Staffelfahrt der Velomobile

@Fritz vom Velomobilforum ist seit einiger Zeit sehr kreativ gewesen, um neue Formate für Events zu erfinden.
Seine neueste Idee war eine Corona-konforme Veranstaltung (draußen, solo, nur kurze Begenung von zwei Personen, ebenfalls draußen): Staffelfahrt mit GPS- Trackern, die an den Übergabepunkten von einem an den nächsten Fahrer übergeben werden, einige Festgelegt Kontrollpunkte, sonst frei Streckenplanung. Es kristallisierte sich heraus, dass die Teams nicht parallel, sondern gegenläufig fahren würden.
An dem zweiten abgefragten Wochenende hatte ich einen privaten, wichtigen Termin. Mein Wunschtermin wurde abervon der Minderheit der Interessenten favorisiert. War vielleicht auch ganz gut so, das Sturmtief hätte uns sehr zu schaffen gemacht oder das ganze auch verhindert.

Die Anzahl der Fahrerwar aber relativ knapp, sodass ich auf einen Hilferuf reagierte und mich bereiterkläret ab Samstag aben 20:00h einzuspringen, wohl wissend, dass das eine Nachtfahrt bedeuten würde. die Organisatoren hatten im Hintergrund etliche Probleme gelöst, von denen ich als einfacher Fahrer nur ahnen kann.

Alles bereit!

Nachtfahrt: genau so kam es dann auch. Freitags startete Team blau in Rendsburg um 7:30h und Team Gelb in Coburg um 8:00h und ich fieberte mit der community im Forum mit, wie die Blauen im Norden enorm schnell vorankamen und einen großen Zeutvorsprung herausfuhren und meine Gelben durch Schneeschauer, Ersatzfahrer mit enorm langen Etappen, Verbindungsprobelem mit dem Tracker ausgebremst wurden. Das war für mich Nordlicht den Freitag über gute Unterhaltung.

Samsatg beim Frühstück konnte ich beschließen, das Velomobil nicht im Auto mit nach Köln zu nehemen um auf der Rückfahrt von dem Termin ggf. früher in Ahaus an den Start gehen zu können. Sogar ein Nickerchen vor dem Aufbruch saß noch drin.

Das Rad war vorbereitet: der rechte Vorderreifen hielt seit dem Platten vor 10 Tagen wieder die Luft, alle Reifen waren nachgepumpt, die Kette geschmiert, beie Lichtakkus geladen, die Powerbank und das Handy auch.

Den ganzen Tag über war allerbestes, sonniges Wetter und ich freute mich auf eine trockene, nicht zu kalte Nacht. Für die Rückfahrt war etwas Regen angesagt.

Die Übergaben des Trackers von @Jostein an @Speedastir in Büderich vor der Rheinbrücke in Wesel wartete ich noch ab, dann rollte ich Richtung Ahaus los. Meine Strecke war etwas kürzer, aber ich wollte mich ja noch nicht verausgaben. Und konnte die ersten beiden Pinkelpausen, die bei mir am Anfang einer längeren Fahrt alle 45 min nötig werden schon einmal einlegen. Allerdings fng es gerade an zu nieseln und wollte das in den nächsten Stunden meist auch weiter tun.

In Ahaus ander ARAL hatte ich gerade die Jacke an und suchte das Portemonnaie, um noch einen Kaffee zu kaufen und den Toiletteschlüssel zu erbitten, da hupt es schon hinter mir.

perfektes Timing!

Übergabe in Ahaus

Schnell den Tracker auf den Kniehubbel getaped und an meine Powerbank angeschlossen und los gehts, mit voller Blase und ohne Kaffee.

