Superrandonnée SauBerland Achterbahn

Warum macht man so was?

Nun bei Brevets bis hin zu PBP und LEL ist meine Antwort: weil ichs kann.

Das TransAmBikeRace, das ich eigentlich momentan bestreiten wollte: weil ich glaube, dass ich es – mit ein bisschen Glück- jetzt mit fast 60 noch können könnte.

Superrnadonnées mit echter Langstrecke und massig Höhenmetern sind noch einmal eine andere Nummer. Und geht das mit einem Liegerad? Hier also die Antwort: weil ich wissen will, ob ichs kann!

Die SauBerland Achterbahn
ist eine offiziell zugelassenen Superrandonnée vor der Haustür, erstellt von Andreas Roeschies. Teilstrecken sind mir aus seinen Wuppertaler Brevets bekannt. Man fährt alleine (oder in der Kleingruppe), die Kontrollen sind geschickt plazierte Fotokontrollen, kurzum Corona-tauglich.
der Name setzt sich aus Sauerland und Bergischem Land zusammen, wo ein großer Teil des Tracks verläuft und Achterbahn erklärt sich durch das unentwegte auf und ab von selbst.

das Rahmenschild blieb irgendwie zu Haus

Ich bin ja erst spät- 2015 mit 54 Jahren zum Randonneur geworden. Und ohne Liegerad ist mir das – für mich!- nicht vorstellbar. Mit Sturmvogel war meine erste Liege auch gleich ein Velomobil. Mit dem Fuego hatte ich schon Brevets bis 400km bestritten. Einer der Gründe den AT1 von wolf&wolf zu kaufen, war der Traum, damit auch SRs (Superrandonnées) wie „Belchen satt“ oder gar die „1000 du Sud“ angehen zu können. Diese neue Strecke bietet somit die Möglichkeit eines Selbsttests ohne Fernreise.

Los gehts!(?)

Donnerstag (Fehlplanung, das Stadtradeln Nordhorn fängt doch erst am Freitag an) 10:00h hatte ich bei der Anmeldung als Starttermin angegeben. Dienstag und Mittwoch hatte ich überwiegend mit Packen, Rad optimieren und mentaler Vorbereitung verbracht. Das Rad ins Auto. Das Gepäck ins Auto. Nur den Beutel mit u.a. den Ladekabeln draußen lassen, um Uhr und Handy auf der Autofahrt nach Wuppertal noch aufladen zu können- dies hat auch geklappt. Aber als ich pünktlich in Wuppertal stand- war der Beutel, in dem auch Portemonnaie, Ausweise, Führerschein waren- zu Hause. Zum Glück reichte der Sprit noch für die Rückfahrt! Dann ein Blick auf die Wetterkarte und der Beschluss, den Start auf Freitag zu verschieben, dann eher früh morgens los. Dann würde es nur an einem Tag nass und nicht an zweien.

Jetzt aber!

Diesmal ist wirklich alles dabei.
Das Startforto unter der Uhr am Bahnhof W-Oberbarmen. Nach 60 Stunden müsste ich also Sonntag 18:30 im Zel sein.

Auf bekannten Straßen geht der Track aus der lauten Industriestadt zunächst Wupper- aufwärts hinaus ins Grüne. Ich bin wach, entspannt und fühle mich gut. Es läuft.

erste Pinkelpause
Das Wetter: durchwachsen, noch trocken
die weiteren Aussichten: eher trüb
Erstes Kontrollfoto 7:36h ca. 17km

Also gleich weiter. Die erste Abfahrt genießen. Achtung der Abzweig von der Hauptstraße im Tal in das kleine Nebensträßchen kann nur einen steilen Anstieg bedeuten: hinauf nach Rumscheid! das ging in den letzten Jahren mit Sturmvogel und Fuego auch schon deutlich mühsamer. Ohne brennen in den Oberschenkeln und ohne Absteigen zur zweiten Kontrolle.

entlang der Ennepetalsperre
Über die Staumauer
Roadkill: es gibt (gab?) noch (einen) Feuersalamander im Bergischen Land
ich hab die Sonne gesehen!

Kontrolle 2 Rumscheid, Etappe ca. 22km, Ankunft 8:50h

Auch die nächste Etappe nach Menden kannte ich schon aus mehrere Brevets. Schön, wenn man sich beim Vorbeifahren erinnert, wo man einmal einen falschen Abzweig genommen hat. Meist bergab, trocken; easy. Kaffepause in der Tankstelle, die Bedienung wie immer sehr nett.

