünder unbehelltigt davonzogen. Das „Wir warten dann auf Euch“ des letzten Funkspruchs nahmen Norbert und ich uns dann zu Herzen, als wir die Bundesstraße  nach dem gesperrten Abschnitt ider erreicht hatten. Wer nicht kam, waren die Nichtmilane.  Also konnten norbert und ich wieder alles aus den Kisten herausholen und richtig- irgendwann kamen die anderen vor uns in Sicht- und hatten keinerlei schlechte Gewissen;-).
Nahc einer Pinkelpause, die ich einfordern musste, waren sie schon wieder davon…

So langsam wurden wir auch müde und leichter gereizt. Zudem wude die klare NAcht richtig kühl.
Plötzlich hielt Thomas an, weil er ein seltsames Geräusch an seinem Quest vernhm. DasHinterrad war nicht locker, Kette, Umlenkrollen und Schaltung auch in Ordnung- eine Radabdeckung hatte sich gelockert. Bei dem recht abrupten Stop fiel mir die Kette runter, Thomas  richtete sie wieder- vieln Dank dafür!
Bis ich alles wieder eingepackt hatte waren Norbert uud ich wieder die letzten, an einem Radweg mit einer steilen, kurzen Rampe mit je 18% rauf und runter holten wir die anderen dann- erst einmal- wieder ein. Auf der nächsten, ansteigenden Straße file Norbert dann die Kette voren runter, er war aber schneller und geschickter, als ich zuvor, sodass wir wieder die Verfolgung aufnehmen konnten. Irgendwie fielen wir somit immer wieder in zwei Gruppen auseinander.

Kurz vor der Morgendämmerung begegneten wir einem total durchgefrorenen und SEHR abgekämpften Randonneur aus Braunschweig, allein mit dem Rennrad. Sein Team war teils gar nicht erst gestartet, teils hatten die Kameraden abgebrochenund sich abholen lassen. So, wie er aussah, wäre das auch für ihn eine gute Idee gewesen, aber der Durchaltewille war- zu diesem Zeitpunkt  anscheinend- das stärkste an ihm. Ob er es noch nach Eisenach geschafft hat?

Irgendwann- Norbert und ich waren schon wieder allein- graute der Morgen.
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Wenig später mit unseren schönen Vögeln
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Als wir die anderen fast wieder einmal eingeholt haben kamen wir auf einen wirklich schrecklichen, für VMs unbefahrbaren Feldweg. Und als wir diese Schiebstück ENDLICH hinter uns hatten, gabe es einen Platten.
Nein nicht beim Pannenkönig, sondern bei Norbert. Aber ich hatte aus meinem Malheur vor einer Woche gelernt, dass man den schlauchlosen Reifen nur weil die Luft hörbar herauspfeift nicht gleich demontieren soll. Sondern erst einmal Pannenmilch einfüllen und aufpumpen sollte. Und es klappte sogar!

Und wie der aufmerksame Betrachter sieht, sind aus dieser Einmündung schon ein paar Velomobile auf die Straße abgebogen.

In dem abschüssigen Gelände machten wir mit den Milanen die verlorenen Zeit wieder gut, sodass wir in dem Strom von Fahrrädern auf der Auffahrt zur Wartburg auch unsere Mitvelonauten wieder einholten und somit das ganze Team praktisch gleichzeitig  am Ziel war.

Fortsetzung folgt.

Pleiten, Pech und Pannen

Mein erneuter Versuch einen 300er zu finishen.

In diesem Jahr habe ich einen Startplatz für LEL erhalten und beschäftige mich viel mit der Vorbereitung. außerdem wurmt mich, dass ich 2016 kein 300e Brevet abgeschlossen habe, weil mir immer wieder etwas dazwischen gekommen ist. Marita und Thomas Ritter aka dieVelonauten haben den Titel Randonneur 5000 längst in ihrem Trophäensaal.

Also nahm ich mir vor, in diesem Jahr wieder eine komplette Brevet Serie zu fahren. Dabei ist es gar nicht so leicht, die Termine in den Kaleder zwischen berufliche und familiäre Termine zu bekommen.

Der 200er in Münster lief ja- bis auf die scheinbar unvermeidlichen Reifepannen.
Der 200er im Emsland, von meinem Verein RSC Lohne ausgerichtet, war in diesem Jahr eine familieninterne Sache, die hier nicht weiter ausgeführt werden braucht.

