1000 du Sud 2020-

Annährung an einen Klassiker in 5 Tagen

Schon beim ersten – virtuellen- Kennenlernen der Randonneurs-szene hatte ich mich in Resieberichten über „Sophies Welt“ und die von Sophie Matter nunmehr seit 10 Jahren oraganisierten Extrembrevets von 1000km und min. 20.000 Höhenmetern in den französischen Alpen und angrenzenden Gebieten in Italien und der Schweiz verloren. Der Traum, hier selber einmal zu starten war seitdem als kleiner Samen in mir.
Nach einigen Jahren als Randonneur und als einer, der sein Velomobil auch in hügeligem und bergigem Gelände einsetzt, wurde mir aber schnell klar, dass ein Velomobil bei einer derartigen Aktion nur Nachteile hat:
bergauf: schwer und in Langsamfahrt zu wenig belüftet für eine zufriedenstellenden Kühlung des „Motors“
bergab: in dauernder Gefähr, die Trommelbremsen zu überfordern
im Flachen: nun bei einem Blick auf das Streckenprofil gibt es das gar nicht.

Mit meinem ersten einspurigen, offenem Liegerad, dem Nazca Fuego bin ich einige der Brevets im Bergischen Land gefahren, mehr ging damit aber nicht.

Um mich als Liegeradler dennoch Superrandonnées (600km mit min. 10.000hm) und irgendwann einmal auch den 1000 du Sud stellen zu können, tauschte ich das Fuego vor 2 Jahren gegen den Alpentourer 1 von Wolf und Wolf ein, eine erste- im Vergleich mit anderen Strecken sicher relativ harmlose- Superrandonnée bestanden wir im Juni.

Bei dieser Gelegenheit setzte mit Henrik den floh ins Ohr, die 1000 du Sud (MDS) doch in diesem Jahr zu fahren. Zwei Wochen des für die Amerikatour geplanten Urlaubs hatte ich noch übrig, und nach einer mehrfachen Termindiskussion mit einem Kollegen schien das Zeitfenster der MDS auch zur Verfügung zu stehen. Am Samstag davor hatte ich mit meiner Frau schon lange vorab beschlossen, den Klangwechsel des John Cage Projekts in Halberstadt zu erleben. Das ergab eine Anreise mit dem Auto ab Halberstadt am Sonntag und Montag mit dem Plan bis 15:00h, kurz vor dem Start der erste Teilnehmer in Cotignac einzutreffen um selber Dienstag früh auf die Strecke zu gehen. Letztendlich ergab es sich, dass ich Henrik in Gießen aufsammeln würde und wir die lange Autofahrt zu zweit hinter uns bringen würden.

Nach 13.000km und den gemachten Erfahrungen habe ich das Rad auf die MDS vorbereitet: alle Komponenten des Antriebs wurden in diesem Jahr erneuert, dabei unmittelbar vor dem Start die 12-fach Kassette 10-50 Z getauscht und ein neues, kleineres Kettenblatt mit 36 Zähnen montiert. Ein neuer Lenker hatte Verlängerungen der Griffe um 3 cm. So konnte ich die Minimalgeschwindigkeit von ca. 4kmh mit einer verträglichen Kadenz und balancestabil pedalieren. Zur Gewichtserparung habe ich sogar den Ständer demontiert.

das gepackte Rad, schon auf der Tour

Ich selber war nach Abschluss der Sommertour beruflich und familiär so eingebunden, dass ein echtes Trining über die Arbeitswege im Velomobil hinaus nicht stattfand. Das Gewicht pendelte auch stabil um die 96kg. Viel Zeit für eine Vorbereitung hatte ich nicht.

Eine Woche vor dem Start stellte sich heraus, dass die Absprache mit meinem Kollegen den Weg in den offiziellen Urlaubsplan nicht geschafft hatte. Nach einigen bangen Stunden ließ sich aber ein Vertretungsplan erstellen, wenn ich am Donnerstag und Freitag der zweiten Woche selber schon wieder arbeiteten würde. Ufff!
Eine Packliste entstand. Und wurde Freitag vormittags abgearbeitet, als meine Frau in der Schule war und bevor wir nach Halberstadt aufbrechen würden.
Am Anfang kam mir die Zeit viel zu kurz vor, aber in 1 1/2h sortierten sich die in Frage kommenden Gegenstände in die Körbe „einpacken“ und „dalassen“. Pullover vs. Merinotrikot wurden ausgewogen, Trinflaschen vs. Trinksack ebenso- Merinotrikot und Trinksack haben gewonnen. Dann alles zu Probe einpacken (passt das wirklich alles in die Tasche?!) und das Rad ins Auto verstaut. Die Liste war abgearbeitet, also müsste alles dabei sein.

Jour 0- Ankommen

Gegen 12:00h traf ich mich mit Henrik in Gießen, seine Sachen und sein Rad waren schnell verstaut und so rollten wir in angenehmer Unterhaltung Richtung Südfrankreich. In Valences buchten und fanden wir mit einigen Mühen ein F1-Hotel, bekamen bei einem Inder noch etwas leckeres zu Essen und brachen morgens früh wieder auf. Gegen 13:00h erreichten wir ganz plötzlich schon Cotignac, wir trafen Sophie, ihren Mann Bernard, einige andere Randonneure. Henrik baute sein Zelt auf und ich versuchte unsere Sachen auseinander zu sortieren- was sich als nicht ganz einfach erwies.