Kontrolle 3 Tankstelle Menden. Etappe ca. 30 km Ankunft 10:27

Hinter Menden kam ein Stück, das ich noch nicht kannte, sanft gleichmäßig bergauf im Hönnetal nach

Etappe ca. 12 km; Ankunft 11:25h
Steiles Tal sanfter Anstieg der Straße ;-))

Die nächste Etappe führt zunächst weiter relativ gutmütig bergan, als Tourist hätte man auch einen Abstecher als Höhlenforscher machen können.

Langsam zieht es sich zu, erste Tropfen von oben

Eine geile Abfahrt nach Werdohl hinunter, unten Stau und viel Verkehr, zunehmend auch die schweren LKW, die zum oder vom Steinbruch fuhren, der 5. Kontrolle

Etappe 5, ca. 21km lang. Ankunft 12:38h

Weiter ordentlich rauf, nach Plettenberg runter, dahinter in Serpentinen wieder hinauf nach Sundern. Kurz davor gab es dann ernsthaft „von oben“ und meine schon den ganzen Tag eher zu dünne Kleidung macht mich nicht mehr warm. Eine längere Pause hatte ich mir verdient, aber ich braucht 3 (DREI) Heißgetränke, bis ich nicht mehr bibberte.

Etappenlänge ca. 29km. Ankunft um 14:17h.


Hier nahm ich schon einmal mit H. aka @fafnir Kontakt auf, der angeboten hatte, ab Frankenberg /Eder ein Stück mit mir gemeinsam zu fahren. Der Wetterbericht sagte, es werde gegen 17:00h aufhören zu regnen. Das war mir zu lang. Also – buchstäblich- alles angezogen, was ich dabei hatte und hinaus in den Regen. An der nächste Kreuzung dann das:

Ketteriss der erste, nach Entfernen eines Doppelgliedes ging der erste Gang noch. Hielt aber nicht, nach 1,5km musste noch ein Glied dran glauben und damit war das 50er Ritzel nicht mehr fahrbar.

Zusammengefasst: Sundern war echt blöd!

Als ich endlich wieder loskam, war es fast 17.00h und wie bestellt klarte es auf. Nur dass ich die steilen Stellen auf den schönen kleinen Wegen jetzt schieben musste.

Die nächste Etappe nach Andreasberg (sic!) war Achterbahn pur, rauf und unter durch schöne Gegend. Das Wetter wechselhaft aber nicht mehr so viel „von oben“. Andreasberg erreichte ich noch im Hellen um 21:03.

kräftig „von oben „
Etappe ca. 45 km Ankunft 21.03h.

Dann ging es in die Nacht. Die nächste, relativ lange Etappe nach Affoldern am Edersee brachte nur eine gemächliche, stetige Steigung und danach eine ebenso lange Abfahrt. Dabei wurde es dann wieder ziemlich frisch. In Korbach lag gegen Mitternacht eine geöffnete ARAL-Tankstelle fast am Weg. Zwei Tische waren rot gekreuzt, der größte nicht. Eine heißgemachte Frikadelle und einen großen Milchkaffee bekam ich schnell. Mitleid gabs gratis dazu. Aber als ich anfing, die Frikadelle zu verzehren … (Corona!) Ich habe ein bisschen lamentiert, mir den Toilettenschlüssel geben lassen und in der Zeit die Frikadelle heruntergewolft. Den letzten Rest Kaffee konnte ich dann quasi im Aufbrechen herunterspülen.

Vollmond hilft dem Randonneur
wenns nicht regnet ist es nie ganz dunkel. Pinkelpause- irgendwo
Affoldern: Etappe ca. 77km. Ankuft 01:35h am 6.6.

Auch die Strecke nach Frankenberg ist vom Profil unproblematisch: einmal lang rauf und dann wieder lang hinunter. Auf dem Bahnsteig habe ich den/einen Fahrkartenautomaten mit oder ohne Zeitangabe nicht gefunden.

Einerseits der gute Mond,
andererseits beginnt die Dämmerung
Etappe ca. 33km,
Ankunft 03:54h.

Weiter ging es mehr oder weniger stetig bergauf, mit zunehmender Morgendämmerung bis Medebach.

Etappe ca. 22km. Ankunft 05:21h.
Kirchturm von Medebach in der Früsonne

Hier hatte zum Glück einer der Bäcker schon auf. Nach einer Ansprache „Wir haben hier Regeln!“ und dem Eintrag in die Gästeliste konnte ich pausieren, frühstücken, aufwärmen, verproviantieren- himmlisch!