Am Ortsausgang von Ahaus also Druck abgelassen, im Forum und der Familiengruppe gepostet, dass ich unterwegs bin und jetzt aber ernsthaft los!
Die Sicht durch die nassen Straßen war mies, die feuchte Oberfläche schluckt das Licht, Gegenverkehr blendet noch stärker als sonst, Tropfen auf Brille und Rückspiegel ebenfalls- auf den unbekannten Straßen hemmt mich das. Am Anfang waren es immerhin Straßen, schön ordentlich mit Begrnzungspfählen und Seitenmarkierung, da lief es gut. Dann ein Schild: Ortsdurchfahrt Leer gesperrt. Hm da komme ich doch bestimmt durch, oder? Ja mit Aussteigen und etwas Schieben und am Ortsausgang auf dem Radweg schleichen (das die in Schland aber auch immer komplett ohne weiße Markierungen sind!).

Kurz danach das ersten von viel zu vielen Stücken enger, unmarkierter, kurviger Feld- und Wirtschaftswege mit gut getarnten Schlaglöcher und teils enormen Wurzelaufbrüchen. Da hat brouter trotz Velomobileinstellung echt am falschen Ende Streckenkilometer gespart und mir Speed geklaut. Vielleicht hätte ich nicht die Variante über Versmold behalten sollen. In einer Vorplanung hätte die dortige Polizeisation als Fotokontrolle herhalten sollen. Ich fand die im Vorbeifahren aber auch viel zu hässlich, für solch eine Ehre. Also: die Streckenführung um Borghorst und Nordwalde war suboptimal und das Stück an der Loburg in Ostbevern mit den Schranken, die sich zwar umfahren ließen, aber dazwischen ist der Matsch so tief, dass es sich nicht fahren lässt völlig indiskutabel (Merke ich mir hoffentlich für dasnächste Mal).
Dafür kam ich (von der Wechselampel einmal abgesehen) den Anstieg von Borgholzhausen ganz gut hoch, das hatte ich schlimmer erwartet. Strava sagt 3:31h in Bewegeung, das stimmte wenigstens mit meiner Planung überein. Ich hätte aber gerne ein paar Minuten herausgeholt – nächstes Mal.

Am EDEKA in Borgholzhausen wartete und fror @fireblade und zog dann von dannen, sich wieder warm fahren. Als ich die coole Lichtfinne an seinem VM sah (selbst gedruckt und gebaut) verstand ich auch gleich seinen Nickname.

Für mich gabs noch eine kurze Pause: zwei Bananen, eine Stulle, was trinken, Lichtakku wechseln. Und dann ging es wieder – vorsichtig- den Berg hinunter. Hatte ich schon gesagt dass bei Nieselregen und feuchten Straßen die Sicht schlecht ist? War so. Immerhin waren um diese Zeit nur noch wenigen Autos unterwegs und die meisten davon waren Überholer. Nur ein A…. ließ sein Fernlicht an, um zu sehenwas da entgegen kam, vielen Dank auch. Die Beune ware spürbar, die Achillessehnen machten Versuche zu zicken (aber ohne Druck zu machen hatte ich Angst zu müde zu werden) und eingentlich lief es immer nocht ganz gut. Die stecke südlich des Teutos kannte ich besser, war dankbar, dass es zwischen Bad Iburg und Lengerich auch über Lienen und nicht nur über Holperdorp gehen kann. Dann kam vor Rheien eine Straßensperrung mit ganz viel Polizei („hier kommen Sie nicht durch“ dauert lange“ weiträumig“ kann ich Ihenn nicht sagen“). Der Versuch durch Altenrheien wieder auf den Tracj zu kommen klappte dann zum Glück- so weiträumig war es dann doch nicht und dann war ich auf der Schlussetappe Drievorden- Engden -Nordhorn mit 30-35 Sachen unterwegs (auf der Überführung weniger!) und erinnerte mich an Feierabendrasereien mit dem Sturmvogel mit min 45 km/h.

und wieder zu Hause

Die Vögel fingen übrigens um 2:00h früh schon an zu singen, auch wenn ich davon in der Rappelkiste wenig mitbekomme.

Und es fing auch erst an, hell zu werden, als ich von der Dusche ins Bett schlich.

Die drei Aktivitäten bei Strava:
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