Leute treffen und etwas kennenlerenen, das MDS-Trikot anprobieren (doch lieber XXXL) die berühmte Kachel in Empfang nehmen, heuer bereits als Belohnung fürs Erscheinen; mancher war zunächst etwas enttäuscht, dass es sie nicht am Ende als Belohnung gab. Sophie redete mir dei frühe Startzeit um 7:00h aus, so langsam sei ich doch bestimmt nicht und 8:00h sei bestimmt ausreichend um nicht zu früh an der Tagesbaustelle in La Colle St. Michel anzukommen (Schließlich war es 22:00h!)

Schließlich fuhren 5 deutsche Randonneuere in meinem Auto ins Tal nach Cotignac und erhielten eine erste Lektion in französischen Öffnungszeiten. Um 18:00h gab es noch nichts zu esen, in der Bar immerhin schon eine Runde Getränke und dann ab 19;00h endlich doch etwas leckeres unter den Platanen auf dem Dorfplatz.

Jour 1 – vom Randonneur zum Touristen in 1 Tag

Bis alle Sachen verstaut waren war es dann schon 8:30h, bis Henrik und ich gemeinsam und in einem losen Grüppchen aufbrachen, das ich dann sehr schnell davonziehen ließ. Die noch später gestarteten zogen vorbei und bemitleideten mich auf der Liege, aber ich fühlte mich wohl und kam gut voran. An eine echtes Startphoto hatte ich nicht gedacht, dies ist von kurz danach

Ich hatte versucht, mir im Vorfeld klar zu werden, wo es wohl Versorgungsmöglichkeiten entlang der Strecke gäbe – und die Tabelle dann weder ausgedruckt, noch aufs Handy überspielt. Nicht vorbereitet war ich darauf, wie wir gleich in großartigste Landschaften geführt wurden. Die erste Kontrolle am Tunnel du Fayet ist oberhalb der Verdonschlucht gelegen- die wir uns wohl in ganzer Länge und Herrlichkeit erarbeiteten.

1. Kontrollfoto: 12:25, 52km, 1925hm, 3:55h

Guter Stimmung ging es zunächst ein stück bergab, Das Grand Canyon café machte mich nicht an, aber an einer Brücke gabe es einen Kiosk für Café double und ein Eis.

Weiter. am übernächsten Anstieg ging der Track an einem malerischen, kleine Dorf vorbei. Es war Mittagszeit. Ein Hüngerchen meldete sich. Es war heiß. In den Ort gerollt, man saß auf der Straße und aß, bereitwillig wurde Platz gemacht. Ja etwas weiter gebe es ein Café.

Trigence et son Café

Hier traf ich Eric zum ersten Mal, kurz vor dem Aufbruch, wir radebrechten Randonneurslatein, stellten fest, dass wir ein PBP und ein LEL gemeinsam hatten und dass es mit den unterschiedlichen Rädern sicher nicht klappen würde, zusammen zu fahren. Bonne route, bonne Chance!

Kontrolle 2: 34km, 1054 hm, 3h

Diese Abfahrten! rauschhafter Genuss! Das Rad liegt satt auf der Straße, die Bremsen sind immer souverän, die voerdere fängt nach ein paar Kehren etwas an zu singen. Grandios! und dann eben wieder rauf, das muss man sich halt verdienen! Die Anstiege heute sind alles gut zu fahren, meist mit 1-2 Gängen in Reserve.

Auf dem nächsten Teilstück gab es ein landschaftliches Highlight. Es ging lange ein Hochtal bergab, durch eine Art Schlucht, dann erweiterete sich das Tal nach links. Und der Track ?! der wendet sich nach rechts, aber- da ist doch diese solide, steile Felsplatte und Ende, oder?
Naja, fast: da ist auch noch die Clue de Saint Auban, eine enge Schlucht, teils nur so breit wie ein Zimmer, links die einspurige Straße, ein Mäuerchen und dann der Fluss, l’Esteron, mal wenige, mal zig Meter unter einem. Und es läuft. Und dann noch Serpentinen abwärts. Krass!

Und dann in der Sonne, nur teils im Wald wieder hinauf. Zunächst nach Brianconnet.

Merci beaucoup, sehr willkommen!

Dann zum Col de Bruis 1196m ü. NN., verdammt steil das Ding, die ersten paar m geschoben! (17:42). Aber es ging auch lange schön steil wieder runter ;-)))
Der Anstieg zum Col de Félines mit der nächsten Kontrolle ging dann wieder gut.

Kontrolle 3. Etappe 42km, 1245hm, 2:45h. Eric war auch noch da.

Hier traf ich wieder aus Eric, der am Telefon noch gechäftliche Dinge klären musste.

Nun kam die irrsinnige Abfahrt hinab nach Entreveaux: schmale Straße, starkes Gefälle, viele Serpentinen, hier und da etwas Rollsplitt. Und dann das Chateaux zwischen den Tälern, – daher der Name, den ich mir sogar merken konnte.

le Chateau d’Entrevaux an der Mündung der Chalvagne in den Var. Beim nächsten Besuch wünche ich mir genug Zeit zur Zitadelle hinaufzulaufen.