Erst um 7:44 startete ich wieder das Wahoo. Eigentlich gut gestärkt und etwas ausgeruht kam jetzt der Anstieg um höchsten Punkt der ganzen Tour zum Kahlen Asten. Ohne den ersten Gang wurde die mehrspurige Bundesstraßen zur Schiebestrecke.

Die Idee, mit Verringern der Kettenumschlingung die Kette funktional zu verlängern funzte auch nicht. Der Versuch unterbrach immerhin das langweilige Schieben, zählte aber insgesamt rückwärts.

die Ruhr unmittelbar nach der Quelle; hätte ich ohne das Schild so nicht erkannt;-)
Etappe ca. 22km. Ankunft: 9:54h. Über 2Stunden! Aber auch 640 Höhenmeter.
Rasch hinab , ca. 12km, Ankunft 10:24

Hier habe ich etwas gevespert. Der Mensch von dem Grundstück interessierte sich sehr für mein Rad, erzählte von den neuen E-bikes von seiner Frau und sich, den Schwierigkeiten im Hochsauerland und dann mit Kindern!- Rad zu fahren- sehr nett!

Weiter ging es wieder auf und ab in Richtung auf den ominösen Radwegweiser nach Eschenburg. Kurz nach 12:00h Samstags, also schon nach dem offiziellen Ladenschluss sah ich in Bad Berleburg links einen Fahrradladen, wo draußen ein Kunde beraten wurde: zu einem E-bike natürlich ;-). Ich zog also rüber und bat um die nein nicht letzte aber nötige Ölung meiner Kette- und die Empfehlung für leckere Pasta. Die Minute bis zum Öl wurde etwas länger, weil auch noch ein Helm verkauft werden wollte und dann, dann: UNGLAUBLICH! Das Rad läuft ja wieder! Davon gingen zwar die Schmerzen in beiden Knien und das beginnende, noch schmerzfreie (und bis zum Verschwinden drei Tage später auch schmerzfrei bleibende) Knirschen in der linken Achillessehne nicht weg. Aber adäquater Druck aufs Pedal wurde wieder mit adäquatem Vortrieb belohnt, welch ein Segen!
Die Restaurantempfehlung war geschlossen, also gab es Bolo in einem Döner/Pizza/Nudel/alles Platz. Kaum hatte ich Platz genommen, tobte draußen ein Platzregen nieder, als ich aufgegessen hatte, war der Spuk vorbei. Dort erhielt ich ein Nachricht von fafnir, er sei in Haiger! Nun, ich noch nicht, textete ich zurück, aber er wollte mir wohl entegen kommen.

Auf und weiter also. In Bad Laasphe wurde ich in einem Kreisverkehr von einem entgegenkommenden Rennradler freundlich gegrüßt. Der wendete und entpuppte sich als- genau fafnir, nicht auf seinem M5 high racer, sondern auf seinem alten Koga Miytata- Renner. Schon eine andere Silhouette, als gewöhnt ;-).

erst einmal Pause, Kaffee, Waffeln, Eis und Randonneurslatein. Vor- und Nachteile von Liegrädern und Rennrädern durchhecheln… Wobei fafnir im Moment zurück aufs Rennrad drängt, weil schmerzendes Sitzfleisch, Nacken Schultern und eingeschlafene Körperteile für ihn derzeit dazugehören, um ihn in der Schar der Randonneure vollwertig integriert sein zu lassen.
Wie oben schon gesagt: ohne Liegerad wäre ich spät berufener gar kein aktiver Randonneuer, sondern würde, vielleicht, davon träumen.

Zusammen als bald weiter, mit Begleitung bis Haiger, wie schön!

Der Wegweiser steht genau an der Kreuzung, an der ich mir das vorgestellt hatte.Strecke ca. 42km, Ankunft 16:03

Nun kam erst einmal ein biestiger steiler Anstieg: schieben. aber das auf und ab verging in Gesellschaft sehr angenehm. das Wetter wurd wieder richtig gut. In Haiger bog fafnir nach Hause ab und überließ mich dem Anstig zum Autohof. Länger und steiler und länger und länger, als gedacht. Gibt es dort velleicht ein Fernfahrerhotel?

Abzweig Autohof Haiger Burbach, Etappe ca. 35km, Ankunft 18:31h. Eigentlich ja zu früh zum Übernachten, aber was kommt dann???

Immerhin habe ich dort mein erste warme Abendmahlzeit eingenommen und nach einem Hotel in der Nähe gesucht. Fündig wurd ich in Burbach (wie in Haiger Burbach, NICHT das Burbach der nächsten Kontrolle) im Hotel Bechtel: günstig, gute Preis Leistung, lecker Essen mit großen Portionen. Das Rad kam in die Garage und ich bekam gezeigt, wie ich am nächsten Morgen ohne jemanden zu bemühen mich vom Acker machen könnte.