Gestern war nun der 300er im Bergischen Land, mit Start in Troisdorf und vielen Höhenmetern in Eifel und Westerwald. Hajo hatte seinen sehr schönen Bericht im Velomobilforum schon gepostet, als ich noch meinte, die erfolgreiche Ankunft sei mir sicher. Er ist der schnellste und sicher einer der erfahrensten und besonnesten Brevetfahrer, den ich kenne.

Aber der Reihe nach: Berichte von diesem Brevet hatte ich schon gelesen und wusste, worauf ich mich gefasst machen musste. Bei der Wettervorhersage war dies als zweites Brevet mit der offenen Liege überhaupt aber keine Option. Es galt einiges auszuprobieren:
– der mir noch unbeannte Startort (mit Umwegen gefunden, dafür habe ich mich später praktisch nicht mehr verfahren).
– die neuen Laufräder mit „Kühltürmen“ an den Bremstrommeln und den hoffentlich pannensicheren UND schnellen schlauchlosen Schwalbe proOne. Dazu erstmals einen Kojak hinten.
– meine aktuelle Kondition und Gelassenheit beim Bergauffahren- wenn ich mein Schwergewicht dieSteigungen hochwuchte.

Wenige 100 Meter vor dem Startort und (noch so eben) in der Zeit, um vor dem Gruppenfoto auch noch meine Brevetkarte abholen zu können, wurde ich von einem Auto gerammt, dass langsam rückwärts aus seiner Einfahrt kommt, großes gelbes U- Boot? helle Lichtkanone? laut brüllender Fahrer? alles egal.

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Nach dem Unfall

Da die Fahrerin zum Glück sehr langsam rangierte, ist mir nicht passiert, aber Sturmvogel hat Dellen, Kratzer und Anbrüche in der Karosserie abbekommen, schien aber noch fahrtüchtig zu sein.

Die Fahrerin war total geschockt, die musste ich ert einmal aufbauen und in den Arm nehmen. Bei der eindeutigen Situation die ich auch mit Beildern dokumentierte einigten wir uns erst einmal auf: keine Polizei.

Schon auf der Anfahrt von Bad Godesberg nach Troisdorf ab kurz nach 6:00Uhr (brrr) zum Start, bei leichtem Regen und feuchter Fahrbahn, kam ich in einem Kreisverkehr ins Rutschen, obwohl ich bei dem normalen Tempo derartiges von meine sonst benutzten Reifen nicht erwartet hätte. Das konnte ich rechtzeitig abfangen und merkte es mir…

Dann hatte ich das Waldstadion endlich gefunden und die Randonneure stande schon alle versammelt und scharrte mit den Hufen. Die Details zu Baustellen hörte ich wohl- allein als Ersttäter hatte ich bei den meisten Ortsnamen keine Vorstellung davon, wo und wann ich da vorbeikommen sollte.

Als die meisten schon auf und davon zogen ging ich mit Rainer Paffrath und Harald Hammer noch einmal ins Sportlerheim und holte meine Brevetkarte ab.  Rainer fragte mich noch, ob ich einer von den schnellen oder den langsamen sei. Wenn keine Pannen dazwischenkommen eher von den schnellen, war meine – otimistische Antwort. Die Anstiege kannte ich ja noch nicht.

So gegen 7:15 saß auch ich dann in meinem Vogel und hatte einen Nachzügler, vor mir, der mir das Navigieren aus Troisdorf raus etwas einfacher machte. An der Rheinbrücke war ich dann alleine und versuchte erstmals diese zu queren- mit Wende in vier Zügen in der schmalen Spitzkehre auf der Ostseite.

Dann lief es erst einmal gemächlich bergauf, nach 25km in Üllekoven ein erster steiler Anstieg, und da war ich schon nicht mehr allein. An der Tankstelle in Weilerswist hatten manche schon eine echte Krise, weil ihr Garmin nur diese erste Etappe geladen hatte und sie jetzt auf ihren Mitfahrer angewiesen waren. Es dauerte bis in dieser Gruppe die Stimmung wieder besser wurde.

Die nächste Kontrolle war in Effelsberg bei dem riesigen Radioteleskop,20170422_110309 da hatten wir den höchsten Punkt der Tour schon hinter uns, an der Steinbachtalsperre vorbei ging es lange und zum Teil recht steil bergauf. Hier überholten mich (natürlich 😉 etliche RR-ler wieder.