Frustraner Versuch, etwas zu essen zu bekommen, es war noch zu früh, also nach einem Kaffee weiter. Also rasch den Var und später seine Nebeflüsse im Tal aufwärts. Es wurde schon Abend und fing an zu dämmern. In Annot war dann Dinnertime. Ein Café hat geöffnet, ist auf der Terrasse ziemlich voll, aber Eric winkt mir zu. Er hatte auch noch nicht bestellt. die Lasagne tat uns gut. Die Madame erkundigt sich, ob wir ein Zimmer bräuchten. Nein wir hatten noch einen Termin in La Colle St. Michel, denn auch morgen wäre dahinter die Straße wegen der Baustelle ja gesperrt. Gegen 20h Aufbruch, ich rechnete mit 2h, das passte auch. Eric fuhr alleine vor, wir hatten aber beide den Plan an einer passenden Stelle unter freiem Himmel zu schlafen.

Kontrolle 4. Etappe 38km, 1500hm, 4:15h
Zielzeuit 22:22h. Sophie, ich bin noch viieel langsamer 😉

Jetzt war die Luft auch irgendwie raus. Die Abfahrt, auch durch die Baustelle ging mit dem Edelux-Scheinwerfer, der am Wolf ja am Rahmen und nicht an Lenker der Gabel montiert ist und so stur geradeaus scheint und der kleinen Batteriestirnlampe ziemlich gut.
Auf einer Wiese zwischen Thorame haute und Thorame basse reflektierte etwas und Eric winkte und rief mich an. Nachtlager, das Gras war vor kurzem geschnitten worden, Kopfposition leicht bergauf, Rettungsdecke ausgepackt (die fährt seit PBP 2015 immer, bisher ungenutzt, mit) und mit dem Schlafsack darin eingewickelt.
Da die Kontaktlinse drin blieb konnte ich den Nachthimmel scharf sehen. Die Milchstraße!
Gegen 23:00 schliefen wir. Bei jeder Bewegung raschelt die Rettungsdecke, das störte mich und ich hatte Angst, damit auch Eric zu stören. Der es sich mit Isomatte und Biwacksack bequem gemacht hatte.

Wahnsinnstag, großartig!
Aber eindeutig: Diese Strecke ist für mich im 100h -Limit nicht zu machen.
Also weiter als Tourist !

Jour 2 Nachts sind alle Katzen …

grau? Nun die spezielle war braun. Aber der Reihe nach.

Gegen halb 3 in der Früh bechloss ich, dass ich so nicht mehr wirklich schlafen würde. Der Halbmond war aufgegangen, somit war eigentlich alles gut zu erkennen. Das Wildschwein, von dem Eric mir später berichtete, hatte ich nicht mitbekommen. Ich fing an, möglichst leise einzupacken. Eric wachte natürlich trotzdem auf und war dann schneller unterweg als ich. Der ich noch eine Doppelstulle mitgebrachtes Schwarzbrot mit einer dicken Scheibe Kochschinken aus dem Supermarkt in Cotignc frühstücken konnte, bevor es losging. Bis auf Regengamaschen und lange Hnadschuhe alles anziehen: Knielinge, Merinotrikot, Regen/Windjacke. Mit der Stirnlampe noch einmal checken, ob nicht noch etwas in Gras herumliegt und Los! Das Wahoo lief ab 02:48.

Erster Halt war der Col du Défence, wieder ein kurzes Treffen mit Eric.

Kontrolle 5. Etappe 29km. 921hm. 5:36h incl. Schlafpause

und weiter durch die Nacht. Nach dem Col haben uns die Götter eine Abfahrt geschenkt. Auf dem kleinen Sträßchen geht es mit meine Beleuchtung ganz prima.

Bis

da diese braune Katze von links nach rechts im Lichtkegel auftaucht. Lenker festhalten und drüber?
Nein viel schneller hat es mich auf die linke Seite geschmissen, Kratzen von Metall auf Asphalt. Ich bin gut von Rad losgekommen und auf dem Bauch, Füße bergab zum Stillstand gerutscht.

Kein Kopfkontakt mit dem Boden, alles lässt sich bewegen. Und das Rad? Das Vorderrad hat sich um ca 15° gegenden Lenker verdreht. Zurückdrehen, geht , passt, ist fest. Gut! Sonst? Räder drehen sich. Bremsen fassen. Also ok und bereit zum Weiterfahren! gut!
Aber was plätschert da so? Der Trinksack hat ein Loch. Die Vorstellung von Tesabandkleb an meinem Wasser ist mir unangenehm. Also jetzt satt trinken und dann den Sack so lagern, dass wenigsten etwas von den >2l, die ich noch hatte, erhalten bleiben. Mist!
Als ich mich aufgerappelt habe, rashelt es in der Böschung. Die Katze? Mir egal, solange sie sich nicht zeigt, brauch ich ihr auh nichts anzutun.

Aufsitzen. das geht. Alles möglich tut ein bisschen weh, aber nicht dramatisch. Pedalieren geht. Also weiter durch die Nacht, mit gbremstem Schaum.
In einem Ort zweigt der Track von der weiter das Tal hinabführenden Straße steil auf einen Fahrweg ab. Also hier (Choron-Norante) des restliche Wasser trinken und zur nächsten Kontrolle. Es fängt langsam an zu dämmern.