Die Aufzeichnungen der Uhr sagen, ich habe über 5 Stunden geschlafen. Jedenfalls stand der Wecker auf 3:00h und ich habe alles wieder eingepackt, was nicht hinter dem erst nach dem Ankommen und auspacken und zum Trocknen aufhängen zugezogenen Vorhang versteckt war (die Handschuhe und der Merino-Buff). Das Wetter war schön vorhergesagt, also habe ich eine Schicht nicht angezogen und saß um 3:43 wieder auf dem Rad. Erneut in einer frischen Vollondnacht, noch im Dunkeln

der erste Anstieg zurück zum Track im Mondlicht

Zunächst ging es deutlich bergauf. Die Pause hatte mir und insbesondere den schmerzenden Gelenken sehr gut getan. Die Knie zwickten noch, ich konnte aber deutlich mehr Kraft aufs Pedal bringen und so ohne zu Überziehen Steigungen wieder hinauffahren, die ich am Vortag hätte schieben müssen. (Ein paar Schiebestücke waren dann doch noch dabei). Wie mir fafnir gestern auf den Weg gegeben hatte: wenn ich früh genug aufbreche (check!) und mich ranhalte, kann ich das noch im Zeitlimit schaffen.

Auf den Anstieg folgten gefühlt eine geile Abfahrt auf die nächste. Es saust runter, mal gerade, mal mit Kurven und Serpentinen- geil! Aber mir wurde wieder richtig kalt.

unterweg wieder so ein Vollmond-
Sonnenbild von links nach rechts. Oh du schöner Westerwald!

Etappe ca. 41km. Ankunft: 06:25h.

Die nächste Etappe führte zunächst rasant zur Sieg hinunter nach Wissen. Die Kontrolle war dann aber auf dem anderen Ufer wieder in der Höhe in Birken-Honigsessen (was für ein schöner Name!) Auf der eigentlich ausgestorbenen Straße fuhr ich Zusatzmäander , also im Zickzack bergauf, um fahren zu können und nicht schieben zu müssen. Da eine helle Fahrradklingel hinter mir! Eine Fru auf dem E-Bike fährt mühelos an mir vorbei. Als ich später am Ortsschild in der Sonne etwas esse, kommt sie wieder zurück. Sie war wohl beim Bäcker, der in Ortsmitte so früh morgens schon geöffnet hat, Gelegenheit für einen doppelten Espresso und frischen Zuckerkuchen für den Proviant.

Hier das Ortschild schräg von der Seite, sonst wäre es im Gegenlicht nicht lesbar gewesen. Etappe ca. 10 km. Ankunft 07:30h.

Die nächst Etappe wäre früher zu Ende gewesen, als ich gedacht hatte. Daher bin ich am Ortseingangsschild von Seifen tapfer steil bergauf vorbeigefahren, mein Track ging ja noch viel weiter. Oben, an der kleinen Kreuzung ein Dilemma: zurück zum eigentlich richtigen Schild- nö! Geradeaus wo der Track langführt ist KFZ-Verkehr gesperrt, also vielleicht auch kein Ortsschild? Also erst einmal mit dem Rad relativ flach nach links: Feldweg, kein Schild. Dann zu Fuß nach rechts. Serpentinen hinab ins Tal, ein Ortsschild! Aber ein Foto mit Bidon und Warnweste statt Fahrrad, muss vielleicht auch einmal reichen?

Dann zurück zum Fahrrad aufgestiegen und weitergefahren. Nach 100m dann die Gelegenheit:

Etappe ca. 11km. Ankunft ca. 8:45h.

Nun ging es noch einmal anspruchsvoll auf und ab hinauf zur Nordhelle. Und ich dachte bei mir, es könnte vielleicht noch klappen mit dem Zeitrahmen, aber sicher ist es nicht. In Nordhellen, einem kleinen Dörfchen hatte ich meine Flaschen leergetrunken. Am Ende des steilen Weges hinab habe ich am letzten Haus geklopft (Hühner im Garten, wunderbare Blumen, Hausschlüssel steckte außen, aber keine Klingel und ließ mir eine Flasche mit Kraneburger nachfüllen, für den letzten Anstieg auf die Nordhelle mit nur einem Buchstaben weniger. Das zog sich, erst auf der kleinen Motorradverseuchten Straße hinauf, dann rechts in den unbefestigten Waldweg. Jetzt muss es aber doch bald mal kommen. Pustekuchen: noch 9km sagt das Wahoo. Drauf erst einmal Pinkelpause und eine Hand voll Kekse! Schließlich war der Weg zum Gipfel wieder asphaltiert, aber im letzten Teil heute zu steil für mich, noch einmal etwas geschoben

Etappe ca. 50km, Ankunft: 13:00h.