Beim Aussteigen in Effelsberg hatte ich schon den Eindruck, rechts vorne sei wenig Druck und vor der Weiterfahrt war klar, da war ein deutlicher Druckverlust.
Hmmm: tubeles heißt, es gibt keinen Schlauch den man wechseln oder flicken könnte. Theoretisch soll ja die Pannenmilch den Reifen immer wieder abdichten, man muss nur nachpumpen- na dann los!
Bei den folgenden Abfahrten hatte ich also zwei Gründe, vorsichtig und zurückhaltend zu fahren- die Reifenhaftung bei Feuchtigkeit und den immer wieder absinkenden Lufdruck mit Untersteuern in Rechtskurven. Also gewöhnte ich mir an, immer mal nachzupumpen, besonders bevor ich mich nach einem Anstieg wieder in die Abfahrt stürzen konnte. Trotz dieser Zurückhaltung sagt mein Garmin, hätte ich irgendwo kurzfristig 104 km/h auf dem Tacho gehabt (mein neuer Rekord ;-). Der kleine Bordtacho registrierte immerhin noch 96.

Kurz vor dem Laacher See wurde es fast hell. Hier machte ich ein ordentliches Picknick und diese schönen Bilder:

Nach der erneuten Rheinüberquerung in Neuwied war mal wieder Aufpumpen angesagt.
Nanu, während des Pumpen hielt sich der Druck mal gerade bei 4 bar- zu wenig zm Weiterfahren, also Plan B: Schluss mit tubeless und einen Schlauch einziehen.
Mindestens eine halbe Stunde habe ich gebraucht um den Mantel aus der Felge zu bekommen, welch für die Luftdictigkeit eine spezielle Nut hat, in die der Reifenwust gepresst wird- aber holla!
Ein Anwohner bot mir seine Hilfe an, ich könnte ruhig auch klingeln kommen, er sei noch eine Weile zu Hause- der erste einer ganzen Reihe außergewöhnlich freundlicher und hilfsbereiter Menschen, die mir an diesem Tag begegnet sind.

Schließlich lief es wieder und bis Isenburg stieg es so sacht an, dass ich richtig flott unterwegs war. An der Ampel unterhalb der Burgruine stand schon ein Randonneur auf dem Rennrad und murmelte etwas von „jetzt geht es gleich richtig hoch“- nach Stromberg. Und wie recht hatte er. Nun, ich kurbelte mich mit offenem Lukendeckel auf dem kleinen Kettenblatt hinauf und überholte einen weiteren RRler, der in der Serpentine eine Trink- und Verschnaufpause macht und dann trotzdem nicht wieder herankam. Ein neues -kleines- Problem: der Bremszug, mit dem der Lukendeckel vorne anschlägt verlor jetzt nicht mehr nur gelegentlich ein einzelnes Drähtchen, sondern es brache die meisten Drähtchen auf einmal. Also die nächsten Anstiege (zum Glück war der härteste ja nun geschafft) mit per Hand (weniger weit) aufgehaltenem Luk gefahren, das ging auch.
Dem Westerwald kannte ich vorher so gut wie überhaupt nicht. Das Wortspiel mit den Wetserwellen drängte sich mir auf, immer wieder (gefühlt jedenfalls) steil bergauf und nur manchmal gelang es mit dem Schwung eine Kuppe zu überfliegen.

Vor der nächsten Kontrolle in Montabaur kamen wir durch Ransbach- Baumbach, es war kurz vor sechs und ich hatte Hunger. Nudeln schwebten mir vor, also ein (italienisches?!) Restaurant suchen – und mit Mr. Le keine 200m von der Strecke einen Chinesen gefunden, bei dem ich zur Erbauung des Kochs nicht nur eine wirklich große Portion gebratener Nudel bekam, sondern auch verputzte. Die Portion gebackenen Bananen zum Nachtisch war ann auchwieder sehr üppig. Kurz darauf  Montabaur, bei der Kontrolle war ich 20 min über die Zeit, gut dreißig km Westerwelle später in Hachenburg war das noch so geblieben, aber es war ja noch viiieeel Zeit bis ins Ziel und sollte in der Tendenz ja bald auch anfangen, meist  bergab zu gehen. Nur das Ziel vor 23:00 Uhr im Ziel noch das von Rainer Paffrath ausgelobte Freibier abzuholen konnte ich dort abschreiben. Aber Beine, Lust und Laune waren gut.