Kontrolle 6: Col du Corobin. Etappe 37km, 912hm 2:30h.

Hier traf ich noch einmal auf Eric, den ich auf der Abfahrt hinab nach Digne les Bains auch noch einmal überholte.

Gegen 7:00h stnd ich in Digne vor dem Hotel Central, in dem ich für die vergangenen Nacht ein Zimmer reserviert hatte. Die Ausicht auf eine Dusche und zwei oder drei Stunden in dem bisher unbenutzten Bett hatten etwas verlockendes. Aber – natürlich- war die Rezeption nicht bestzt. Und eine PIN zum Öffnen der Tür hatte man mir auf mein Anfrage, ich werde sicher später, als 21:00h ankommen nicht geschickt.
Frust.
Hunger.
Also le Grand Café. Frühstück? bien sûr. Croissants und Pains au chocolat. Nicht was der Randonneur wirklich braucht, aber mit 2 grand cafées au lait half es doch. Eine längere Session mit meinem Erste-Hilfe set auf der Damentoilette. Bei den Jungs gabs nur 2 pissoirs und keine Tür zum Abschließen. Viel Sprühpflaster aufgetragen und beschlossen dass ich noch Verbandsmaterial für die linke Hüfte brauche. Nachher also Apotheke und Supermarkt, für eine Wasserflasche mit Taille, damit ich sie auf der Hecktasche festgurten kann. Fahre in mehreren Kreisen durch die Innenstadt an dem kleinen Supermarkt vorbei, der wie eine Weinhandlung auf micht wirkt. Das dauert alles…

die sichtbaren Blessuren von Ross und Reiter

Hinter Digne war ein Baustelle, deshalb hatte es vor ein-zwei Wochen eine Änderung des Tracks gegeben. Etwas weiter, ein Col zusätzlich. Vor wenigen Tagen schrieb Sophie dann, der originale Track sei wieder benutzbar, es gebe einen Fußweg, der die Baustelle umgeht. Also dann!

Das Tal steigt zunächst ganz langsam an und es läuft gut. Nur wenig Verkehr. Umleitungsschilder in Richtung auf den geänderten Track. Aber da kommt ja der Fußweg.
Unesco Welterbe! Fossiliental, klingt spannend

Im Fossiliental: die Ammoniten sieht man von der Straße…

Kurz dahinter der Wegweiser zum Fundort des Ichthyosauriers. Nein weiter. Einige Rennradler ziehen vorbei. Mancher kommt später auch wieder entgegen und grüßt. Auf einem Mäuerchen zweites Frühstück. Das rechte Handgelenk ist sehr empfindlich, auf die Wunden sollte man nicht kommen. Der rechte Daumennadel wird blau- muss ich den noch anbohren? Mit der Klinge vom Multitool? Jetzt (noch) nicht. Erst einmal weiter.

Das Tal wird enger, die Felsformationen spektakulär! Und dann – viel zu weit vor Barles eine Baustelle. Kein Fußweg. Hm. Der Posten ist beinhart. An dem Bagger kommt man nur in der Mittagspause vorbei (es ist 10 vor 11). Die Umleitung… Nö nicht für mich, also warten.

Nach einigen Minuten kommt eine Kavalkade holländische Jungs mit karnvalsartig verkleideten alten Autos mit großen Boxen auf den Dächern, Hupen ud Fanfaren- die rollende Partymeile. Solche Trupps hatte ich schon ein paar gesehen und gehört, meist mit NL, teils auch mit B-Kennzeichen. Die jungen Kerle scheinen das das rgelmäßig zu machen. Ich fands- ätzend. Großes Palaver. Nein keine Ausnahme (Dem Bauarbeiter schienen die ja nicht unsympathich zu sein, trotzdem) Endlich der Beschluss zuwenden und ich habe wieder Ruhe. Noch 20 min, dann gehts weiter.

Punkt 12 ist der Bagger auf die Seite gefahren und es geht für mich weiter. Der Fußweg an der obere Baustelle ist zum Teil sehr ausgesetzt und großsteinig- selbst bergab zum Teil lieber zu schieben, als zu rollen, aber man kommt vorbei.

Barles ist ein winziges Nest, nichts los. Sieht aus wie ausgestorben, also durch.

Halt! aus dem Augenwinkel sehe ich auf eine Terrasse ein Waschbecken! Wasser! Die Dorfkneipe, wie aus dem Museum. An der Tür bunte Plastikflatterstreifen gegen die Fliegen. die Tür ist auf. Der Hund der mich beschnüffelt ist alt und langsam. Der Mann, der in die Gaststube kommt noch viel älter und nicht wirklich schneller.
Einen Café kann ich bekommen. Während ich den genieße, kommt draußen das Postauto vorbei. Schließlich noch die Wasserflasche aufgefüllt und weiter.
Nun wird es steiler. dann wieder bergab, läuft! Und das Wahoo piept, da links steil bergauf war es richtig. Dies hier ist der Gegenanstieg von der Umleitung.
Ein enges, schattiges Seitental bis hin zur Klamm am Ende!

Hier gab es schon zu Weltkriegszeiten ein Jugendherberge, in der sich eine herzzerreißende eschicht mit Verstecken jüdische Jugendlicher, Verrat und Deportation abgespielt hat.