Die Hütte war geöffnet, Zeit für ein deftiges Mittagsessen, Flaschen auffüllen, nach 30 min. gings weiter. Die Abfahrt auf der breiten, gut ausgebauten Straße: ein Rausch. Der Gegenanstieg durch den Wald nach Herscheid: wieder zum Schieben steil!

Etappe ca. 5km, Ankunft 13.47h.

Noch zwei Etappen. Die nächste das klassische Auf und Ab. Dann die Bahntrasse hinauf nach Lennep, stetig aber lang? die kannte ich wieder von den Brevets der letzten Jahre- aber nur in der Gegenrichtung bergab. Es könnte also wirklich sehr knapp werden!

Etappe ca 21km, Ankunft 15:23h. Noch/ nur noch 3 h bis zum Limit!

Auf der letzten Etappe war es nicht mehr weit und nicht schwer bis zum Beginn der Bahntrasse in Ohl. Hier hatte Andreas schon mit Süßigkeiten und Stempel für die erste Etappe eines Brevets auf uns gewartet. Und nun? Lief es bis Wipperfürth, nein bis Hückeswagen einfach nur genial! Der Tacho wagte sich in verwegene Bereiche um die 30 km/h und es ließ sich eine echte Zeitreserve erwarten! Dann kam der Anstig nach Lennep, auch hier lief es, ohne Krampf und Kampf. Aber es meldete sich ein Hüngerchen. Also: letzte Pause, sonniges Fleckchen am Wegesrand und den Zuckerkuchen aus Birkenhonugsessen niedergemacht! Dann ging es zügig bis oben und auf mir noch unbekannten Wegen auf großen, lauten, verkehrsreichen Straßen nach Remscheid immerhin hinab bis zum letzten, schon von Andreas als steil zugegebenen Abstieg nach Cronenberg. Für mich also wieder mit ein paar Schiebeeinlagen.

Endlich und doch plötzlich am Ziel!‘
Etappe ca. 44km. Ankunft 18:02h. Fast eine halbe Stunde Reserve! ;-)))

Ziellos am Ziel (Foto recht, kein Besuch der Tanke notendig, also dort auch kein Kaffee oder Eis) Kein Schwein nimmt Notiz von der vollendeten Leistung …
Jetzt noch zurück zum Start/ Auto. Hätt ich mir mal dafür auch einen Track gemacht, ich finde Wuppertal unübersichtlich. Also nach dem Weg gefragt, steil wieder hinabgetürzt. An der Stadthalle erst einmal Tante Google konsultiert, ob rechts oder linksrum im Tal. 9km, >1h. Mühsam.

Das Auto erricht, eingepackt, umgezogen und nach Hause gefahren, müde wurde ich unmittelbar vor dem Ziel.

Fazit:
Eine Superrandonnée, Liegerad und ich kann tasächlich passen. Ich bin ziemlich zufrieden!

Du sollst nicht am falschen Ende sparen/geizig sein: Kettenschlösser einbauen, wenn Du sie schon hast! (zum hundertsten Mal!)

Besonders bei hochgebirgigen Tracks: wenn der Wetterbericht nicht optimal ist: verschieben!!!

für die 1000 du Sud anmelden (wie sagt fafnir so schön: wenn du es fährtst, ist dir der Respekt sicher, auch wenn Du das Zeitlimit reißt- und die Chance darauf ist ziemlich groß!

Vorher bekommt der Wolf ein kleineres Kettenblatt und einen Lenker mit längeren Handgriffen.

Der Weg vom Ziel zurück zum Start gehört auch mit b-router gerechnet und aufs Wahoo geladen!

Die Strecke in Portionstracks von Kontrolle zu Kontrolle findet Ihr hier. (bald)

9 Kommentare zu „Superrandonnée SauBerland Achterbahn

      1. Danke für den schönen, ausführlichen Bericht! Tolle Leistung, tolles Erlebnis, herzlichen Glückwunsch dazu und gute Erholung!

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  1. Hallo Heiner, super Leistung und wie immer toller Bericht.👍🤗.
    Das mit der Kette verstehe ich nicht. Aber was soll es, Du hast es geschafft.

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