Bis
ja bis es rechts vorne wieder rumpelte, jetzt also die bekannte Übung den Schlauch zu wechseln- normalerweis eine Sache von 12 -15 Minuten.
Normalerweise.
Der Mantel ging wieder nicht aus der Felge.
Partout nicht!
Nicht und nicht, auch nicht mit dem Trick mit dem Schraubenzieher statt Reifenheber, der in Neuwied geklappt hatte.
Also die Harry Potter- Nummer durchziehen: zerrrreißen, zerrrfetzen, zerrrschneiden.
Verdammmt zäh das Ding!

Und dann: neuer Schlauch, Reservereifen und der will nicht auf die Felge.
Der Reifenheber schafft es nicht. das freie Stück wandert rund um das Rad herum.
Zwischendurch hält eine Art Abschleppwagen, grell bunt beleichtet, wohl ein alter Ami-Truck. Der hatte 10km vorher schon gewendet und nachgefragt, ob ich Hilfe bräuchte, als ich nur eine Pinkelpause machte.

Nun hatte er seinen Kumpel weggebracht und bot mir nochmals seine Hilfe (mitnehmen, in der heimischen Werkstatt…) an, die ich mit meinem Randonneursstolz natürlich nicht angenommen habe „ich bin in 20 min fertig“ Pah!
Aber er fährt ja Oldtimer, z.B. eine Vorkriegs-Harley und weiß, wie das ist, mit ner Panne. Großartiger Mensch!

Es war ja wenig Autoverkehr und ich hatte mir zum Reparieren eine Stelle ausgesucht, an der die schnurgerade Staße etwas breiter war. Rücklicht hinten und Batterielampe nach vorne sicherten mich gut sichtbar ab. Und etwa jedes dritte Auto hielt an und bot Hilfe an. Wirklich sehr sehr nette Leute da im Westerwald!

Irgendwann machte es bei den Bemühungen mit dem Mantel leise pffft. Ich hatte dann DOCH mit dem Reifenheber ein Loch in den ehemals neuen Schlauch gezwickt. Also flicken, DAS konnte ich immer noch.
Insgesamt habe ich dot sicher länger als eine Stunde herumgewerkelt. Dann Blaulicht von hinen! Hier ist die Polizei!
Jemand von den Vorbeifahrern hatte einen Rollerfahre gemeldet, der auf der Straße liege- wohl einer, der mich nicht gefragt hatte, wie es mir geht.
Nunja: ich müsse von der Straße runter. Außerdem war ich frustriert und fror inzwischen in fast 400m Höhe in der sternenklaren Nacht. Also überredete ich einen der beiden zu einem letzten Versuch mit zwei Reifenhebern und –
der (metallverstärkte) Reifenheber knicjte durch. Also Abbruch.

Der Sturmvogel wurde abseits der Staße geparkt und dann durfte ich in dem warmen Polizeiauto- jetzt ohne Blaulicht bis nach Rossbach mitgenommen und durfte drin sitzen bleiben, bis ich eine Taxifirma gefunden hatte, die bereit war mich dort aufzusammeln und nach Godesberg zu bringen.

Das war eine unterhaltsame Fahrt von einer guten Stunde zum üppigen Festpreis (160,-(. Der Fahrer, ein Berufsfeuerwehrmann, war froh, keine Teenies von der Kirmes nach Hause fahren zu müssen und erzählte und erzählte.

Tja um zwei war ich in der Badewanne und bald schlief ich tief und fest.

Fazit:
Pro1 tubeless sind schnell, aber ob das mene Technik bleibt, wird sich am Freitag entscheiden, wenn ich mit  ein paar Telefontips vom Laufradbauer entweder klar komme- oder eben nicht.
Eigentlich bin ich ziemlich fit und komme mit dem Vogel eigentlich jede Straße herauf, die zumindest die Mittelgebirge zu bieten haben.
Brevets sind und bleiben ein Abenteuer (jetzt auch auf Strava).

Am nächsten Wochenende gibt es schon wieder mehr davon, als Team in der Sternfahrt nach Eisenach bis zur Wartburg.

Ich werde berichten.