Und dann – endlich- die Abfahrt. Teils als Wettrennen mit so holländischen Jungs im Käfercabrio. Und hey! im steilen Serpentinenstück lässt er mich ja sogar vorbei- bedankt!

Im nächsten Städtchen, Seyne les Alpes geht es wieder steil ein ganzen Stück hinauf. Her hat man eine Zitadelle von Vauban- heute nichts für mich. Kurz vo 15:00h! Gibts es noch was zu … Nein natürlich nicht. 100m die Straße hinunter: Pizza take away. Unter dem Sonnenschirm: Eric, gedrückter Stimmung. Innen: Jetzt??? Pizza, nein natürlich nicht. Eis und Café double? ja das geht.
Eric hat gerade beschlossen, aufzugeben. Er ist, so wie ich aus dem Zeitrahmen für die Randonneurswertung heraus. Auch ihm hat der Col de Fanget einiges abverlngt, ja auch er er hat ein Stückchen geschoben. Und er muss am nächsten Montag wieder arbeiten. Diese Woche ist der erste Urlaub in diesem Jahr und dauernd klingelt das Handy.
Bonne Route! Bonne chance!
Wir tauschen Kontaktdate aus- vielleicht trifft man sich ja nächsten Sommer in London?

Erst einmal geht es weiter bergab. Zum Glück. Zwei holländische Jungs in dicken alten Volvokombis dränglen sich vorbei und bremsen mich dann ein Stück lang immer wieder aus- grrrr.
Als ich in Espinasses ankomme machen immerhin die Geschäft gleich auf. Also Brot, Wurst, Käse, Pate de lapin, noch eine zweit Wasserflasche, etwas Obst gekauft. Am Bouleplatz wird mir ein Tisch geräumt und ich stärke mich, während ich den alten Männeren bei ihrem Boule zusehe. Jeder mit seinen Tricks und Marotten- herrlich.

Als nächstes kommt Mt Colombis. Von dem Sophie schon in der Streckenbeschreibung schrieb, dies sei, besonders in der Mittagshitze wohl das härteste Stück der MDS 2020.
Ich bin sattgegessen, sattgetrunken, habe Vorräte bis morgen früh- aber fühle mich nicht nach einem richtigen Berg. Nein, jetzt nicht.

Das Hotel de la Poste ist nur 100m zurück. Rezeption bis 18:00h geschlossen. Aber online kann ich schon ein Zimmer buchen.
Mit Badewanne! Also baden, Waschen Wundpflege, lecker Abendessen in drei Gängen, ein Weinchen.

Jour 3 Mt. Colombis

Jedenfalls nehem ich Mt. C. früh morgens als allererstes in Angriff. Frühstück aus dem Bordproviant und los, bevor das Hotelfrühstück serviert wird. Auf der Hauptstraße leicht bergab rollt es erst einmal gut. Dann der Abzweig nach Theus, auf die einspurige Straße durch die Felder. Siht harmlos aus ist aber gleich richtig steil! Mal Verschnaufen weiter.
Dann die erste kurzen Kehren Richtung Theus, noch steiler, aber hier sehe ich wenigstens, was gespielt wird. Mal absteigen. Weiterfahren. wieder absteigen. Puuh!

Theus am Fuß des Mt. Colombis. Die Steigungsangaben auf den km-Schildern sind oft trügerisch und beschreiben den Durchschnitt zwischen Start- und Endpunkt des km. Wenn es dann erst einmal 200m runter geht ist der Rest um so dicker!

Also, um es kurz zu mache. 4 (Vier!) Stunden mt viel Schieben, etlichen Verschnaufpausen und ja, es gab einen km den ich ganz gefahren bin. Die Oberschenkel fühlten sich sehr schnell an, wie in der Beinpresse am Ende der Übung…

Aber in dem Tempo kann man die Landschaft genießen.

Endlich oben!

Ich hatte das Höhenprofil nicht mehr vor Augen, in dem dieser Brocken durchaus am meisten Brauntöne für Hochprozentiges aufweist. Aber da oben fing ich dann an, Pläne zu überdenken.
Auf der Rückfahrt müsste ich einen Coronatest machen. Das Ergebnis muss vorliegen, bevor ich am Donnerstag (genau in einer Woche!) im Krankenhaus zur Arbeit erscheine. Also wäre es ungünstig, den Zeitrahmen um mehr als max. 1 Tag zu überziehen, lieber Sonntag, als Montag die Rückreise antreten.
Also Abbruch.
Aber ich bin in diesem phantastischen, schönen Land und habe noch fast drei Tage zum Fahrradfahren!

Mein Plan: hinter Gap werde ich abkürzen, die Schleife um Grenoble auslassen und bei Die wieder auf den Track stoßen.

Nach einem Nickerchen auf der Holzbank nehme ich also die Abfahrt in Angriff. Find den Wanderweg mit der Graveleinlage- gut dass es dies Stück bergab geht.

Auf dem – harmloseren Anstig zum nächsten Col noch einmal ein Blick zurück zum Mt. Colombis.

so sieht er doch gar nicht so schlimm aus …
Die kleine Eidechse, die sich auf der Felge gesonnt hat, bekam ich nicht mit aufs Bild.

