unverhoffte Tour am 1.9.18

Die Wochenenden, an denen ich nicht in der Vorplanung mit meine Liebsten ein Brevet angemeldet, abgesprochen und genehmigt bekommen habe sind primär quality time für/ mit der Partnerin und Familie.

Am vergangenen Wochenende war aber sie es, die einen Auftritt hatte, Freitags Generalprobe und Samstag Vormittag die Aufführung.
Also habe ich einmal recherchiert, was für Touren in der Gegend anstanden und freute mich, dass dies genau der Tag der RTF der Radsportgruppe von Vorwärts Nordhorn war.

Die homepage verwies auf Facebook (das habe ich ja letztens zähneknirschend wieder aktiviert, um genau solche Informationen erhalten u können, nicht um mich dort nackig zu machen). Startzeit von 8-10:00Uhr, Strecken zwischen 50 und 200km.
Dazu die Wettervorhersage: prächtig, nur morgens etwas frisch.

Blieb die Frage 120 / 150 mit der Liege oder 200 mit dem Velomobil?
Mein Freund ML, der sich bei Vorwärts sehr engagiert, war für eine Absprache nicht erreichbar.
Sturmvogel hatte am Hinterrad etwas Luft verloren. Wenn die nach dem Aufpumpen hielt, wollte ich mit ihm die 200 angehen, sonst eine der kürzeren Strecken mit dem Nachtwolf.
Abend war klar: der Reifen hielt sie Luft und so war das auch geklärt. Eine passend kurze Hose fand ich nicht, die scheine ich alle in der Wohnung in Bonn gebunkert zu haben, einen Sportunterhose und Knielinge sollten es dann für den kühlen Morgen auch erst einmal tun. Dazu das Trikot von HBK …

Morgens war relativ wenig los, bei Vorwärts. Als ich in dem oben beschriebenen Aufzug aus dem Vogel hüpfte, sorgte das schon für ein wenig Heiterkeit.
Ein Schwätzchen mit ML, ein paar andere Gesichter erkannte ich auch wieder. Es war auch noch Zeit für einen Kaffee und dann war es 8:00. Irgendwie fand ich keine echte Gruppe, rollte vor bis zur Stelle, wo sonst der Startschuss gefallen war. Niemand außer Jugendkickern, die sich wunderten, was denn neben Fußball noch passiert. Irgendwer fuhr da vorne schon. Nun denn man los.

An der ersten Abbiegung kam ich noch aus dem Gedächtnis klar. Bis zur nächsten hatte das Wahoo-Navi aber den Track immer noch nicht wieder angezeigt. Also noch einmal rausgefahren, Navi neu gestartet und dann lief es wirklich.

Die Strecke ist wirklich sehr sehr schön. Und auch wenn ich fast alle Ecken schon kenne, habe ich doch ein paar neue Verbindungswege kennengelernt. Natürlich muss man in der Grafschaft die vorhandenen Profilierungen des Geländes optimal nutzen, wenn man eine sportliche Radroute plant und so wurde um den Lönsberg und über die sogenannten Wilsumer Berge ein raffiniertes Hügelrecycling betrieben.
Die erste Kontrolle am Gildehause Mühlenberg nach dem 15%-Stück war mit den Krantenweggen willkommen. Die nächste am Wanderparkplatz in Hezingen auf der holländischen Seite sollte mehrfach angefahren werden. Hier würden sich auch die verschiedenen Streckenlängen aufzweigen.
Am Wendepunkt der Nordshleife in Emlichheim sollte eine freie Kontrolle in einer Bäckerei sein. In der erste Bäckerei, die ich sah, wusste man von nichts aber einen Milchkaffe und ein Mett- und ein Eibrötchen (nicht immer nur Süßkram!) bekam ich natürlich trotzdem. Als ich wieder aufbrach, kam ein RRler vorbei, der sich an mich dran hängte. Als wir aus dem Ort wieder herauskamen hielt ich noch einmal an und fragt ihn, ob er wirklich ohne Stempel (und Stärkung!)  weiterfahren wollte. Er hätte ja gar kein Schild gesehen… Aber dazu war das ganze ja als GPS-RTF angekündigt.

Als ich wieder in Hesingen war wunderte ich mich, dass kein Schlenker zu der Verpflegungsstation eingebaut war, die Westschleife der Strecke schloss sich unmittelbar an. Mein Trinkbeutel war immer noch ausreichend gefüllt, sodass mir das nicht wirklich etwas ausgemacht hatte, aber die RR-Fahrer hatten 60km hinter der freien Kontrolle womöglich doch schon länger eine leer Trinkflasche.
Bei der Kontrolle waren dann tasächlich noch zwei Radler, die auch auf der langen Strecke fuhren und so langsam aufbrachen, dass ich nach einem Joghurt und ein paar Bechern Tee vor ihnen wieder auf die Strecke kam.
Kurz nach dieser Kontrolle war dann mein Trinkbeutel auch leer, aber es waren ja nur noch wenig mehr als 15km ins Ziel.

Mit dem Fehlen des oder der ersten km in meiner Aufzeichnung habe ich brutto 6:34h für 192 km gebraucht, davon waren 6:06h in Bewegung. Weniger als eine halbe Stunde für vier Kontrollen finde ich als Pausenmanagement jetzt nicht so schlecht.
Immerhin kamen fast 800 Höhenmeter (laut Wahoo) zusammen.

Fazit:
Sehr schöne Tour durch unsere schöne Gegend beidseits der holländischen Grenze mit beliebigen Variationsmöglichkeiten.
Durchaus gut fürs Velomobilgeeignet!
Mit etwas mehr Vorlauf und entsprechender Planung kann ich solche Touren als DIY-brevet bei AudaxUK anmelden, sodass sie für den Randonneur round the year zählen können 😉

https://www.strava.com/activities/1811768106

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