Breisgau Brevet 2017

Die Randonneure in südlichen Gefilden haben andere Sorgen, als wir Nordlichter.
Und zumindest im Sturmvogel können mir Wind und Wetter auch weitgehend egal bleiben.
In den kommenden Wochen kommen meine ersten Brevets mit der offenne Liege, dem Fuegobvon Nazca. Mal sehen!

Velotour by tifig

Den arbeitsfreien Freitagnachmittag für eine Anfahrt von Basel nach Freiburg zu nutzen, stellt sich als gute Entscheidung heraus: Auf dem letzten Viertel des Belchen-Brevets (in ein paar Wochen…) rollt es gut mit Rückenwind rheinabwärts. Hoffentlich dreht der Wind bis morgen…

Rheinbrücke Fessenheim
Während der morgendlichen Anfahrt spüre ich das _eine_ Bier zuviel und die _eine_ Stunde Schlaf zu wenig doch ein bisschen. Die Müdigkeit ist nach sieben Km weg, als mich M. vor dem Eingang des Augustiners begrüsst und ich mich kurz darauf mit Leckereien auf dem Teller zu U. und P. setze.

In P.’s Windschatten geht es etwas nach acht recht flott nach Osten talaufwärts. Der wolkenverhangene Himmel verhindert, von der Sonne geblendet zu werden. Am Fuss der ersten Steigung sage ich tschüss und erwarte nicht, die Beiden wiederzusehen – an jeder Kontrolle werde ich vor ihrer Abfahrt ankommen und trotzdem waren das die einzigen gemeinsamen Km.

In St.Märgen…

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Brevet Münsterland 18.02.2017

Der Start in die Brevetsaison begann für uns dieses Jahr in Münster. Im ersten Jahr dieses Brevetsandorts 2016 passte es terminlich ja nicht.

Durch den Hinweis im Velomobilforum, dass @ChesitophS und seine Frau Randonneure vor dem Start einladen, bei ihnen zu übernachten habe ich mich dort für den Freitag abend angemeldet.

Die Fahrt von Nordhotn mach Münster war die erste sportliche Aktivität bei abklingender Bronchitis und lief ziemlich gut. Leichter Daurregen aber keine Probleme. Es war auch die erste Testfahrt mit dem neuen Sichtkonzept, rechts eine Kontaktlinse für die Ferne, links keine Augenkorrektur um das Garmin am Lukendeckel optimal ablesen zu könne und eine Sportbrille (vom Optiker zum Austesten gestellt- Danke!) statt der normalen Gleitsichtbrille. Auch das klappte sehr gut- besser, als mit der Brille bei solchem Wetter.

Abendes gabs lecker was zu essen und viele Fahrradgeschichten gegenseitig zu erzählen. Ein großes Dankeschön für die Gastfreundschaft!

Samstag früh also die 400m zum Start, Christiane und Christoph fuhren vor und ich hatte Mühe an Christanes Trke dranzubleiben- es rappelt merkwürdig hinten im Radkasten – und fing dann auch an zu schwimmen.
Hinten platt- hatte ich in freier Wildbahn ja (zum Glück) noch nicht so oft. Wir schoben dann erst einmal zu Start, ich holte meine Brevetkarte ab und macht mich dann an die Reparatur.

Das Ventil hatte sich aus dem Schlauch gerissen- welch ein Glück, dass das nicht schon am Abend zuvor im Dukel und bei Regen passiert ist.
Alles auspacken, Milan umdrehen, Rad ausbauen ging ziemlich gut. Eine Stufe zur Auflage fand sich auch, das nächst Mal kommt auch wieder der Bug nach oben und die Lichtkanone im Heck auf den Boden- Chrsoph hat ihn bereitwillig gehalten und satbilisiert.

Bei dieser Gelegenheit habe ich dann den schweren Winterreifen runtergeschmissen und durch den ewig und drei Tage mitggefahrenene Conti GP ersetzt. Bei Wiedereinbau hat es aber einige Anläufe gebraucht, bis ich die Kette wieder richtig auf das Ritzel gebracht hatte. Reparaturdauer etwas mehr, als eine Stunde meine persönliche Startzeit ziemlich genau um 9:00 Uhr.

Er lief gut mit dem leichten Hinterreifen, richtig gut!

Auf dem Weg nach Westen ginge es im Münsterland durch hügeliges Terrain ert einmal vorwiegnd bergauf, nie wirklich steil und schließlich wurden die Höhenmeter auch wieder in Geschwindigkeit umgesetzt. Wann würde ich die ersten Randonneuere einholen?