Hinunter nach Gap gesaust. eine richtige große Stadt. Mit der Chance auch um 14:00h nicht im ersten, aber im nächsten Rastaurant noch etwas vernünftiges zu Essen zu bekommen. Plat du jour war gegrillte Dorade- hmm! und der Salatteller mit Lachs UND chèvre vorab war wahrscheinlich auch eher als Hauptgericht gedacht 😉

Aus Gap hinaus ging es noch einmal ein Stückchen hinauf und dann gemächlich bergab, also zügig voran. Irgendwann bog der Track nach rechts in ein Seitental zu den Cols du Festre, Perquetout und de la Morte ab. Mit letzterem besonders wollte ich nichts mehr zu tun haben. So langsam ging mir nämlich auf, wie viel Glück ih bei meinem Sturz gestern tatsächlich gehabt hatte.

Ich hatte mir auf einem Stück Papier (das in Gap Serviette und Besteck enthalten hatte) grob Straßennummern und Etappenzeile aufgeschrieben und fuhr befreit weiter geradeaus. Das leichte Gefälle blieb mir erhalten und so kam ich weiter zuügig voran. Noch eine Episode Radverkehr in Frankreich. Ich schloss langsam zu einem Treckegespann auf, das auch den Seitenstreifen benutzte, um den Autoverkehr leichter vorbeizulassen. Als ich noch mehr als 100m entfernt war, zog der auf die Fahrbahn. Nicht etwa, um irgendwo links abzubiegen. nein, um mich rechts überholen zu lassen. Ein Nicken im Vorbeifahren und als er hintermir war zog er wieder nach rechts rüber. Im nächsten Ort habe ich Zeit verloren, dahinter das gleich Spiel noch einmal. Merci, Monsieur!

In Aspres sur Buech fnd ich dann ein kleines Hotel, im Regen hatte ich keine Lust zum Essen noch woanders zu suchen und bestellte hier sogar ab 7:00 am nächsten Morgen das Frühstück.

Jour 4 die Abkürzung

Am nächsten Morgen hatte sich der Regen verzogen. Es war ein herrlicher Morgen. Nach einer Ehrenrund um Aspres fand ich auch den Bäcker, der nur 75m neben dem Hotel war. Und dann ging es zu meinem ersten Privatcol hinauf.

Die Abfahrt hinunter nach Luc verflog nur so. In Beaurières auf halbem Weg hinab hatte der Dorfladen geöffnet und es gab einne Café, eine Salami für die Proviantdose und etwas Süßes für sofort.
Kurz vor Luc ist ein Felssturz, hier sind Wasserfälle der Drôme, sieht spektakulär aus, kommt aber auf meinen Bildern nicht gut rüber.

Und dann mein Col#2, Col de Prémol. Dahinter sollte ich eigentlich wieder auf Sophies Track stoßen! Also einen Track aufs Wahoo gelden, von dem ich annahm, dass er sich melden würde, wenn ich auf ihn traf.

Hier fand ich die km-Schilder für die Radler eher motivierend. Schön, schön ruhig und gut zu fahren.

Oben angekommen klingelte das Telefon: dienstlich…

Eine schöne Abfahrt. Es war Mittagszeit. Links kommt ein kleines Dorf- ob es hier ein Café gibt? Abgebogen, eine Truppe mit Motorräder kommet mir entgegen. Hier gibbet nix. Also weiter. An der Straße einw Felsplatte, wieder mit Fossilien. Ein Radler kommt mir entgegen, cooler Typ, beladenes Rennrad, blaue Sonnenbrille, ruft und gestikuliert…

Michi aus Darmstadt, warum ich denn in die falsche Richtung fahre? Weil ich den falschen Track geladen habe und da Wahoo erst viel weiter unten in Die gepiept hätte.GLÜCK gehabt. Und nun einen Mitfahrer zum Erzählen. der aber gerade schon Mittagspause gemacht hatte. Und der gut in der Zeit ist, aber auch keine Zeit zu verschenken hat. Und der mir eine seiner Flaschen abgibt, die an den Flaschenhalter passen- wieder im Fahren trinken können! und mit Schweppes-Geschmack! Die beiden Birnen vom Straßenrand heut früh, die ich noch in meine Känguruhbeutelhabe müssen erst einmal reichen und wir erklimmen gemeinsam den Col de la Tourette- fast ganz ohne Schimpfen ;-).

Hier muss ich endlich etwas essen, so gebe ich die Trinkflasche zurück und lasse Michi von dannen ziehen. Das Ende dier Etappe war aber der Col de Serre Larobe.

Blick zurück zum Tourette

Auf Nebenstraßen weiter nach Sisteron, meinem Tagesziel heißt in meist leichtem Auf und Ab (im Mittel bergab;-) durch Obstplantagen und Dörfer. In einem dieser Dörfer, Ribiers ist Rummel. DerAutoscooter interssiert mich nicht. Aber die Crêpebude hat schon auf. Und eine eiskalte Orangina- mmmhhh!

Noch im Hellen erreiche ich Sisteron. Einen Bäcker finde ich schnell. Lasse mir den Weg zum Fahrradladen beschreiben (5min!), den ich nach der Bechreibung auch finde (eher 500m) und eine eigene Trinkflasche erwerben kann. Damit es morgen nicht ganz so viele Stops geben muss. Das Grand Hotel hat 3 Sterne, eine Tiefgarage für des Rad (der Concierge kommt mit hinaus, neien da hinunter bitte schieben und nicht fahren (auf nem up ist bei dem Gefälle die Möglichkeit über den Lenker zu gehen sicher real, ich fühlte mich in den Fahrradschuhen aber rutschgefährdet) 5 Gänge im Resaurant, hier wieder ohne Frühstück gebucht.

Vor dem Essen ein kurzer Spatiergang durch die phantstische Altstadt mit engen Gassen Stiegen, Tunneln …

Jour 5 Mt. de la Lure

Zur Passhöhe unterhalb des Signal de la Lure sollten es gut 30km und 1400hm sein. Vier Stunden?
Wieder ein schöner Morgen und um 7 Uhr saß ich auf dem Rad.

Es geht gut vorn und macht Spaß. Nach gut 10 km der Abzweig von der Hauptstraße. Halbrechts voraus sind auf der weißen Kuppe schon die Sendemasten zu erkennen- das Ziel vor Augen, aber noch ganz schön weit weg. Und hoch!

Der Anstieg wird langsam ernst. Es nicht wirklich steil, also zu fahren, ohne Schiebeeinlagen. Aber lang. nein lang. immer noch lang. Ab und zu ein Auto. Dann eine Horde Motorräder. Dann ein Trupp übermotorisierter Autos, die sich woh als Rennwagen fühlen und völlig rücksichtslos da hoch knallen. Und ich. Langsam. Leise. Immer mal wieder eie Pinke- und oder Verschnaufpause machen. Ich kann dann auch fotografieren. Die Haribotüte wandert in den Känguruhbeutel und wird während der Weiterfahrt ziemlich schmal.

stetig weiterfahren hilft. und dann endlich auf der Passhöhe.

Mit Ausblick auf den Mt. Ventoux- vielleicht ei anderes Mal.
Ich nehem den Weg Richtung Gipfel in Angriff- zu Fuß, das Gröll muss ich mir mit dem Rad nicht geben. Dort auch die bombastische Aussicht Richtung Norden.

Auf dem Abstieg sehe ich manchen Radler oben ankommen und wieder weiterfahren. Mancher sieht sich auch mein Rad etwas genauer an. Besonders die Frau mit dem weißen Trikot. Beim Näherkommen entpuppt sie sich als- Sophie. Sie ist nachdem alle gestartet waren, selber als „Tourist“ losgefahren, mit Isomatte und Schlafsack und findet immer noch, man könne MDS nicht mit der Liege machen. Sie selbst werde ja auch langsam älter und sei nicht mehr so schnell, wie früher, daher brauche si sich den Stress mit dem Randonneurslimit nicht mehr zu geben. Übrigens gebe es entweder unten auf der nächsten Hütte, oder aber im nächsten Dorf etwas vernünftiges zu Essen. Und war weg.
Ich brauchte noch ein paar Momente und donnerte dann auch zu Tal. Bei der Hütte sah ich ihr Rad nicht- also weiter. Bald kam sie in Sicht und ich flog vorbei. Noch ein paar Rennradler konnte ich genüsslich versägen- Vorteil Liege- und traf ein paar Min. vor Sophie in St Etienne les Orgues ein. Bekamen gemeinsam einen Tisch drußen vor einem der Restaueants und was leckeres zu Essen. Schließlich fragte ich, ob ich ihre zeche übernehmen dürfe. Sie willigte erste etwas verdutzt ein. (Und schrieb mir hinterher, dass die Bankkarte, die sie dabei hatte einen defekten Magnetstreifen hatte und sie deshalb auf der ganzen Tour ur 200€ zur Verfügung hatte. Liebe Sophie: besnders gerne geschehen!

Nun kam das letzt Stück von knapp 100 km, das auf dem Höhenprofil flach bis leicht bergab aussieht und von dem Sophie geschrieben hatte, es sei „nicht leicht“.
Nun bis La Billanne lief es ganz geschmeidig. Auf der Durance-Brücke häztte ich fast eine Pause zum Baden im Fluss eingelegt (hätt ichs doch getan!).
Dann kam der Anstieg aus dem Tal hinaus. Der größte verblieben Anstieg bis zum Ziel. Nicht unsteil. Keine Serpentinen. Aber ein paar Kurven über denen man immer wieder den Himmel sah- das Ende ?Nein hinter der nächsten und der übernächsten Kurve sieht es wieder genauso aus. Und hinter der überübernächsten.
Aber irgendwann ist das Scheißding Geschichte. Ein Jubechrei läst sich!
das nächste , malerische Dorf ist Valensole. Zeit für ein Eis! Lavendeleis, lavndelfarben und lecker. Alle Wasserflaschen aus dem Dorfbrunnen kühl und frisch nachgeladen. Auf dem Weg zurück zum track noch in die Èpicerie für Wurst und Käse zum gerade erstandenen Brot, auc für die Rückfahrt morgen. und noch ein paar Bananen für heute. (Und wieder etwas gelernt: Die original französische Ringsalami in der großen güldenen Schale unter der riesigen Glasglocke bestnd aus dem gesamten Darm, schön gleichmaäßig spiralig aufgerollt ünd insgesamt sich 2m lang- man muss nur sagen, wie viel davon man haben mag).