Kurz vor Winterwijk brauchte ich viel Kraft fürs Lenke in eine Rechtskurve- da der Sommerreifen einen kleineren Durchmesser hat, als der Winterschlappen setzten die Fußhubbel noch nicht vermehrt auf. Zwar war tatsächlich die Sonne schon herausgekommen, aber ich hatte KEINE LUST auf Flicken. Einmal nachgepumpt und erst einmal weitersehen.

An der Grenze nach NL überholte ich den ersten Trupp von Mitstreitern, dann war es nach Winterwijk auch nicht mehr weit.
An der Einflugschneise war ein wirklich interessantes Shufenster bei ACE mit diversen Liegerädern bis zum back-to-back- Tandem. Ein lohnendes Ziel.

Beim Bäcker im Stadtzentrum traf ich @Gero, der kurz danach wieder auf sein ZOX stieg. Vor dem Losfahren noch einmal den Reifendruck geprüft, na klar links vorne war noch nicht platt, hattte aber spürbar nachgelassen. Aber es schien ja die Mittagssonne warm vom blauen Himmel, um die Ecke fand sich ein sonniges Plätzchen, zwei neue Schläuche hatte ich mitgenommen, den ersten also eingezogen,  gleich zwei Splitt(er) aus dem Durano gepult, aufgepumpt und los.

Nach 200m auf die Straße, dann schwimmt es rechts- womit habe ich das verdient?!
Also same procedure mit dem Durano plus, was die Standzeiten durch Reparaturen auf ca. 1,5 h getrieben hat. Inzwichen waren alle Randonneure  wohl wieder durch, aber so  tauchten immer wieder einzeln und in kleinen Grüppchen Randonneure vor mir auf- das war schön.

In Haaksbergen schon die nächste Kontrolle, der Marktplatz war noch voll von uns, in meiner Kneipe (Cafe Zeezicht, gleich am Markt das erste Haus links- nicht empfehlenswert- der Patron rauchte eine Selbstgedrehte ach der anderen, eine Suppe würde etas dauern – nächstes Mal woanders).

Das Gefrotzel à la „ich dachte die Dinger sind schnell“ konnte ich gut ertragen und ließ das Grüppchen aus drei Liegen und einem QuestXS am Ortsausgang dann auch bald hinter mir.

Bis Greven keine besonderen Vokommnisse- die Sonne verzog sich wieder hinter Wolken, es kam etwas Südwind auf. Der erste Bäcker in Greven hatte schon zu, also einen Milchkaffee bei McDoof schräg gegenüber mit einer Horde kreischender Teenies: Ihr Auto ist echt cool- das ist mein Fahrrad … … .

Von da nach Münter hatte ich mir vorgestelt, sollte es doch schnell gehen können. Thomas @knightrider und Marita hatte gesmst, dass sie im Ziel seien und wegen Lichtproblemen mit ihrem Bulli auch gleich heimfahren würden, aber mei Track kurvte da noch ganz schön über die Dörfer. Ich hatte die Angaben auf dem Garmin „noch 21“ km ja für eine Ente gehallten, weil ich zwischendurch vom Track runter gewesen war, es stellte sich dann aber doch als korrkt heraus. Also es zog sich und mänderte duch die Vororte. Irgendwann hatte ich lauter déjà vu- Erlebnisse, weil ich Gebäude und Kreuzungen wiedererkannte, an denen ich abendes zuvor auf dem Weg zu Christiane und Christoph vorbeigekommen war.

Dann hatte ich auf einmal ein déjà vu, dass ganz eindeutig vom Morgen stammte- die Landstraße nach Nottuln KONNTE nicht mehr vor dem Ziel liegen.  Und die „1“ auf dem Display des Garmin hatte auch eine ganz einfache Botschaft: Du bist voreigefahren, hah ha ha.

Also war es nicht mein Tag? drei Platten auf 200 km? Das Ziel verfehlt?

Och nöö, wie @ReneF schon kommentierte: zwei Platten sind ja für mich gar nichts. Und nach Quinoabrei und Bollo und einer lohnenden Paus für eteass smalltalk (@Gero war auch schon da, aber ganz schön alle) hatte das Garmin auch wieder Saftfür die Rückfahrt. Zu Hause hatte ich dann 305 km auf der Uhr und 10:45h mit 43 und bin eigentlich ganz zufrieden.