Auf der Ebene konnte man, je nach Fahrtrichtung einen großen Teil der Tour im Panoram noch einmal nachempfinden: Im Osten die Bergen, in den sich der Verdon durchgebissen hat, im Norden die Gegend um Digne, im Norwesten grüßt noch einmal der Montagne de Lure.
W u n d e r b a r!
Aber die Hochebene ist andauernd von Bächen und Flüsschen durchzogen. Und das schon seit zigtausend Jahren. Also gibt es viele steile kleine Täler. Steil bergab- immer gerne.
Unten eine schmale alte Brücke, meist im Scheitelpunkt ene scharfen Kurve.
Also den Speed wieder wegbremsen und langsam wieder nach oben. Und wieder. Und wieder.

Dann ist man auf einmal schon wieder in Allemagne.
Allerdings ist Allemagne en Provence genausoweit von Deutschland weg, wie derRest der Provence. Das Chateu aus dem 14. Jhd. sieht nett aus, von oben…

Und nun ist es wirklich nicht mehr weit. Und geht auch real fast ganz ehrlich nur noch bergab!
In Quinson falle ich noch einmal auf ein Pizzaschild herein. Der Verdon ist hier zu enem See erweitert. Cmpingplatz, Bootsverleih … Und rechts an der Straße groß und verheißungsvoll „PIZZA“. Als Stärkung für die letzte 20 oder so km sehr willkommen. Pizza zum Mitnehmen? Ja gibt es. Aber erst- genau um 19:00h, in über einer hlben Stunde.
Non merci- eine Stück Brot und die letzte Banane tun es dann auch.

Fast im Dunkeln erreiche ich den Campingplatz von Cotignac.

Die unvoööständige Brevetkarte brauche ich ja nicht einzuwerfen.


An Sophies Zelt sitzt Hendrik und erwartet mich. Sehr sehr schön!
Asl ich geduscht und umgezoge bin fahren wir zusammen ins Dorf und essen wieder unte den Platanen. Diemal sind wir nur fast zu spät. die Soufflées mit Blauschimmelkäse munden! Auf dem Wegen dort unten bewege ich mich wohl etwas flüssiger , als Hendrik, der ansonsten sehr sehr zufrieden mit sich und seinem historischen Renner ist- voll zu Recht, aber das ist seine eigene Geschichte! Chapeau!

Den Zielwein machen wir , wieder am Campingplatz angekommen, gemeinsam nieder.
Am nächsten Morgen finde ich beim Bäcker noch die adere Flasche, die zu Hause angekommen mir und meiner Liebsten mundet.

Fazit

Inzwischen bin ich mehr als zwei Wochen wieder zu Hause.

In der ersten Woche war ich körperlich nicht fir und geitig relativ langsam. Arbeiten am Donnerstag und Fritag ging.

Der Coronatest, den wir an der A5 gleich nach der Einreise nach Deutschand hatten machen lassen war negativ. um Glück.

Meine Blessuren sind weitgehend abgeheilt. Am länsten Beschwerden machte die Schürfwunde an der Hüfte, die musste ich ca. 10 Tage lang verbinden.
Das rechte Hndgelenk zieht nur gelegentlich noch etwas.

Das Rad:
Der Wolf&Wolf Alpentourer hat seinem Namen alle Ehre gemacht.
Dass wir nicht erfolgreich waren lag am Motor und dem reduzierten Zeitraum, der mir zur Verfügung stand, ncht am Rad.
Effizient am Berg, auch mit 4km/h stabil zu lenken (jedenfalls auf Asphalt) und langdauernd bequem.
Bergab sicher und spurtreu, beste Bremsen.
Bei dem Sturz bin ich ohne Problem vom Rad losgekommen. Kein Kopfkontakt mit der Straße!

Der Motor:
Als Randonneur war diese Tour weit über meinem Limit.
Als Tourist würde ich gerne wieder kommen und mir ca 10 Fahrtage gönnen.
Solange ich noch arbeiten muss werde ich mir ein systematisches Training um (noch erheblich) fitter zu werden, nicht leisten können. Um mir 10kg+ abzuhungern lebe und esse ich zu gern.
Also sehe ich der Tatsache in Auge: mit 59 ist man nicht mehr 40.

Und ich bin dankbar, dass momentan überhaupt noch so viel geht!

Danke!

zuerst natürlich an Sophie Matter, die zum 10 Mal eine derartige Strecke ausgearbeitet hat! Und somit mehrfach gefahren ist! Grandios!

An das Team von Wolf&Wolf, für das geile Rad und die fortgesetzte, intensive Beratung über Anpassungen, sowie deren rasche un optimale Ausführung!

An Henrik @fafnir, für die Idee, diesen Traum schon in diesem Jahr anzupacken.

Und natürlich an meine Liebste, die mich leise mit dem Kopf schüttelnd in meine Abenteuer ziehen lässt und mich hinterher wieder aufnimmt.
Und ja: ich will weiter versuchen, ohne Deine Hilfe wieder nach Hause zu kommen 😉

2 Kommentare zu „1000 du Sud 2020-

  1. Herzlichen Glückwunsch, eine großartige Leistung!!!!! Danke das wir an deiner tour teilhaben dürfen, macht Lust auch mal wieder längere Strecken in Angriff zu nehmen.

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